10.04.2014:

Wechseljahre

Lustlos in den besten Jahren?


Macht sich bei Ihnen die sexuelle Unlust breit?
Leiden Sie an Hitzewallungen, einer Gewichtszunahme und Schlafstörungen?
Möchten Sie wieder beschwerdefreier Leben?


Keine Regelbeschwerden mehr, kein Stress mit der Verhütung, dafür jede Menge Erfahrung – eigentlich könnte das Leben für Frauen über 50 so richtig genussvoll und entspannt sein. Doch bei vielen machen sich mit Einsetzen der Wechseljahre typische Beschwerden in Verbindung mit sexueller Unlust breit. Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüche und Zweifel an der eigenen weiblichen Attraktivität spielen dabei eine Rolle, aber auch ganz konkrete körperliche Probleme: Denn mit dem Absinken des Östrogenspiegels wird die zarte Schleimhaut der Scheide dünner, trockener und empfindlicher, so dass es beim Sex zu Schmerzen und kleinen Verletzungen kommen kann. Zieht die Frau sich dann zurück, leidet oft auch noch die Partnerschaft.

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen bei unserem heutigen Chat zum Thema „Wechseljahre“. Unsere Experten sind bereit und freuen sich auf Ihre Fragen. Jetzt geht es los.

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von Katze:
Meine Freundinnen jammern ständig über Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Ich habe so etwas bislang nicht – kann das noch kommen? Und wie lange halten die Beschwerden an?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Circa 70 Prozent der Frauen in den Wechseljahren sind unterschiedlich stark von Hitzewallungen betroffen, die durch das Nachlassen der Bildung von Östrogen und Progesteron verursacht werden. ... [mehr]Circa 70 Prozent der Frauen in den Wechseljahren sind unterschiedlich stark von Hitzewallungen betroffen, die durch das Nachlassen der Bildung von Östrogen und Progesteron verursacht werden. Die Dauer kann sehr unterschiedlich sein: Von einigen Wochen oder Monaten bis zu mehreren Jahren. Auch bei Ihnen können diese Beschwerden noch kommen. Sie sollten dann Ihren Frauenarzt darauf ansprechen, ob und welche Therapie für Sie sinnvoll ist. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von FRAUKE:
Kann man mit Hormonen einleiten, dass die nur noch selten auftretende Blutung ausbleibt? Und wenn ja, ist das empfehlenswert und wie macht man das am besten?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Nur noch selten auftretende Blutungen belegen meist eine beginnende Funktionseinschränkung der Eierstöcke im Lebensalter zwischen 40 und 50. Die monatliche Blutung ist aus medizinischer Sicht nicht ... [mehr]Nur noch selten auftretende Blutungen belegen meist eine beginnende Funktionseinschränkung der Eierstöcke im Lebensalter zwischen 40 und 50. Die monatliche Blutung ist aus medizinischer Sicht nicht unbedingt notwendig. Wenn eine Hormonersatztherapie unter Abwägung der Risikofaktoren eingeleitet wird, kann durch ein entsprechendes Dosierungsschema eine Blutungsfreiheit erzielt werden ohne dass ein Schaden zu erwarten wäre. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von FraukeH:
Ich habe seit Beginn der Wechseljahre starke Wassereinlagerungen, vor allem in den Beinen. Was kann ich dagegen tun?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Zu Beginn der Wechseljahre führt der Progesteronmangel und die daraus resultierende relative Östrogendominanz zu vermehrten Wassereinlagerungen im Gewebe. Dies kann zu Brustspannen, Ödemen im Bereich der ... [mehr]Zu Beginn der Wechseljahre führt der Progesteronmangel und die daraus resultierende relative Östrogendominanz zu vermehrten Wassereinlagerungen im Gewebe. Dies kann zu Brustspannen, Ödemen im Bereich der Augenlider, Gelenke oder in den Beinen führen. Gleicht man den Progesteronmangel beispielsweise durch natürliches Progesteron aus, nehmen die Ödeme wieder ab. Auch kühle Wassergüsse wirken lindernd und es tut gut, die Füße hochzulegen. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von SILKE_M:
Meine Frauenärztin hat mir gesagt, der Körper habe jetzt Schwierigkeiten beim Eisprung - was wohl den Beginn der Wechseljahre bedeutet. Ich bin 47 Jahre, insofern ist das ja normal. Wie lange wird es nun dauern, bis die Periode ganz ausbleibt? Kann ich das "in Ruhe" abwarten oder sollte ich irgend etwas unternehmen?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Sie können das in Ruhe abwarten - wenn Sie keine Probleme haben, z.B. Hitzewallungen, völlig unregelmäßige Perioden. Ein gewisses Problem ist die Sicherheit der Verhütung. Solange Sie ... [mehr]Sie können das in Ruhe abwarten - wenn Sie keine Probleme haben, z.B. Hitzewallungen, völlig unregelmäßige Perioden. Ein gewisses Problem ist die Sicherheit der Verhütung. Solange Sie noch regelmäßige Zyklen haben, könnten Sie auch noch schwanger werden. Hier müssten Sie Vorsorge treffen, wenn Sie das vermeiden wollen. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von Friederike:
Welche Dinge deuten auf einen Progesteronmangel hin? Und welche auf einen Östrogenmangel?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Ein Östrogenmangel kann sich in Hitzewallungen, Schlafstörungen oder auch psychischen Verstimmungen äußern. Aber auch Effekte, die primär nicht bemerkt werden, wie zum Beispiel Osteoporose oder Arteriosklerose ... [mehr]Ein Östrogenmangel kann sich in Hitzewallungen, Schlafstörungen oder auch psychischen Verstimmungen äußern. Aber auch Effekte, die primär nicht bemerkt werden, wie zum Beispiel Osteoporose oder Arteriosklerose können langfristig auftreten. Liegt dagegem ein Progesterondefizit vor, kann sich dieser im Rahmen von Wassereinlagerungen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen oder auch Schlafproblemen bemerkbar machen. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von A-Nette:
Ich merke an Unregelmäßigkeiten in meinem Zyklus, dass ich in die Wechseljahre komme. Stimmt es, dass es dann auch sexuelle Probleme gibt?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ja, in den Wechseljahren können sexuelle Probleme auftreten. Einerseits kann es durch den zunehmenden Östrogenmangel zu einer Atrophie der Haut im Intimbereich kommen - sie wird ... [mehr]Ja, in den Wechseljahren können sexuelle Probleme auftreten. Einerseits kann es durch den zunehmenden Östrogenmangel zu einer Atrophie der Haut im Intimbereich kommen - sie wird trockener, dünner und empfindlicher. Dies führt oft zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Andererseits verändert sich in dieser Phase der hormonellen Umstellung eventuell das sexuelle Verlangen und damit die Häufigkeit sexueller Aktivität. Sollten bei Ihnen solche Probleme auftreten, scheuen Sie sich bitte nicht, offen mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin zu sprechen. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von ULLA:
Ich bin 51 Jahre alt und nehme seit einigen Monaten natürliches Progesteron ein. Da ich meine Menstruation nicht mehr regelmäßig habe, hat mir mein Frauenarzt empfohlen, jeden Monat für 12 Tage Tabletten einzunehmen. Aber was ist, wenn ich während der Einnahme wieder meine Periode bekomme? Soll ich dann abbrechen?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Auch wenn Sie leichte Blutungen unter der Progesteron Einnahme haben, können Sie diese ohne Probleme fortsetzen.

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von Trollie:
Ich bin mit 45 Jahren relativ früh in den Wechsel gekommen. Habe ich damit nun besondere Risiken und kann ich schon so früh Hormone gegen meine Schweißausbrüche nehmen?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Liegen entsprechende Beschwerden vor, ist auch eine frühe Hormontherapie gerechtfertigt. Wichtig sind im Vorfeld eine ausführliche Untersuchung beim Frauenarzt und die Abklärung eventuell vorhandener individueller Risiken, ... [mehr]Liegen entsprechende Beschwerden vor, ist auch eine frühe Hormontherapie gerechtfertigt. Wichtig sind im Vorfeld eine ausführliche Untersuchung beim Frauenarzt und die Abklärung eventuell vorhandener individueller Risiken, die gegen eine Hormoneinnahme sprechen. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von MYRNA1:
Ich leide seit Jahren unter Myomen, habe auch schon eine OP hinter mir. Jetzt scheinen die Wechseljahre zu beginnen, was ja im Hinblick auf die Myome eine gute Nachricht ist, nicht wahr? Werden sich diese nun zurückbilden? Neue entstehen auf jeden Fall nicht, oder?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Sie können davon ausgehen, dass die Myome sich zunehmend zurückbilden und weniger Beschwerden machen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich neue Myome bilden.

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von Vroni:
Mein Arzt hat mir zusätzlich zum Östrogen auch noch Progesteron verschrieben. Ist das wirklich nötig?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Progesteron ist das natürliche Gelbkörperhormon. Es wird in der fruchtbaren Phase der Frau nach jedem Eisprung gebildet. In den Wechseljahren fehlt der Eisprung und damit das ... [mehr]Progesteron ist das natürliche Gelbkörperhormon. Es wird in der fruchtbaren Phase der Frau nach jedem Eisprung gebildet. In den Wechseljahren fehlt der Eisprung und damit das Progesteron. Neben einer Östrogenbehandlung gegen Wechseljahresbeschwerden muss bei noch vorhandener Gebärmutter immer auch ein Gestagen, und hier am besten natürliches Progesteron wie etwa Utrogest, zugeführt werden. Dadurch wird die Gebärmutterschleimhaut vor unkontrolliertem Wachstum geschützt. Aber auch andere Effekte des Progesterons, wie etwa dessen positiver Einfluss auf das Schlafverhalten, lassen sich nutzen. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von FRAU MAIER:
Seit einiger Zeit nehme ich deutlich zu, obwohl ich nicht mehr esse. Warum ist das im Klimakterium so und was kann ich dagegen tun?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Gewichtsprobleme in den Wechseljahren können verschiedene Ursachen haben. Häufig ist die Nahrungsaufnahme zu hoch im Verhältnis zum sinkenden Energiebedarf in dieser Lebensphase. Ebenso kann ein Überschuss ... [mehr]Gewichtsprobleme in den Wechseljahren können verschiedene Ursachen haben. Häufig ist die Nahrungsaufnahme zu hoch im Verhältnis zum sinkenden Energiebedarf in dieser Lebensphase. Ebenso kann ein Überschuss oder Mangel an den verschiedenen Sexualhormonen die Ursache sein, auch im Rahmen einer Hormontherapie, wenn die Zufuhr von Östrogen und Progesteron nicht gut abgestimmt ist. Zur Behandlung sollten die Essgewohnheiten überprüft und auch die Hormonspiegel bestimmt werden. Für weniger Fetteinlagerung, stärkere Knochen und mehr Muskelmasse sorgen auch körpereigene Wachstumshormone wie Somatropin. Seine Ausschüttung wird durch viel Schlaf, Sport und Fastentage stimuliert. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von CORDI:
Ich bin 52 Jahre alt und habe im Dezember die letzte Hormonspirale entfernen lassen. Zur Klärung der weiteren Verhütung (Wechseljahre!) wurde mir ein Bluttest zur Fruchtbarkeit empfohlen, den ich dann im Februar - nachdem ich eine erste starke Regelblutung hatte - machen ließ. Als Ergebnis wurde mir mitgeteilt, ich sei nicht mehr fruchtbar, brauche also nicht mehr zu verhüten. Kann ich mich wirklich darauf verlassen???

