23.01.2014:

Rücken

Wenn Rückenschmerzen nicht unmittelbar vom Rücken kommen


Sie leiden an Rückenschmerzen und können sich kaum noch bewegen?
Sie haben schon sämtliche Behandlungsmethoden in Betracht gezogen und nichts hilft?
Ihr behandelnder Arzt sagt vielleicht sogar, es sei psychisch?


Dann sollten Sie eine andere Ursache für die Beschwerden in Betracht ziehen. Denn für etwa 25 Prozent aller chronischen Rückenschmerzen könnte eine Störung des Iliosakral-Gelenks verantwortlich sein. Das völlig unscheinbare Gelenk befindet sich am Übergang vom Rücken zum Becken – und kann schlimmstenfalls für starke Rücken- und Leisten- beziehungsweise Beinschmerzen sorgen. Dies kann zu extremen Einschränkungen im Alltag führen. Weil diese Beschwerden oft nicht dem Iliosakral-Gelenk zugeordnet werden, kann dies für die Betroffenen einen längeren Leidensweg als nötig bedeuten. Was weist darauf hin, dass Rückenschmerzen die Folge einer Störung oder Blockade im Iliosakral-Gelenk sind? Warum ist die Diagnose solcher Beschwerden so schwierig? Was kann passieren, wenn Patienten fälschlicherweise auf andere Ursachen als das Iliosakral-Gelenk behandelt werden? Was ist das Besondere an der neuen operativen Methode zur Behandlung der Beschwerden im Iliosakral-Gelenk? Gibt es bereits Erfahrungsberichte von Patienten, die die Operation haben durchführen lassen?

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen beim Chat zum Thema "Rücken". Wir freuen uns auf Ihre Fragen, wir sind bereit.

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von SOMMER:
Ich hatte vom 15.12.13 an ca. 3 Wochen eine Blockade im Iliosakralgelenk und war nicht in Behandlung. Weiß jedoch, dass dort etwas nicht ok ist, wurde 2008 festgestellt. Ich habe es mit Voltarentabletten und Ruhe behandelt. Es geht heute wieder besser, aber noch ist nicht alles wieder gut. Bin mit Bewegungen sehr vorsichtig. Was sollte ich machen, damit ich Ruhe habe? Wie sollte die Behandlung aussehen?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Eine genaue klinische und eventuell radiologische Untersuchung mit Interpretation der Untersuchungsergebnisse durch einen Wirbelsäulenspezialisten ist absolut notwendig, damit Sie in Zukunft nicht noch mehr Probleme bekommen. ... [mehr]Eine genaue klinische und eventuell radiologische Untersuchung mit Interpretation der Untersuchungsergebnisse durch einen Wirbelsäulenspezialisten ist absolut notwendig, damit Sie in Zukunft nicht noch mehr Probleme bekommen. Die Bewegung und die täglichen Übungen sind absolut notwendig, um Gelenksprobleme in den Griff zu bekommen. Das Iliosakralgelenksproblem ist ein solches Gelenksproblem. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von ISG-SCHMERZ:
Ich wurde vor einem Jahr mit der DIANA-Methode operiert, für mich war der Eingriff erfolgreich, bin jetzt endlich schmerzfrei. Trotz Fusion bin ich in meinen Bewegungen nicht eingeschränkt, treibe Sport. Nun habe ich mit der anderen Seite Probleme, was Sport unmöglich macht und andere alltägliche Dinge. Ist es sinnvoll, die andere Seite auch zu operieren? Wenn diese so wird wie die andere, gibt es für mich als Patient nur ein klares Ja. Natürlich befinde ich mich damit schon in Behandlung.