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Wahrscheinlich wurde bei Ihnen das sogenannte AMH - FSH oder LH bestimmt. Aus diesen Werten lässt sich relativ sicher die Möglichkeit einer Empfängnis bestimmen. Hundert Prozent ... [mehr]Wahrscheinlich wurde bei Ihnen das sogenannte AMH - FSH oder LH bestimmt. Aus diesen Werten lässt sich relativ sicher die Möglichkeit einer Empfängnis bestimmen. Hundert Prozent Sicherheit werden Sie nie erreichen. Nach menschlichem Ermessen können Sie sich also darauf verlassen. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von FRüHLINGSKIND:
Mein Mann will mehrmals pro Woche Sex, ich empfinde aber nicht mehr so große Lust dabei. Wie kann ich ihm das erklären, ohne dass er beleidigt ist?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
In den Wechseljahren beeinträchtigen Hitzewallungen, Schlafstörungen und Erschöpfung das allgemeine Wohlbefinden und auch die sexuelle Lust. Verstärkt wird dies durch eine zunehmend trockenere und empfindlichere Scheide ... [mehr]In den Wechseljahren beeinträchtigen Hitzewallungen, Schlafstörungen und Erschöpfung das allgemeine Wohlbefinden und auch die sexuelle Lust. Verstärkt wird dies durch eine zunehmend trockenere und empfindlichere Scheide infolge des Östrogenmangels. Spürt Ihr Partner Ihre sexuelle Lust nicht mehr wie früher und kennt er die wahren Gründe nicht, bezieht er das schnell auf sich und es kann zu Missverständnissen kommen. Offenheit ist deshalb jetzt besonders wichtig. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von Miss X:
Ich (50) leide stark unter Wechseljahresbeschwerden. Mein Arzt rät zu einer Hormontherapie. Ich bin aber unsicher, ob ich Hormone nehmen soll.

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ihr Arzt rät Ihnen zu einer Hormontherapie, weil Ihre Beschwerden damit gelindert werden können. Vorab wird er mit Ihnen im Gespräch geklärt haben, ob gesundheitliche Probleme ... [mehr]Ihr Arzt rät Ihnen zu einer Hormontherapie, weil Ihre Beschwerden damit gelindert werden können. Vorab wird er mit Ihnen im Gespräch geklärt haben, ob gesundheitliche Probleme oder familiäre Risikofaktoren vorliegen, die gegen eine Therapie sprächen. Dies wären unter anderem Brust- oder Gebärmutterkrebs, thromboembolische Erkrankungen und Lebererkrankungen. Den Risiken stehen allerdings die vielfältigen positiven Wirkungen einer rechtzeitigen Hormontherapie gegenüber. So kann der Ausgleich des Östrogenmangels unter anderem Herz-Kreislauf-Krankheiten, Osteoporose und Demenz vorbeugen. Insgesamt ist eine individuell angepasste, etwa mit einem über die Haut verabreichten Östrogen-Gel wie Gynokadin, eine risikoarme und wirksame Methode gegen die körperlichen und seelischen Beschwerden in den Wechseljahren. [weniger]

Moderator:
Liebe User, bei uns kommen heute sehr viele Fragen herein. Diese werden zunächst von einem Moderator gesichtet, der sie dann den Experten zur Beantwortung vorlegt. Wenn die Anzahl der Fragen zu groß ist, werden zunächst diejenigen ausgewählt, die von größtem allgemeinem Interesse sind. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von Frapo:
Ich bin 51 Jahre alt. Obwohl ich Lust auf Sex habe, empfinde ich dabei in letzter Zeit öfter Schmerzen. Kann ein Gleitgel helfen?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Durch den Östrogenmangel in den Wechseljahren kommt es unter anderem zu einem Gewebeschwund im Intimbereich. Dies kann zu Schmerzen beim Sex führen. Die Anwendung eines Gleitgels ... [mehr]Durch den Östrogenmangel in den Wechseljahren kommt es unter anderem zu einem Gewebeschwund im Intimbereich. Dies kann zu Schmerzen beim Sex führen. Die Anwendung eines Gleitgels kann zwar die Trockenheit der Scheide kurzfristig beheben, wirkt sich jedoch – im Gegensatz zu einer Östrogenbehandlung – nicht auf die Ursachen der Beschwerden aus. Durch eine Atrophie im Vaginalbereich kommt es auch schneller zu Infektionen der Scheide, der Blase oder auch zu Harninkontinenz. Hier kann eine lokale Hormontherapie helfen, beispielsweise mit einer Östrogencreme und -zäpfchen wie Oekolp. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von TOMME:
Ich bin im Wechsel und schlafe immer schlechter. Nachts liege ich lange wach, tagsüber bin ich müde und kraftlos. Gibt es eine Alternative zu Schlaftabletten?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Viele Frauen bekommen nachts durch den zunehmenden Östrogenmangel Hitzewallungen und wachen schweißgebadet auf. Diese unangenehmen Beschwerden können durch eine Hormontherapie schnell beseitigt werden. Mit der abendlichen ... [mehr]Viele Frauen bekommen nachts durch den zunehmenden Östrogenmangel Hitzewallungen und wachen schweißgebadet auf. Diese unangenehmen Beschwerden können durch eine Hormontherapie schnell beseitigt werden. Mit der abendlichen Anwendung von natürlichem Progesteron konnte laut einer Studie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie eine deutliche Verbesserung des Nachtschlafes erreicht werden. Körperliche Aktivität, der Abbau von Stress, Verzicht auf koffeinhaltige Getränke und schwere Mahlzeiten am Abend sowie eine ruhige Schlafumgebung und Entspannungsübungen helfen bei Einschlafproblemen zusätzlich. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von GEORG H.:
Meine Frau ist auch in den Wechseljahren und viel sensibler geworden, teilweise auch launisch. Ich habe ja Verständnis und unterstütze sie, trotzdem weiß ich manchmal nicht, wie ich mit ihr umgehen soll. Haben Sie einen Tipp?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Gehen Sie ganz offen damit um. Ich würde meine Frau in einer ruhigen Minute auf diese Problematik ansprechen und mit Ihr erörtern, dass auch Sie von ... [mehr]Gehen Sie ganz offen damit um. Ich würde meine Frau in einer ruhigen Minute auf diese Problematik ansprechen und mit Ihr erörtern, dass auch Sie von ihren Wechseljahresproblemen betroffen sind. Mögliche Lösung: Vorstellung bei der Gynäkologin/dem Gynäkologen und Abwägen einer pflanzlichen oder hormonellen Therapieoption. Viel Erfolg! [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von A.K. :
Mich belasten viele Wechseljahrsbeschwerden. Besonders schlimm finde ich die enormen Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Schweißausbrüche. Was halten Sie von einer Hormon-Therapie - sollte man die "chemische Keule" nehmen, oder empfehlen sich genauso gut natürliche Mittel, und wenn ja welche? Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Cimicifuga racemosa in Kombination mit Salbei kann Schweißausbrüche gut lindern. Johanniskraut, Baldrian und Passionsblume wirken stimmungsausgleichend und helfen einzuschlafen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Östrogene ... [mehr]Cimicifuga racemosa in Kombination mit Salbei kann Schweißausbrüche gut lindern. Johanniskraut, Baldrian und Passionsblume wirken stimmungsausgleichend und helfen einzuschlafen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Östrogene in Form eines Gels und natürliches Progesteron über die Scheide niedrig dosiert zu applizieren, falls die pflanzlichen Präparate nicht ausreichen. Diese Form der Hormontherapie ist sehr gut verträglich und hat kein erhöhtes Risiko für eine Thrombose, Embolie oder einen Schlaganfall. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von FRIZZI-M.:
Kann ich meine Hitzewallungen auch ohne Hormone in den Griff bekommen?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Hitzewallungen sind Beschwerden des vegetativen Nervensystems, das nicht durch das Bewusstsein kontrolliert wird. Neben den Wechseljahren können auch Bluthochdruck, eine Überfunktion der Schilddrüse sowie übermäßiger Alkohol- ... [mehr]Hitzewallungen sind Beschwerden des vegetativen Nervensystems, das nicht durch das Bewusstsein kontrolliert wird. Neben den Wechseljahren können auch Bluthochdruck, eine Überfunktion der Schilddrüse sowie übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum die Symptome fördern und verstärken. Für die Behandlung stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, am wirkungsvollsten ist dabei die Hormontherapie. Sie selbst können Hitzewallungen vor allem durch regelmäßige Bewegung und den Verzicht auf Rauchen und Alkohol lindern. Auch Vitamin E und Akupunktur können helfen. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von BEATE:
Bekannte von mir, die auch schon in den Wechseljahren sind, jammern ständig über Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Ich habe bisher noch keins von diesen Symptomen, ist es aber möglich, dass das noch kommt? Wie lange halten denn die Beschwerden an?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ja, es ist möglich, dass bei Ihnen derartige Beschwerden noch kommen. Die Dauer ist sehr unterschiedlich, es können einige Monate, aber auch mehrere Jahre sein. Wenn ... [mehr]Ja, es ist möglich, dass bei Ihnen derartige Beschwerden noch kommen. Die Dauer ist sehr unterschiedlich, es können einige Monate, aber auch mehrere Jahre sein. Wenn Sie sich von Wechseljahresbeschwerden in Ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen, sollten Sie sich vertrauensvoll an Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin wenden. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von JULIANE:
Wie ist Gynokadin anzuwenden. Jeden Tag? Und wie lange?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Gynokadin Dosiergel ist täglich morgens auf die Haut aufzutragen. Dosierung je nach Bedarf zwischen einem bis vier Hüben. Die Anwendung ist so lange fortzusetzen, wie Sie ... [mehr]Gynokadin Dosiergel ist täglich morgens auf die Haut aufzutragen. Dosierung je nach Bedarf zwischen einem bis vier Hüben. Die Anwendung ist so lange fortzusetzen, wie Sie eine Hormonersatztherapie durchführen möchten. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von ERIKA_ERIKA:
Mein Mann und ich waren sexuell immer ziemlich aktiv... Mein Mann möchte immer noch gerne mehrmals pro Woche Sex, aber seitdem ich kürzlich in die Wechseljahre gekommen bin, merke ich, dass ich nicht mehr so arg Lust darauf habe und lasse ihn recht oft abblitzen. Ich erkläre ihm zwar, dass es an den Wechseljahren liegt, und es ist dann auch ok für ihn. Aber ich glaube, er ist trotzdem enttäuscht. Gibt es etwas, das ich tun kann? Ich möchte auch weiterhin Spaß am Sex haben ...

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Mit den Wechseljahren wird die Scheide oft trockener und empfindlicher, dies kann natürlich auch die sexuelle Lust hemmen. Hier gibt es die Möglichkeit die Scheide mit ... [mehr]Mit den Wechseljahren wird die Scheide oft trockener und empfindlicher, dies kann natürlich auch die sexuelle Lust hemmen. Hier gibt es die Möglichkeit die Scheide mit östrogenhaltigen Cremes und Zäpfchen lokal zu unterstützen, so dass sie sich wieder gut anfühlt und Sie hoffentlich wieder mehr Spaß am Sex haben. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von GIUSEPPINA:
Ich nehme Östrogene ein und mein Frauenarzt meint, ich solle zusätzlich noch Progesteron nehmen? Wozu? Und sind das nicht zuviele Hormone?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Wenn Ihr Frauenarzt meint, Sie sollten Progesteron nehmen, dann haben Sie wahrscheinlich noch eine Gebärmutter. Progesteron hat den Sinn, die Gebärmutterschleimhaut zu schützen. Das sind nicht ... [mehr]Wenn Ihr Frauenarzt meint, Sie sollten Progesteron nehmen, dann haben Sie wahrscheinlich noch eine Gebärmutter. Progesteron hat den Sinn, die Gebärmutterschleimhaut zu schützen. Das sind nicht zu viele Hormone. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von JANINA:
Ich bin seit Kurzem in den Wechseljahren und merke, dass ich beim Geschlechtsverkehr häufig Schmerzen habe. Ich möchte aber nicht, dass die Sexualität wegen meiner Menopause leidet. Was kann mir hier helfen? Sollte ich für den Anfang ein Gleitgel verwenden?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Wenn Schmerzen beim Geschlechtsverkehr Ihr einziges Wechseljahresproblem sind, rate ich Ihnen zu einer lokalen Behandlung mit Östrogen Scheidenzäpfchen oder Scheidencreme. Zum Beispiel Oekolp forte Scheidenzäpfchen, bzw. ... [mehr]Wenn Schmerzen beim Geschlechtsverkehr Ihr einziges Wechseljahresproblem sind, rate ich Ihnen zu einer lokalen Behandlung mit Östrogen Scheidenzäpfchen oder Scheidencreme. Zum Beispiel Oekolp forte Scheidenzäpfchen, bzw. Oekolp Scheidencreme. Im Allgemeinen ist die Anwendung zweimal in der Woche ausreichend, zusätzlich können Sie nach Bedarf eine hormonfreie Scheidencreme verwenden, etwa Vagisan Feuchtcreme. Diese ist angenehmer als ein Gleitgel. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von LIESCHEN MüLLER:
Ich habe zwar keine Hitzewallungen, aber dafür Schlafstörungen, die ich nicht in den Griff bekomme. Ich schlafe abends zwar gut ein, wache aber mehrmals pro Nacht auf und liege dann auch eine ganze Weile wach. Morgens komme ich dann nur schwer aus dem Bett und bin tagsüber unausgeschlafen und schlapp. Was kann mir helfen? Schlafmittel möchte ich eigentlich nicht nehmen...

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Wechseljahresbeschwerden können sich durchaus auch in der hier beschriebenen Problematik der gestörten Schlafarchitektur äußern. Durch ein Östrogendefizit wird oft auch zu wenig von den sogenannten Neurotransmittern ... [mehr]Wechseljahresbeschwerden können sich durchaus auch in der hier beschriebenen Problematik der gestörten Schlafarchitektur äußern. Durch ein Östrogendefizit wird oft auch zu wenig von den sogenannten Neurotransmittern Serotonin und Melatonin gebildet. Hier kann durchaus zunächst die Einnahme der Aminosäure Tryptophan oder 5-Hydroxy-Tryptophan versucht werden, zum Beispiel Kalma. Sollten die Schlafprobleme aber hauptsächlich durch den Progesteronmangel bedingt sein, dann wäre eine individuell und niedrig dosierte Hormonersatztherapie zu erwägen. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von MOPPEL:
Stimmt es, dass dickere Frauen bezüglich des Osteoporoserisikos deutlich im Vorteil sind?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Ja - etwas fülligere Frauen bilden in ihrem Fettdepot mehr Östrogene.

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von LORA:
Aufgrund der Nebenwirkungen hatte die Hormonersatztherapie lange Zeit einen schlechten Ruf. Viele Frauen setzten stattdessen auf Phytohormone. Wie ist heute der aktuelle Stand bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Durch gute Studien wie zum Beispiel der E3N-Studie aus Frankreich wissen wir, dass die Östrogengabe über die Haut in Kombination mit natürlichem Progesteron als Weichkapsel Wechseljahrsbeschwerden ... [mehr]Durch gute Studien wie zum Beispiel der E3N-Studie aus Frankreich wissen wir, dass die Östrogengabe über die Haut in Kombination mit natürlichem Progesteron als Weichkapsel Wechseljahrsbeschwerden gut lindern kann, ohne das Risiko für eine Thrombose, Embolie, einen Schlaganfall oder Brustkrebs zu erhöhen. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von DRACHENFLIEGER:
Meine Frau hat seit 20 Jahren keine Eierstöcke mehr. Jetzt ist sie 49 und hat immer wieder heftige Schweißausbrüche. Können das die Wechseljahre sein? Und falls ja: Was kann sie dagegen tun?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Das können sehr wohl die Wechseljahre sein. Wenn Sie etwas dagegen tun möchte, kommt z. B. eine Hormonersatztherapie in Frage.

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von WI:
Ich leide seit Jahren immer wieder unter Unterleibsproblemen (Zysten & Co.). Mit 35 Jahren hatte ich eine OP, bei der 80 Prozent des Eierstocks links und alles rechts entfernt wurden. Die Ärzte hofften, dass der Rest meine Hormonversorgung in Gang halten würde. Augenscheinlich funktioniert das aber nicht. Denn ich fühle mich aufgebläht, bin oft ohne Grund schlecht gelaunt und kann mich selbst nicht mehr leiden. Raten Sie mir zu einer Hormontherapie?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ich rate Ihnen, zunächst Ihre hormonelle Situation von Ihrem Frauenarzt bzw. Ihrer Frauenärztin überprüfen zu lassen. Sollten Sie, was nach Ihrer Operation möglich ist, bereits in ... [mehr]Ich rate Ihnen, zunächst Ihre hormonelle Situation von Ihrem Frauenarzt bzw. Ihrer Frauenärztin überprüfen zu lassen. Sollten Sie, was nach Ihrer Operation möglich ist, bereits in Ihrem Alter einen Hormonmangel haben, würde ich Ihnen dringend zu einer Hormonersatztherapie raten. [weniger]

Moderator:
Vielen Dank für Ihr großes Interesse, liebe User. Unsere Experten beantworten Ihre Fragen so schnell wie möglich.

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von DORIT M.:
Ich bin jetzt 52 Jahre alt und mitten in den Wechseljahren. Ich habe starke Beschwerden - Schlaflosigkeit, Hitze, Gereiztheit etc. Mein Arzt riet mir nun zu einer Hormontherapie, ich bin mir aber unsicher... Was halten Sie davon?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Wenn sich die Wechseljahre bei Ihnen so massiv äußern, würde auch ich eine Hormonersatztherapie in Erwägung ziehen. Hier ist jedoch auf eine niedrig, individuell dosierte Therapie ... [mehr]Wenn sich die Wechseljahre bei Ihnen so massiv äußern, würde auch ich eine Hormonersatztherapie in Erwägung ziehen. Hier ist jedoch auf eine niedrig, individuell dosierte Therapie zu achten, am besten orientiert man sich dabei an den natürlichen Hormonen Östradiol (z.B. Gynokadin Dosiergel) und Progesteron (z.B. Progestan). Eine pflanzliche Therapie kann zunächst versucht werden, die Erfahrung zeigt jedoch, dass bei massiven Beschwerden diese nur bedingt helfen. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von SELI NA:
Meine Mutter ist seit letztem Sommer in den Wechseljahren, und sie ist ziemlich oft gereizt und überempfindlich, was ich gar nicht von ihr kenne. Ich versuche es schon mit Geduld, weil ich ja weiß, woran es liegt. Aber trotzdem ist es manchmal nicht einfach, weil man immer Angst hat, man könnte was Falsches sagen. Wie lange dauert das denn an? Die komplette Zeit oder nur, bis sich alles eingependelt hat?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Die Dauer der Wechseljahre ist sehr unterschiedlich, zwischen einigen Monaten und mehreren Jahren. Ich rate Ihrer Mutter, sich vertrauensvoll mit ihren Wechseljahrsproblemen an ihren Frauenarzt zu ... [mehr]Die Dauer der Wechseljahre ist sehr unterschiedlich, zwischen einigen Monaten und mehreren Jahren. Ich rate Ihrer Mutter, sich vertrauensvoll mit ihren Wechseljahrsproblemen an ihren Frauenarzt zu wenden. Dort kann Sie sicher Hilfe bekommen. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von CLAUDIA55:
Können Sie mir ein Produkt gegen Scheidentrockenheit empfehlen?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Oekolp forte Kombipackung enthält Scheidenzäpfchen und eine Creme für den Scheideneingangsbereich, die rasch und sicher Scheidentrockenheit lindern.