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
In weniger als zehn Prozent der Fälle ist eine beidseitige Operation der Kreuzdarmbeingelenke erforderlich. Da Sie die Symptome aus der Zeit vor der Operation kennen, ist ... [mehr]In weniger als zehn Prozent der Fälle ist eine beidseitige Operation der Kreuzdarmbeingelenke erforderlich. Da Sie die Symptome aus der Zeit vor der Operation kennen, ist es bei gleichen Beschwerden wahrscheinlich, dass diese wieder vom Kreuzdarmbeingelenk ausgehen, nur eben von der anderen Seite. Auch wenn die Operation der Gegenseite erfolgreich verlaufen ist, würde ich trotzdem versuchen, die konservative Therapie voll auszuschöpfen, bevor Sie an eine weitere Operation denken. Nachteile, die aus einer beidseitigen Versteifung der Kreuzdarmbeingelenke entstehen, wurden bisher nicht beobachtet. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von ENGEL DER STARKE:
Ich leide seit Jahren an Schmerzen im Rücken. Die Schmerzen ziehen vom Rücken abwechselnd in beide Beine. Die Schmerzen sind manchmal so stark, das die Beine einfach wegknicken. Oft sind auch beide Beine davon betroffen. Spritzenkur beim Orthopäden, Kur, Massage, Wärmebehandlung lindern für kurze Zeit die Schmerzen. Nur Schmerztabletten wie Ibuprofen 600 mehrmals am Tag und Tilidin zur Nacht sorgen für eine gewisse Linderung. Die Schmerzen sorgen auch in der Nacht für einen unruhigen Schlaf. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Stellen Sie sich doch einmal bei einem Kollegen vor. Ich empfehle neben der körperlichen Untersuchung die Durchführung einer MRT der Lendenwirbelsäule, um eine Enge im Rückenmarkskanal ... [mehr]Stellen Sie sich doch einmal bei einem Kollegen vor. Ich empfehle neben der körperlichen Untersuchung die Durchführung einer MRT der Lendenwirbelsäule, um eine Enge im Rückenmarkskanal auszuschließen. Abhängig vom Ergebnis wird der Kollege dann die weitere Therapie festlegen. [weniger]

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von POLLI:
Kann Iboprofen eine Knochenneubildung verhindern oder vermindern?

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Ibuprofen mindert eher die Knochenneubildung, daher wird es derzeit auch prophylaktisch nach Operationen mit künstlichen Gelenken eingesetzt. Deshalb sollte man nach Versteifungsoperationen an der Wirbelsäule auf ... [mehr]Ibuprofen mindert eher die Knochenneubildung, daher wird es derzeit auch prophylaktisch nach Operationen mit künstlichen Gelenken eingesetzt. Deshalb sollte man nach Versteifungsoperationen an der Wirbelsäule auf solche Medikamente wie auch Diclofenac und ähnlichem zunächst für etwa drei Monate verzichten. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von PAKUKI:
Ich (58) leide seit Jahren zunehmend unter den geschilderten Symptomen und werde als LWS-Patientin (Protusion LWK 3/4) beziehungsweise neuerdings unter dem Aspekt einer beginnenden Coxarthrose behandelt. Manuelle Therapie hilft nur kurzfristig, die Schmerzen sind im Liegen am schlimmsten. Laufen kann ich nur noch 20 Minuten, das Anziehen von Schuhen und Strümpfen ist problematisch (Ziehen in der Leiste). Physiotherapeuten vermuten die Ursache im Iliosakralgelenk. Wie kann das sicher diagnostiziert werden?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Ich empfehle Ihnen eine Vorstellung bei einem mit der Problematik erfahrenen Orthopäden oder Neurochirurgen. Dieser kann eine zielgerichtete Diagnostik und eine entsprechende Therapie einleiten. Unter "www.si-diana.de" ... [mehr]Ich empfehle Ihnen eine Vorstellung bei einem mit der Problematik erfahrenen Orthopäden oder Neurochirurgen. Dieser kann eine zielgerichtete Diagnostik und eine entsprechende Therapie einleiten. Unter "www.si-diana.de" können Sie im Internet erfahren, welcher Arzt sich in Ihrer näheren Umgebung mit diesem speziellen Problem intensiv auseinandersetzt. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von KEILI911:
Ich wurde im letzten Mai an der Wirbelsäule operiert, da ich immer wieder Blockierungen am Iliosakralgelenk rechts hatte, so alle drei Wochen. Eine Besserung ist eingetreten, keine Blockierungen mehr. Schmerzen sind aber immer noch vorhanden, immer im ISG rechts. Mein Orthopäde meint, es seien Entzündungen, da könne man nichts machen. Nur für mich ist das keine Lösung, da ich als Feuerwehrmann in Berlin arbeite. Stellenweise strahlen die Schmerzen auch ins rechte Bein aus. Perkutane Bandscheiben-OP L4/5 mit Thermokoagulation.

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Ich würde Ihnen empfehlen, sich bei einem orthopädischen Kollegen vorzustellen, der sich sowohl mit der konservativen als auch der operativen Therapie des Kreuzdarmbeingelenkes besser auskennt. Unter ... [mehr]Ich würde Ihnen empfehlen, sich bei einem orthopädischen Kollegen vorzustellen, der sich sowohl mit der konservativen als auch der operativen Therapie des Kreuzdarmbeingelenkes besser auskennt. Unter www.si-diana.de können Sie im Internet in Erfahrung bringen, welcher fachkundige Arzt sich in Ihrer Nähe befindet. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von BERT:
Ich, männlich, Schlosser, habe seit mehreren Monaten Rückenbeschwerden und bin krankgeschrieben. Keiner der Ärzte oder Physiotherapeuten findet eine Ursache. Ich habe auch schon eine fünfwöchige Kur hinter mir und es ist besser geworden, aber beschwerdefrei bin ich noch nicht. Mein Arzt sagte, dass es psychisch bedingt sein könnte, kann das sein? Was halten Sie von Osteopathen und Chiropraktikern?