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von SYBILLE1010:
Ich bin auch gerade im Wechsel und habe so gut wie gar keine Lust mehr auf Sex. Mein Mann probiert es zwar immer wieder, aber ich blocke ab. Ich will ihn aber glücklich machen und habe manchmal auch Angst, dass er mir früher oder später fremdgeht, wenn ich mich verweigere. Gibt es also etwas, das mein Lustempfinden wieder steigert?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Leider können sich die Wechseljahre auch negativ in Bezug auf Libido und sexuelles Empfinden auswirken. Der Östrogenmangel bewirkt, dass die Scheidenschleimhaut dünner und damit schmerzempfindlicher wird. ... [mehr]Leider können sich die Wechseljahre auch negativ in Bezug auf Libido und sexuelles Empfinden auswirken. Der Östrogenmangel bewirkt, dass die Scheidenschleimhaut dünner und damit schmerzempfindlicher wird. Hier können lokale Östrogencremes und -zäpfchen Abhilfe schaffen. Auch die Libido sollte sich durch die verbesserte Durchblutung wieder steigern. Gelegentlich ist aber auch eine systemische Therapie nötig. Bitte sprechen Sie unbedingt Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt auf Ihr Problem an. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von ROMINA:
Es heißt, Gynokadin soll am fünften Tag nach Menstruationsbeginn angewendet werden und das drei Wochen lang. Und wie geht es weiter? Wenn ich zwei Monate lang keine Menstruation habe, muss ich dann warten mit der weiteren Anwendung?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Wenn Sie Gyndokadin drei Wochen lang auftragen, dann folgt eine Woche Pause - in dieser Woche könnte dann eine Blutung eintreten. Nach der Pause kommt dann ... [mehr]Wenn Sie Gyndokadin drei Wochen lang auftragen, dann folgt eine Woche Pause - in dieser Woche könnte dann eine Blutung eintreten. Nach der Pause kommt dann wieder eine dreiwöchige Auftragung von Gynokadin-Gel. Wenn Sie keine Blutungen haben, so machen Sie einfach nur eine Woche Pause und fangen dann wieder mit dem Gynokadin Gel an. Einen regelmäßigen Zyklus könnten Sie durch zusätzliche Einnahme eines Gestagens, etwa Utrogest, während der letzten zehn Tage der dreiwöchigen Gynokadinanwendung erreichen. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von ANDREA:
Kann ich mit bestimmten Nahrungsmitteln Wechseljahresbeschwerden lindern?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Nein, aber es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die leichte Wechseljahresbeschwerden lindern können - z. B. Orthomol Femin, das den in den Wechseljahren erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen ... [mehr]Nein, aber es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die leichte Wechseljahresbeschwerden lindern können - z. B. Orthomol Femin, das den in den Wechseljahren erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen ausgleicht. Außerdem gibt es pflanzliche Medikamente, die leichte vegetative Beschwerden wie Hitzewallungen lindern können, etwa die Traubensilberkerze. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von WA:
Man liest so viel Unterschiedliches. Die einen sagen, auf gar keinen Fall Hormone nehmen während der Wechseljahre. Andere sagen, kein Thema, einfach machen - weil es die Lebensqualität erhöht. Wie kann ich denn herausfinden, was für mich richtig ist. Gibt es Parameter?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Ohne Beschwerden sollten Hormone nur bei vorzeitigen Wechseljahren eingenommen werden. Bei Beschwerden weiß man allerdings inzwischen, dass die Östrogengabe über die Haut in Kombination mit natürlichem ... [mehr]Ohne Beschwerden sollten Hormone nur bei vorzeitigen Wechseljahren eingenommen werden. Bei Beschwerden weiß man allerdings inzwischen, dass die Östrogengabe über die Haut in Kombination mit natürlichem Progesteron kein erhöhtes Risiko für Thrombose, Embolie, Schlaganfall oder Brustkrebs darstellt. Entscheidend ist, wie es Ihnen geht und ob Sie Beschwerden haben. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von CHR:
Immer wieder höre ich davon, dass Sojaprodukte in den Wechseljahren für bestimmte Beschwerden Linderung verschaffen sollen. Ist da wirklich etwas dran?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ja, da ist etwas dran. Sojaprodukte enthalten pflanzliche Östrogene, die leichte Wechseljahresbeschwerden lindern können.

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von TINCHEN:
Ich bin 53 und finde Sex immer noch toll. Aber seit einiger Zeit tut es oft weh und blutet sogar manchmal ein bisschen. Ist das normal, oder muss ich befürchten, krank zu sein?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Ihre Symptome deuten auf einen Östrogenmangelzustand der Scheidenschleimhaut hin. Dieser ist vermutlich durch eine (beginnende) Wechseljahreskonstellation bedingt. Hier können Östrogen Vaginalcremes (z.B. Oekolp forte) oder Zäpfchen ... [mehr]Ihre Symptome deuten auf einen Östrogenmangelzustand der Scheidenschleimhaut hin. Dieser ist vermutlich durch eine (beginnende) Wechseljahreskonstellation bedingt. Hier können Östrogen Vaginalcremes (z.B. Oekolp forte) oder Zäpfchen eine Linderung der Beschwerden bewirken. Sprechen Sie unbedingt hier Ihre Gynäkologin/Ihren Gynäkologen an. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von MARTINA:
Ich habe starke Hitzewallungen, möchte aber nicht unbedingt eine Hormontherapie machen. Welche Alternativen gibt es?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Hier stehen pflanzliche Therapieoptionen zur Verfügung, z. B. Traubensilberkerze, Rotklee oder Mönchspfeffer. Evtl. ist es auch sinnvoll, die sogenannten Phytoöstrogene (Soja) zu versuchen.

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von CHARLOTTE K.:
Seitdem ich (65) in der Menopause bin, leide ich vermehrt unter Harnwegsinfektionen, Brennen beim Wasserlassen und vermehrtem Harndrang. Der Hausarzt hat mir Antibiotika verschrieben. Ich kann aber doch nicht immer solche Tabletten nehmen. Was raten Sie?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Die Behandlung eines akuten Hanwegsinfekt durch Antibiotika ist durchaus in Ordnung und auch erforderlich. Eine Prophylaxe könnten Sie durch die örtliche Anwendung von Östrogenen im Scheidenbereich ... [mehr]Die Behandlung eines akuten Hanwegsinfekt durch Antibiotika ist durchaus in Ordnung und auch erforderlich. Eine Prophylaxe könnten Sie durch die örtliche Anwendung von Östrogenen im Scheidenbereich betreiben. In diesem Falle wird auch die Blase besser mit Östrogenen versorgt und damit besser gegen Infektionen geschützt. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von WIDD:
Kann ich anhand meines Zyklusverlaufes erkennen, ob ich eventuell bald in die Wechseljahre komme?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
In der Phase vor den Wechseljahren verkürzt sich der Zyklus, die Blutungen sind häufig stärker, es kann Brustspannen auftreten sowie erste Schlafstörungen. Diese Phase ist durch ... [mehr]In der Phase vor den Wechseljahren verkürzt sich der Zyklus, die Blutungen sind häufig stärker, es kann Brustspannen auftreten sowie erste Schlafstörungen. Diese Phase ist durch einen Progesteronmangel gekennzeichnet. Die Östrogenspiegel sind in dieser Zeit normal. Hier besteht die Möglichkeit, den Progesteronmangel in der 2. Zyklushälfte durch natürliches Progesteron auszugleichen. Im weitern Verlauf werden die Zyklen immer unregelmäßiger und bleiben manchmal auch für einige Monate aus. Die Blutung ist insgesamt schwächer und das Brustspannen nimmt ab. Statt dessen treten vermehrt Hitzewallungen auf. In dieser Phase nimmt auch der Östrogenspiegel ab. Dies ist der Beginn der Wechseljahre. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von MELANIE:
Viele Frauen in meinem Umfeld klagen über Schlafstörungen. Ich habe bislang einen sehr guten Schlaf. Wird sich das mit den Wechseljahren künftig verändern, oder ist es eine Typfrage, welche Symptome sich zeigen?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Schlafstörungen treten relativ häufig auf in den Wechseljahren. Ob Sie selbst davon betroffen sein werden, lässt sich nicht voraussagen. Sollten Sie Schlafprobleme bekommen, wenden Sie sich ... [mehr]Schlafstörungen treten relativ häufig auf in den Wechseljahren. Ob Sie selbst davon betroffen sein werden, lässt sich nicht voraussagen. Sollten Sie Schlafprobleme bekommen, wenden Sie sich bitte an Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin. Eventuell kann Ihnen eine Hormontherapie helfen. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von JüRGEN_GABI:
Meine Frau ist auch in den Wechseljahren und hat seitdem kaum mehr Lust auf Sex. Ich habe ja Verständnis, trotzdem will ich nicht auf Sex verzichten. Gibt es nicht irgendwelche Hormone, die sie nehmen kann, damit die Lust wieder kommt?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Hormone erleichtern in dieser Situation die technischen Möglichkeiten (Feuchtigkeit im Scheidenbereich). Was die Lust betrifft, kommen viele Faktoren, nicht nur körperlicher, sondern auch psychischer Art, in ... [mehr]Hormone erleichtern in dieser Situation die technischen Möglichkeiten (Feuchtigkeit im Scheidenbereich). Was die Lust betrifft, kommen viele Faktoren, nicht nur körperlicher, sondern auch psychischer Art, in Betracht. Hier bringt Sie ein Gespräch mit Ihrer Frau eher an das angestrebte Ziel. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von BEATE:
Sexualität und körperliche Nähe zu meinem Partner waren für mich immer sehr wichtig. Nun habe ich Angst, dass dieses Interesse mit den Wechseljahren verloren gehen könnte. Was kann ich tun, damit mir die Lust an der Lust weiterhin erhalten bleibt?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Sollte dies wirklich so sein, so ist ein offener Umgang mit dem Partner erfahrungsgemäß essentiell. Wenn Beschwerden aufgrund von Scheidentrockenheit auftreten, kann dies durch eine lokale ... [mehr]Sollte dies wirklich so sein, so ist ein offener Umgang mit dem Partner erfahrungsgemäß essentiell. Wenn Beschwerden aufgrund von Scheidentrockenheit auftreten, kann dies durch eine lokale Östrogenapplikation wieder behoben werden. Auch mit zunehmendem Alter ist Lust an der Lust auf jeden Fall wichtig und realisierbar! [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von CARLA:
Mir ist oft übel, seit ich in den Wechseljahren bin - fast wie in den Schwangerschaften. Kann die Hormonumstellung Schuld sein?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Es ist denkbar, dass Ihre Übelkeit mit den hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren zusammen hängt. Allerdings kann auch eine ganz andere Ursache dahinter stecken, etwa ein ... [mehr]Es ist denkbar, dass Ihre Übelkeit mit den hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren zusammen hängt. Allerdings kann auch eine ganz andere Ursache dahinter stecken, etwa ein Problem im Magen-Darm-Trakt. Bitte lassen Sie dies am Besten von Ihrem Hausarzt abklären. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von GABRIELE:
Ist es sinnvoll, in den Wechseljahren Magnesium oder andere Mineralstoffe zu nehmen? Was kann das bringen?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Es ist immer sinnvoll - auch in den Wechseljahren - Magnesium, andere Mineralien und Vitamine zuzuführen, um die Nahrung optimal zu ergänzen.

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von PAMELA:
Ich habe gehört, dass Hormone auch über die Haut verabreicht werden können und dann viel weniger Nebenwirkungen haben. Stimmt das?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Ja, die E3N-Studie aus Frankreich hat uns gezeigt, dass die Östrogengabe über die Haut in Kombination mit natürlichem Progesteron kein erhöhtes Risiko für Thrombose, Embolie, Schlaganfall ... [mehr]Ja, die E3N-Studie aus Frankreich hat uns gezeigt, dass die Östrogengabe über die Haut in Kombination mit natürlichem Progesteron kein erhöhtes Risiko für Thrombose, Embolie, Schlaganfall und Brustkrebs hat. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von BEATE K.:
Warum haben manche Frauen stärkere Beschwerden als andere?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Es gibt verschieden Ursachen, weshalb manche Frauen stärkere Wechseljahrsbeschwerden als andere haben. Eine Bestrahlung oder Chemotherapie kann zum Beispiel zu einem vorzeitigen Erlöschen der Eierstockfunktion mit ... [mehr]Es gibt verschieden Ursachen, weshalb manche Frauen stärkere Wechseljahrsbeschwerden als andere haben. Eine Bestrahlung oder Chemotherapie kann zum Beispiel zu einem vorzeitigen Erlöschen der Eierstockfunktion mit vorzeitigen Wechseljahren führen. Häufig ist es jedoch auch familiär bedingt. Umgekehrt schützen eine gesunde Ernährung und körperliche Bewegung vor Hitzewallungen und Schlafstörungen. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von SIEPIE:
Klassische Wechseljahrsbeschwerden habe ich (51) nicht. Aber ich habe keine Lust mehr auf Sex. Mein Mann (50) versteht das nicht. Was soll ich tun? Gibt es so etwas wie Viagra für die Frau?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Wenn sich die fehlende Lust durch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder verminderte Erregbarkeit bemerkbar macht, kann dies behoben werden. Hier können lokale Östrogencremes gut weiterhelfen. Besteht hingegen ... [mehr]Wenn sich die fehlende Lust durch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder verminderte Erregbarkeit bemerkbar macht, kann dies behoben werden. Hier können lokale Östrogencremes gut weiterhelfen. Besteht hingegen eine allgemein nachlassende Lust auf Sex, könnte unter Abwägung eventueller Risikofaktoren durchaus auch eine systemische Hormonersatztherapie in Erwägung gezogen werden. Sprechen Sie ihre Frauenärztin/ihren Frauenarzt unbedingt darauf an. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von LISA:
Ich bin 40 Jahre alt, habe immer Probleme mit starken Blutungen usw. und keinen Kinderwunsch. Am liebsten würde ich eine Total-OP machen lassen, damit ich endlich Ruhe habe. Was meinen Sie dazu? Gibt es dann Probleme mit den vorgezogenen Wechseljahren? Wie sehen Sie mein Problem?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Wenn die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten starker Blutungen nicht geholfen haben, kommt durchaus eine Entfernung der Gebärmutter in Frage. In diesem Falle würden die Eierstöcke belassen werden. Somit ... [mehr]Wenn die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten starker Blutungen nicht geholfen haben, kommt durchaus eine Entfernung der Gebärmutter in Frage. In diesem Falle würden die Eierstöcke belassen werden. Somit kommen Sie nicht primär in die Wechseljahre, da die Eierstöcke weiterhin Hormone produzieren können. Wenn später ein Hormonmangel auftritt, kann er durch eine Hormonersatztherapie behandelt werden. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von ZARA:
Ich hatte leichte Beschwerden wie Schweißausbrüche in der Nacht, hie und da eine Stimmungsschwankung ... Meine Frauenärztin meinte, ich solle Hormone nehmen - dann stärkt sich das nicht aus. Ich habe ihr vertraut. Als ich meinen Freundinnen davon erzählte, haben die mich für verrückt und leichtsinnig erklärt. Jetzt weiß ich nicht, was ich tun soll. Wie sehen Sie das?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Sie haben keinen Fehler gemacht, die von Ihrer Frauenärztin verordneten Hormone zu nehmen. Sie können selbst beurteilen, wie stark Sie von Ihren Beschwerden beeinträchtigt waren und ... [mehr]Sie haben keinen Fehler gemacht, die von Ihrer Frauenärztin verordneten Hormone zu nehmen. Sie können selbst beurteilen, wie stark Sie von Ihren Beschwerden beeinträchtigt waren und ob es Ihnen unter der Hormontherapie besser geht. Danach entscheiden Sie dann, ob Sie diese Therapie fortführen möchten. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von LUDWIG:
Meine Frau, 48, ist jetzt wohl schon eine Weile in den Wechseljahren. Mein Problem ist vielleicht etwas ungewöhnlich. Aber sie will - in den letzten Jahren - ziemlich oft mit mir schlafen. Ist das normal?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Es ist vielleicht häufiger, dass Frauen in den Wechseljahren eher weniger Lust haben. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel - dies kann z. B. mit erhöhten ... [mehr]Es ist vielleicht häufiger, dass Frauen in den Wechseljahren eher weniger Lust haben. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel - dies kann z. B. mit erhöhten Testosteronspiegeln zusammenhängen. Außerdem wäre es interessant, was Sie unter "ziemlich oft" verstehen - das ist ein sehr persönliches Umgehen miteinander. Zitat Martin Luther: "In der Woche zwier schadet nicht Ihm und schadet nicht Ihr." [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von IDA:
Ich war eigentlich immer eine liebeslustige Frau - und nun herrscht bei mir plötzlich Flaute. Was kann ich tun, damit meine Libido wieder in Schwung kommt?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Rauben einem Hitzewallungen den Schlaf oder fühlt sich die Scheide trocken und empfindlich an, verschwindet oft auch die Lust. Gegen diese Beschwerden lässt sich leicht Abhilfe ... [mehr]Rauben einem Hitzewallungen den Schlaf oder fühlt sich die Scheide trocken und empfindlich an, verschwindet oft auch die Lust. Gegen diese Beschwerden lässt sich leicht Abhilfe schaffen. Sind die Beschwerden auf die Scheide beschränkt, reicht eine lokale Östrogenisierung der Scheide aus, z. B. mit einer Creme oder Zäpfchen. Sind zusätzlich Hitzewallungen und Schlafstörungen vorhanden, so hilft eine niedrigdosierte Östrogengabe über die Haut in Kombination mit natürlichem Progesteron rasch. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von TIM:
Ich bin mit meiner Frau seit 25 Jahren glücklich verheiratet. Jetzt ist sie 52 Jahre alt und hat etwa 10 Kilo zugenommen in den letzten Jahren. Sie nervt mit einer Aneinanderreihung von Diäten und ist sich selbst nicht gut. Mich stört das Hüftgold nicht. Was soll ich nur tun, damit sie zur Vernunft kommt? Raten Sie zu einem gemeinsamen Frauenarzt-Besuch?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Nach Abklärung der Ausgangsbefunde (Schilddrüse) ist sicher ein Gespräch sinnvoll. Hier könnte es um gesunde Ernährung, Bewegung und Sport gehen. Am wichtigsten ist das Gespräch mit ... [mehr]Nach Abklärung der Ausgangsbefunde (Schilddrüse) ist sicher ein Gespräch sinnvoll. Hier könnte es um gesunde Ernährung, Bewegung und Sport gehen. Am wichtigsten ist das Gespräch mit Ihrer Frau evtl. auch bei einem Arzt Ihres Vertrauens. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von KATHARINA :
Ich habe noch, wenn auch sehr unregelmäßig, meine Regelblutung. Wie nehme ich aufgrund dieser Situation die natürlichen Progesterone richtig ein? Wenn ich das nur in der zweiten Zyklushälfte tue, kann ich die Tabletten evtl. nur alle drei Monate einnehmen. Das ist doch zu wenig, oder?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Bei einer Einnahme des natürlichen Progesterons in der 2. Zyklushälfte wird voraussichtlich Ihre Regelblutung wieder regelmäßiger kommen. Ob dies notwendig ist, richtet sich nach Ihren Beschwerden, ... [mehr]Bei einer Einnahme des natürlichen Progesterons in der 2. Zyklushälfte wird voraussichtlich Ihre Regelblutung wieder regelmäßiger kommen. Ob dies notwendig ist, richtet sich nach Ihren Beschwerden, sie sollten darüber mit Ihrem Frauenarzt/ihrer Frauenärztin sprechen. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von ANONYM:
Was halten Sie von basischer Körperpflege. Ist das wirklich eine Unterstützung/Hilfe während der Wechseljahre?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Im Rahmen der Wechseljahre kann sich der Östrogenmangel durchaus auch an der Haut bemerkbar machen. Daher ist eine gewisse basische Körperpflege durchaus eine Option, die Veränderung ... [mehr]Im Rahmen der Wechseljahre kann sich der Östrogenmangel durchaus auch an der Haut bemerkbar machen. Daher ist eine gewisse basische Körperpflege durchaus eine Option, die Veränderung an der Haut positiv zu beeinflussen. Die negative Auswirkung des Östrogendefizits auf das Unterhautfettgewebe und die Kollagenbildung werden hierdurch aber nicht beeinflusst. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von SIMONE_43:
Seit einigen Jahren habe ich Probleme mit meinem Haar. Es ist so spröde und bricht auch. Kann man dagegen Hormone nehmen? Das belastet mich wirklich sehr.

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Als erstes sollten eine Schilddrüsenstörung oder ein Eisenmangel ausgeschlossen werden. Um das Haarwachstum zu unterstützen, gibt es die Möglichkeit, Kombinationspräparate wie Pantovigar anzuwenden, die alle dafür ... [mehr]Als erstes sollten eine Schilddrüsenstörung oder ein Eisenmangel ausgeschlossen werden. Um das Haarwachstum zu unterstützen, gibt es die Möglichkeit, Kombinationspräparate wie Pantovigar anzuwenden, die alle dafür benötigten Nährstoffe enthalten. Bei einem hormonell bedingtem Haarausfall wirken antiandrogene Gestagene gut. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von IGGYP:
Sojaprodukte sollen ja gegen Wechseljahresbeschwerden helfen - man liest, dass etwa japanische Frauen weit weniger damit zu tun hätten. Nützt es denn, mehr Tofu zu essen oder Sojamilch zu trinken, wenn die Beschwerden (Schwitzen, Müdigkeit) schon da sind?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Ja, Sojaprodukte enthalten pflanzliche Östrogene, die leichte Wechseljahresbeschwerden durchaus lindern können. Oftmals ist dies aber nicht ausreichend, dann muss man über mögliche Alternativen wie z. B. ... [mehr]Ja, Sojaprodukte enthalten pflanzliche Östrogene, die leichte Wechseljahresbeschwerden durchaus lindern können. Oftmals ist dies aber nicht ausreichend, dann muss man über mögliche Alternativen wie z. B. eine naturidentische niedrig dosierte Hormonersatztherapie nachdenken. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von NINA:
Ich habe seit Beginn der Menopause ein stärkeres Jucken im Intimbereich. Woran kann das liegen?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Am Ehesten kommt ein Östrogenmangel in Frage. Abhilfe: Örtliche Behandlung im Scheidenbereich mit Östrogencreme. Bei Scheidenbeschwerden evtl. auch östrogenhaltige Zäpfchen.

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von JOLANDA:
Meine Mutter hatte in jüngeren Jahren Brustkrebs - kann ich mich gegen meine Wechseljahresbeschwerden mit Hormonen behandeln lassen oder ist mein Krebsrisiko durch die Erkrankung meiner Mutter zu hoch? Was muss ich beachten, und kommen ggf. natürliche Hormone in Betracht? Ich habe auch von Hormonanwendungen über die Haut gehört.

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Da Ihre Mutter offensichtlich vor der Menopause an Brustkrebs erkrankt ist, besteht bei Ihnen ein leicht erhöhes Risiko, ebenfalls an Brustkrebs zur erkranken. Ob eine Hormontherapie ... [mehr]Da Ihre Mutter offensichtlich vor der Menopause an Brustkrebs erkrankt ist, besteht bei Ihnen ein leicht erhöhes Risiko, ebenfalls an Brustkrebs zur erkranken. Ob eine Hormontherapie für Sie in Betracht kommt, muss kritisch abgewogen werden. Sollten Sie starke Hormonmangelbeschwerden haben, ist auch bei Ihnen eine Hormonersatztherapie möglich, vorzugsweise über die Haut. Vor Beginn einer solchen Therapie sollte eine gründliche gynäkologische Untersuchung und sowohl eine Mammographie als auch eine Mammasonografie erfolgen. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von AU:
Ich bin 47 Jahre alt und hatte vor einigen Jahren eine OP, bei der Eierstöcke und Eileiter entfernt wurden - nicht aber die Gebärmutter. Seitdem leide ich unter Schweißausbrüchen, Stimmungsschwankungen etc. .... Meine Frauenärztin hat mir empfohlen, eine Pille zu nehmen (ich bin Nichtraucherin und habe Normalgewicht) und meint, dass könne ich problemlos bis 60 machen ... Sehen Sie das ebenfalls so unproblematisch - würden Sie da zustimmen?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Die meisten Pillen enthalten Ethinylestradiol, das ein deutlich höheres Risiko für eine Thrombose, Embolie oder einen Schlaganfall birgt als das Östradiol einer Hormontherapie. Deshalb würde ich ... [mehr]Die meisten Pillen enthalten Ethinylestradiol, das ein deutlich höheres Risiko für eine Thrombose, Embolie oder einen Schlaganfall birgt als das Östradiol einer Hormontherapie. Deshalb würde ich in Ihrer Situation die Hormontherapie zur Linderung der Wechseljahrsbeschwerden bevorzugen, da Sie hiermit wesentlich geringere Risiken haben. Eine Östrogengabe über die Haut in Kombination mit natürlichem Progesteron erhöht das Risiko für eine Thrombose, Embolie oder einen Schlaganfall dagegen nicht. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von HEDDA:
Ich verhüte mit der Hormonspirale, habe also keine Blutung. Wie merke ich, dass die Wechseljahre einsetzen?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Zur Abklärung der Eierstocksfunktion unter der Hormonspirale kann entweder ein Hormonspiegel oder auch die Beurteilung der Eierstöcke im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung weiterhelfen. Vor allem wenn klinische ... [mehr]Zur Abklärung der Eierstocksfunktion unter der Hormonspirale kann entweder ein Hormonspiegel oder auch die Beurteilung der Eierstöcke im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung weiterhelfen. Vor allem wenn klinische Wechseljahresbeschwerden auftreten, ist eine weiterführende Abklärung zu empfehlen. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von MONI:
Ich bin erst 38 Jahre alt und habe drei Kinder (16, 10 und 4 Jahre alt). Mein Mann hat nach dem letzten Kind dafür gesorgt, dass wir nicht mehr verhüten müssen. Also nehme ich keine Pille und habe auch keine Spirale. Seit einigen Monaten habe ich starke Stimmungsschwankungen und fühle mich "aufgebläht" ... kann das mit meinen Hormonen zusammen hängen?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ja, das kann mit Ihren Hormonen zusammenhängen, kann aber auch andere Ursachen haben. Wenden Sie sich bitte an Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin, um Ihre homonelle ... [mehr]Ja, das kann mit Ihren Hormonen zusammenhängen, kann aber auch andere Ursachen haben. Wenden Sie sich bitte an Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin, um Ihre homonelle Situation überprüfen zu lassen. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von THOMAS:
Betrifft die sexuelle Unlust nur die Frau, oder kann man das auch auf den Mann replizieren?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Ja, auch bei Männern gibt es eine sexuelle Unlust - meist stark von der Psyche abhängig. Männer sind sehr häufig durch äußere Belastungen (Beruf, Stress) beeinträchtigt. ... [mehr]Ja, auch bei Männern gibt es eine sexuelle Unlust - meist stark von der Psyche abhängig. Männer sind sehr häufig durch äußere Belastungen (Beruf, Stress) beeinträchtigt. In den Zeiten der dynamischen, jungen, fordernden Frauen haben wir Männer es ja auch schwer ;-). [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von KUPP:
Ich habe seit 25 Jahren den gleichen Frauenarzt. Wenn ich hinkomme, macht er Routine-Untersuchungen. Wenn ich mit ihm über meine abnehmende Lust auf Sex sprechen will, sagt er einfach nur "Das ist normal", geht aber mitnichten auf mich ein. Was raten Sie mir? Arzt wechseln? Oder kann mir da wirklich keiner helfen?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ich denke, Sie sollten sich einen anderen Frauenarzt (bzw. -ärztin) suchen, der sich mehr Zeit für Ihre Fragen und Probleme nimmt. Es stimmt, dass die abnehmende ... [mehr]Ich denke, Sie sollten sich einen anderen Frauenarzt (bzw. -ärztin) suchen, der sich mehr Zeit für Ihre Fragen und Probleme nimmt. Es stimmt, dass die abnehmende Lust mehr oder weniger normal ist, aber es gibt Hilfe, etwa eine hormonelle Therapie. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von BABSI:
Ich bin Anfang 50 und mitten im Wechsel. Vor allem die Wassereinlagerungen in den Beinen stören mich sehr, und ich habe teils ziemliche Schmerzen am Abend. Morgens ist alles weg, ab Mittag geht es wieder los... Ich möchte aber keine Hormone nehmen, wie mir meine Frauenärztin vorschlägt. Was kann ich noch tun gegen diese Beinbeschwerden? Sport, pflanzliche Mittel? Sützstrümpfe mag ich nicht und sie helfen ja auch nur momentan...

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Die geschilderten Symptome deuten auf einen Mangel an Gelbkörperhormonen (Progesteron) hin. Neben Sport und Wechselbädern könnte hier auch auf die pflanzliche Substanz Mönchspfeffer (Agnus Castus) zurückgegriffen ... [mehr]Die geschilderten Symptome deuten auf einen Mangel an Gelbkörperhormonen (Progesteron) hin. Neben Sport und Wechselbädern könnte hier auch auf die pflanzliche Substanz Mönchspfeffer (Agnus Castus) zurückgegriffen werden. Sollte dies nicht den gewünschen Erfolg bringen, ist die Einnahme des natürlichen Gelbkörperhormons - passend zu der Empfehlung Ihrer Frauenärztin - möglich. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von LINDA:
Hormone an sich habe ich mein Leben lang abgelehnt. Also keine Pille, keine Hormonspirale und Co. Jetzt bin ich 49 Jahre und wappne mich für die Wechseljahre. Welche "alternativen" Methoden helfen? Sind Sport, gesunde Ernährung und z.B. Johanniskraut empfehlenswert?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Gesunde Ernährung und körperliche Bewegung können Hitzewallungen und Schlafstörungen gut lindern. Johanniskraut oder auch Passionsblume und Baldrian sind stimmungsausgleichend und helfen beim Einschlafen.

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von INGA:
Nach einer Brustkrebsoperation bekomme ich Anti-Östrogen-Tabletten. Ich habe eine sehr trockene Scheidenschleimhaut, und die gängigen Cremes helfen nicht. Mache ich etwas falsch?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Leider haben die Anti-Östrogen-Tabletten auch einen negativen Effekt auf die Scheidenschleimhaut. Die aktuellen Richtlinien besagen, dass in diesen Fällen durchaus eine niedrig-dosierte, vaginale Hormonapplikation angewendet werden ... [mehr]Leider haben die Anti-Östrogen-Tabletten auch einen negativen Effekt auf die Scheidenschleimhaut. Die aktuellen Richtlinien besagen, dass in diesen Fällen durchaus eine niedrig-dosierte, vaginale Hormonapplikation angewendet werden könnte (z. B. Oekolp). Bitte sprechen Sie hierzu Ihre behandelnde Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen an. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von LA:
Ich bin 49 Jahre und hatte früher einen regelmäßigen Zyklus. Nun habe ich oft wochenlang Blutungen, was super nervt. Was soll ich tun?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Nach Ihrer Schilderung könnte es sich am ehesten um einen Progesteronmangel handeln. Ich rate Ihnen, dies mit Ihrem Frauenarzt zu besprechen und eventuell ein natürliches Progesteron ... [mehr]Nach Ihrer Schilderung könnte es sich am ehesten um einen Progesteronmangel handeln. Ich rate Ihnen, dies mit Ihrem Frauenarzt zu besprechen und eventuell ein natürliches Progesteron in der zweiten Hälfte des Zyklus' einzunehmen. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von WO:
Meine Ärztin sagt, mein Übergewicht (165 cm/89 Kilo) verstärkt meine Wechseljahresbeschwerden, und sie rät mir dringend abzuspecken. Sehen auch Sie einen Zusammenhang?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ja, dieser Zusammenhang ist gesichert. Auch ich kann Ihnen nur raten, Ihre Essgewohnheiten zu ändern, langsam abzunehmen und mehr Sport zu treiben.

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von ELLA:
Heißhunger ist mein ständiger Begleiter, seit ich in den Wechseljahren bin. Was hilft?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Kohlenhydratreiche Mahlzeiten lösen gerade in den Wechseljahren häufig Heißhungerattacken aus, so dass man eine gesunde, ausgewogene und proteinreiche Ernährung bevorzugen sollte.

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von FITFORSAIL:
Was kann man gegen die Schweissausbrüche unternehmen? Ich habe eine extreme Form und muss mich bis zu 3-mal am Tag umziehen. Hormone vertrage ich nicht sehr gut.

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
In der Regel hilft eine individuell angepasste und dosierte Hormonersatztherapie gut bei Schweißausbrüchen und Hitzewallungen in den Wechseljahren. Vielleicht gibt es für Sie noch eine geeignetere ... [mehr]In der Regel hilft eine individuell angepasste und dosierte Hormonersatztherapie gut bei Schweißausbrüchen und Hitzewallungen in den Wechseljahren. Vielleicht gibt es für Sie noch eine geeignetere Form der hormonellen Therapie. Wichtig sind auch Veränderungen in der Lebensführung, z. B. mehr Sport treiben, Gewicht abnehmen, nicht rauchen. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von RESI:
Woher weiß ich, ob ich (48) schon in den Wechseljahren bin? Meine Ärztin sagt, ein Hormonstatus gebe immer nur ein kurzfristiges Bild und sei wenig aussagekräftig. Ich solle lieber regelmäßig zum Ultraschall kommen...

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Der Aussage Ihrer Ärztin kann ich nur bedingt zustimmen. In den beginnenden Wechseljahren können zwar durchaus schwankende Hormonwerte auftreten, dennoch ist als Basisdiagnostik ein Hormonspiegel (am ... [mehr]Der Aussage Ihrer Ärztin kann ich nur bedingt zustimmen. In den beginnenden Wechseljahren können zwar durchaus schwankende Hormonwerte auftreten, dennoch ist als Basisdiagnostik ein Hormonspiegel (am besten in der mittleren 2. Zyklusphase = ca. 21. Zyklustag) hilfreich. Der Ultraschall ist sicherlich wichtig, aber in Bezug auf die Wechseljahressituation nur bedingt aussagekräftig. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von VERENA:
Hat denn die jahrelange Einnahme der Pille einen Einfluss auf den Zeitpunkt des Eintritts der Wechseljahre?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Nein.

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von HANNE:
Ich habe starke Wechseljahresbeschwerden, vor allem Hitzewallungen und Schlafstörungen. Da ich unter 50 bin, will mir mein Frauenarzt keine Hormone geben. Er schlägt pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer vor. Hilft das, und welche pflanzlichen Wirkstoffe gibt es noch, mit denen man Erfahrung hat?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Aus meiner Sicht ist die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden nicht an eine Altersgrenze gebunden. Neben Mönchspfeffer können auch Rotklee oder sogenannte Phytoöstrogene eine pflanzliche Alternative bieten.

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von GOLDMARIE:
Da ich Betablocker nehmen muss, sind mein Blutdruck und mein Puls recht niedrig. Werden die Werte in den Wechseljahren noch weiter absinken oder sind hier keine Wechselwirkungen zu erwarten?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Mit sinkenden Östrogenspiegeln steigt häufig auch der Blutdruck an, sodass nicht zu erwarten ist, dass der Blutdruck bei Ihnen in den Wechseljahren weiter absinken wird.

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von STEFFI:
Werden Präparate einer Hormonersatztherapie von den Kassen bezahlt?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Ja.

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von HILLU:
Stimmt es, dass die Einnahme von Hormonen gegen Wechseljahresbeschwerden Krebs verursachen kann?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Nein, das kann man so nicht sagen. Es gibt viele Studien, die sich mit dem Risiko von Brustkrebs unter Hormontherapie befasst haben und befassen. Bisher ist ... [mehr]Nein, das kann man so nicht sagen. Es gibt viele Studien, die sich mit dem Risiko von Brustkrebs unter Hormontherapie befasst haben und befassen. Bisher ist man der Meinung, dass Hormone Brustkrebs nicht verursachen, aber evtl. das Wachstum eines vorhandenen Tumors fördern können. Wenn überhaupt, gibt es nur eine minimale Risikoerhöhung. Als gesichert gilt, dass die Hormonersatztherapie das Risiko für Darmkrebs vermindert. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von WEINTRAUT:
Durch eine totale Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken bin ich sehr früh (48) in die Wechseljahre gekommen. Ich hatte seither nie mehr die gleichen Lustempfindungen wie vorher. Gibt es da einen Zusammenhang?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Es gibt einen Zusammenhang durch das Fehlen von Östrogen und Gestagen - evtl. ist auch der Testosteronspiegel etwas abgesunken. Lokale Beschwerden könnten durch die lokale Zufuhr ... [mehr]Es gibt einen Zusammenhang durch das Fehlen von Östrogen und Gestagen - evtl. ist auch der Testosteronspiegel etwas abgesunken. Lokale Beschwerden könnten durch die lokale Zufuhr von Östrogenen (Zäpfchen, Creme) in die Scheide behandelt werden. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von LILA:
Ich habe gelesen, wenn man "verschlackt" ist, soll man sich basischer ernähren, um Wechseljahresbeschwerden einzugrenzen. Ist das ein Pharma-Gag oder ist da was Wahres dran?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Eine Übersäuerung des Körpers kann durchaus zur Bildung sogenannter freier Radikale führen, die sogenannte Antioxidative Kapazität reduziert sich. Dies kann tatsächlich klassische Wechseljahresbeschwerden verstärken. Insofern ist ... [mehr]Eine Übersäuerung des Körpers kann durchaus zur Bildung sogenannter freier Radikale führen, die sogenannte Antioxidative Kapazität reduziert sich. Dies kann tatsächlich klassische Wechseljahresbeschwerden verstärken. Insofern ist eine basische Enährung dann schon sinnvoll, ebenso wie eine Unterstützung durch sogenannte Antioxidantien. Parallel hierzu ist aber auf jeden Fall auch auf ausreichend Bewegung, Schlaf und Regenerationsphasen zu achten. [weniger]

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von SIGLINDE:
Ich denke, ich komme demnächst in die Wechseljahre, mein Zyklus wird immer unregelmäßiger. Ich habe gelesen, dass es bei der Sexualität Probleme geben kann, es wurde aber nicht weiter ausgeführt. Welche Probleme könnten das sein, und was kann man dagegen tun?

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
Mit zunehmendem Östrogenmangel kann die Scheide trockener und empfindlicher werden. Gleicht man diesen Östrogenmangel mit einer Creme oder Zäpfchen aus, verschwinden die Beschwerden recht schnell.

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von MANU:
Gibt es auch Wechseljahre bei Männern? Mein Mann ist 55 Jahre alt, und seit etwa 2-3 Jahren habe ich das Gefühl, dass er starke Stimmungsschwankungen hat und Hitzewallungen und, und, und. Wenn ja, hätten Sie da auch einen Tipp? Zu welchem Arzt kann ich ihn schicken? Er ist, wenn man das Thema anspricht, etwas genervt ...

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Selbstverständlich sind auch bei Männern Wechseljahre präsent, jedoch weniger bewusst. Während bei Frauen die Eierstocksfunktion nachlässt, kommt es bei Männern zum Nachlassen der Gonadenfunktion (Hormonproduktion in ... [mehr]Selbstverständlich sind auch bei Männern Wechseljahre präsent, jedoch weniger bewusst. Während bei Frauen die Eierstocksfunktion nachlässt, kommt es bei Männern zum Nachlassen der Gonadenfunktion (Hormonproduktion in den Hoden). Dies kann durchaus dann auch zu Wechseljahresbeschwerden bei Männern führen. Der richtige Ansprechpartner hierfür ist ein endokrinologisch versierter Urologe / Androloge. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von ELVIRA:
Wenn man der Werbung Glauben schenkt, scheint eine trockene Scheidenschleimhaut mit den entsprechenden Gels gut behandelbar. Doch bringt diese lokale Anwendung wirklich etwas, wenn sich das Gewebe zurückbildet? Oder muss man zu Alternativen greifen, damit man dem Partner auch weiterhin "Interesse" signalisieren kann und keine Schmerzen hat?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
In der Werbung werden sehr häufig reine Feuchtigkeitscremes beworben. Diese bewirken lediglich für einen kurzen Zeitraum eine Befeuchtung der Scheidenschleimhaut. Die Ursache der trockenen, empfindlichen Schleimhaut ... [mehr]In der Werbung werden sehr häufig reine Feuchtigkeitscremes beworben. Diese bewirken lediglich für einen kurzen Zeitraum eine Befeuchtung der Scheidenschleimhaut. Die Ursache der trockenen, empfindlichen Schleimhaut liegt aber meist in einem Östrogenmangelzustand. Hier können lokal applizierbare Östrogencremes oder Zäpfchen Abhilfe schaffen. Durch eine Verbesserung der Durchblutung kehrt auch die Empfindsamkeit und damit die Lust wieder zurück! [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von ULRIKE5454:
Kann man Gynokadin jederzeit absetzen und wieder anfangen?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Grundsätzlich kann man Gynokadin-Gel absetzen und auch wieder anfangen. Das Absetzen sollte aber nicht abrupt, sondern durch langsame Dosisreduktion über einige Wochen oder sogar Monate erfolgen.

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von OSTERHASE:
Mein Arzt sagt, wir fangen jetzt an mit einem natürlichen Progesteron. Kann es sein, dass ich dann gar keine Östrogene mehr brauche?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Der Körper benötigt Östrogen und Gestagen. Wenn die Östrogene entsprechend niedrig sind, sollten Sie ebenfalls ergänzt werden. Am Beginn der Wechseljahre fängt man häufig mit einem ... [mehr]Der Körper benötigt Östrogen und Gestagen. Wenn die Östrogene entsprechend niedrig sind, sollten Sie ebenfalls ergänzt werden. Am Beginn der Wechseljahre fängt man häufig mit einem Progesteron an, um es gegebenenfalls später durch Östrogen zu ergänzen. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von SOPHIE:
Die Wechseljahre haben bei mir schon begonnen und ich leide seit Wochen unter sexueller Unlust. Macht es Sinn, einen Homöopathen zu konsultieren oder einen Termin beim Heilpraktiker zu vereinbaren?

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Sicherlich ist ein Homöopath oder ein Heilpraktiker eine mögliche Anlaufstelle, ich würde jedoch auf jeden Fall auch ein Gespräch mit Ihrer Gynäkologin / Ihrem Gynäkologen empfehlen.

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von ANNALENA:
Ich möchte eine Hormontherapie machen, können Sie mir sagen, wie das genau abläuft? Wie lange nimmt man die Hormone? Nur kurz oder über einen längeren Zeitraum?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Eine Hormontherapie in den Wechseljahren bzw. in der Menopause erstreckt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum, das heißt einige Jahre. Es gibt grundsätzlich eine ... [mehr]Eine Hormontherapie in den Wechseljahren bzw. in der Menopause erstreckt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum, das heißt einige Jahre. Es gibt grundsätzlich eine lokale Hormontherapie und eine systemische Hormontherapie. Was für Sie richtig ist, hängt von Ihren Beschwerden ab. Sie sollten deshalb Ihren Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin darauf ansprechen. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von TANJA_P:
Können Östrogene alleine eingenommen werden, oder sollten immer Gestagene mitverordnet werden?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Wenn Sie noch eine Gebärmutter haben, dann sollten Sie zum Östrogen auch ein Gestagen einnehmen (um die Gebärmutterschleimhaut zu schützen).

Dr. med. Claudia Wöhler
Dr. med. Claudia Wöhler,
niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Leiterin des gynäkologischen Qualitätszirkels "Englischer Garten".

Frage von BETTINA:
Ich bin seit ca. 2 Jahren in der Menopause und habe in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Ich ernähre mich aber nicht anders als vor den Wechseljahren und mache auch nicht mehr oder weniger Sport. Was kann ich tun? Ich will nicht dick werden!

Antwort von Dr. med. Claudia Wöhler:
In den Wechseljahren stellt sich der Stoffwechsel um, so dass man leider viel leichter zunimmt. Sie machen schon genau das, was man empfiehlt, nämlich Sport. Es ... [mehr]In den Wechseljahren stellt sich der Stoffwechsel um, so dass man leider viel leichter zunimmt. Sie machen schon genau das, was man empfiehlt, nämlich Sport. Es ist auch hilfreich, abends auf kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu verzichten. Mit dem Östrogenmangel nimmt man an Gewicht zu, trotzdem ist das laut Leitlinie keine Indikation für eine Hormontherapie. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von MARIANNE:
Kann mit einer Hormonersatztherapie das Einstellen einer unregelmäßigen Regelblutung erzielt werden? Und wenn ja, ist das empfehlenswert?

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Ja, mit einer Hormonersatztherapie können Blutungsstörungen behandelt werden, insbesondere bei zu starken und zu häufigen Blutungen ist das sinnvoll. Allerdings ist eine vorausgehende gründliche gynäkologische Untersuchung ... [mehr]Ja, mit einer Hormonersatztherapie können Blutungsstörungen behandelt werden, insbesondere bei zu starken und zu häufigen Blutungen ist das sinnvoll. Allerdings ist eine vorausgehende gründliche gynäkologische Untersuchung erforderlich. [weniger]

Dr. med. Marc Schmidt
Dr. med. Marc Schmidt,
niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, München.

Frage von JULE C.:
Ich bin 46 Jahre alt und leide seit gut einem Jahr an starken Wassereinlagerungen in den Beinen und um den Bauch herum, teils habe ich auch starkes Brustspannen. Meine Ärztin sagt, dass dem ein Progesteronmangel zugrunde liegt. Was kann man gegen die sehr störenden Wassereinlagerungen in den Beinen und am Bauch tun - manchmal brauche ich eine Hosengröße mehr, am nächsten Tag ist alles wieder weg... Ich fühle mich sehr unwohl...

Antwort von Dr. med. Marc Schmidt:
Die klinischen Symptome deuten aus meiner Sicht ebenfalls auf einen Progesteronmangel hin. Als pflanzliche Therapieoption könnte man zunächst Mönchspfeffer (Agnus castus) versuchen. Sollte dies nicht den ... [mehr]Die klinischen Symptome deuten aus meiner Sicht ebenfalls auf einen Progesteronmangel hin. Als pflanzliche Therapieoption könnte man zunächst Mönchspfeffer (Agnus castus) versuchen. Sollte dies nicht den gewünschten Erfolg bringen, könnte natürliches Progesteron in der 2. Zyklushälfte (200 mg, 15. - ca. 25. Zyklustag) eingenommen werden. [weniger]

Dr. med. Jens Herold
Dr. med. Jens Herold,
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in München, Gründer und Leiter der GESMOS e.V. (Gesellschaft für Studium und Therapie der Menopause und Osteoporose).

Frage von EICHIKO:
Ich bin 54 Jahre alt, hatte 2002 eine Uterusentfernung (Eierstöcke noch vorhanden) und leide seitdem unter sehr starken Hormonschwankungen, insbesondere Hitzewallungen. Mir wurden Hormonpflaster verordnet - Estratot 100 minimiert bis heute auf 50. Ich kann durch die Hormongabe allerdings nicht bemerken, dass sich mein Sexualleben verbessert, die Hitzerwallungen sind eingeschränkt. Welche Möglichkeit gibt es, um von diesen Hormonen weg zu kommen und sexuell aktiver zu sein?

Antwort von Dr. med. Jens Herold:
Das Auslassen von Hormonen wird eher Ihre Hitzewallungen verstärken und auch die lokalen Beschwerden im Scheidenbereich nicht verbessern. Wenn Sie sexuell aktiver sein wollen, ohne Beschwerden ... [mehr]Das Auslassen von Hormonen wird eher Ihre Hitzewallungen verstärken und auch die lokalen Beschwerden im Scheidenbereich nicht verbessern. Wenn Sie sexuell aktiver sein wollen, ohne Beschwerden zu haben, so bietet es sich an, lokale Östrogene (z.B. Ökolp) entweder in Creme- oder in Zäpfchenform zu verwenden. Hierbei handelt es sich um eine lokale Behandlung der Scheide. Wenn Sie keine Hormone mehr nehmen wollen, so könnten Sie versuchen, mit pflanzlichen Mitteln, z.B. Cimicifuga, zu behandeln. Erfahrungsgemäß wird dies keinen so großen Erfolg bringen. [weniger]

Dr. med. Eva Göpfert
Dr. med. Eva Göpfert,
Hormon- und Stoffwechseltherapeutin, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Gemeinschaftspraxis, München.

Frage von SILKE111:
Ab wann kann man denn eine Hormontherapie machen? Ich bin jetzt 47 Jahre alt und zwar erst seit Kurzem in den Wechseljahren, aber die Schweißausbrüche sind enorm und ich geniere mich. Ich will gar nicht daran denken, wie das erst im Sommer ist...

Antwort von Dr. med. Eva Göpfert:
Sie können eine Hormontherapie machen, wenn Sie Beschwerden haben, die Ihre Lebensqualität beeinträchtigen, d.h. bereits zum jetzigen Zeitpunkt. Bitte wenden Sie sich dafür an Ihren Frauenarzt ... [mehr]Sie können eine Hormontherapie machen, wenn Sie Beschwerden haben, die Ihre Lebensqualität beeinträchtigen, d.h. bereits zum jetzigen Zeitpunkt. Bitte wenden Sie sich dafür an Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin. [weniger]

Moderator:
Liebe User, wir danken Ihnen herzlich für Ihre Teilnahme an unserem Chat zum Thema "Wechseljahre". Heute gab es viele spannende Fragen, die jedoch wegen der regen Teilnahme leider nicht alle beantwortet werden konnten. Wir hoffen aber, dass Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche dabei war. Schauen Sie doch gerne bei einem unserer nächsten Live-Chats wieder herein. Auf Wiedersehen und einen schönen Abend!