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Zur Klärung Ihrer Rückenschmerzen müsste Sie von einem Wirbelsäulenspezialisten, in der Regel einem Orthopäden oder Neurochirurgen, untersucht werden. Bevor die Diagnose einer psychischen Problems gestellt wird, ... [mehr]Zur Klärung Ihrer Rückenschmerzen müsste Sie von einem Wirbelsäulenspezialisten, in der Regel einem Orthopäden oder Neurochirurgen, untersucht werden. Bevor die Diagnose einer psychischen Problems gestellt wird, müssen jedoch alle organischen Ursachen ausgeschlossen werden. Leider wird den Patienten sehr häufig ein psychisches Problem unterstellt, weil keine wirkliche Ursachenforschung betrieben wird. Osteopathen und Chiropraktiker können Wirbelsäulenpatienten mit Ihrer Behandlung häufig sehr gut helfen; insofern können Sie sich auch einmal bei einem Osteopathen vorstellen; allerdings wird die Behandlung in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von JONAS-STU:
Habe seit einigen Monaten starke Beschwerden im Bereich des Lendenwirbels + Schmerzen im Bein. Die monatelange Behandlung mit Krankengymnastik/Chirotherapie brachte nur mäßige Besserung. Die dauerhaften, massiven Schmerzen sind besser geworden, jedoch habe ich weiterhin häufig Schmerzen im Rücken und Bein. Mit welchen Verfahren lassen sich Probleme im Iliosakral-Gelenk diagnostizieren? Wie findet man einen Facharzt, der sich mit Diagnose und Behandlung dieser Beschwerden auskennt?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
In der Regel kennt sich jeder Orthopäde mit der Diagnostik und Therapie am Iliosakralgelenk aus, ebenso Kollegen anderer Fachrichtungen, die sich auch mit der Behandlung von ... [mehr]In der Regel kennt sich jeder Orthopäde mit der Diagnostik und Therapie am Iliosakralgelenk aus, ebenso Kollegen anderer Fachrichtungen, die sich auch mit der Behandlung von Wirbelsäulen-Erkrankungen beschäftigen. Spezifische klinische Tests als auch Infiltrationen unter Röntgen- oder CT-Kontrolle helfen hier, Probleme am ISG zu diagnostizieren. Sprechen Sie doch den Kollegen vor Ort auf Ihr Problem an. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von LOLA:
Welche Rehaklinik oder Therapie ist empfehlenswert, wenn man an den Beschwerden leidet, die hier beschrieben werden? Ich bin seit 2008 in Behandlung - bisher leider ohne Erfolg. Ein Reha-Antrag ist in Vorbereitung.

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Bei der Auswahl der Rehabilitationsklinik ist es wichtig darauf zu achten, dass die Therapeuten vor Ort eine fundierte Ausbildung in manueller Therapie und/oder Osteopathie besitzen. Entsprechend ... [mehr]Bei der Auswahl der Rehabilitationsklinik ist es wichtig darauf zu achten, dass die Therapeuten vor Ort eine fundierte Ausbildung in manueller Therapie und/oder Osteopathie besitzen. Entsprechend würde ich renommierte Kliniken mit einer großen physikalischen Abteilung bevorzugen. Neben physiotherapeutischen Maßnahmen empfehle ich meinen Patienten gegebenenfalls das Tragen einer ISG-Orthese. Lokale Einspritzungen in und um das Gelenk mit einem Kortison in Kombination mit einem Schmerzmittel in bestimmten zeitlichen Abständen können die Beschwerden ebenfalls deutlich lindern. Bei ausbleibendem Erfolg besteht noch die Möglichkeit, die schmerzleitenden Nervenfasern mit Kälte oder Hitze zu veröden. Erst wenn "alle Stricke reißen" und keine konservativen Therapiemaßnahmen mehr helfen, sollte über eine Operation nachgedacht werden. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von KARIN:
Meine Schmerzen: die rechte Seite von der Taille über das ganze Becken, Ausstrahlung bis ins Fußgelenk. Behandlungen bisher: mehrere manuelle Therapien. Am 30.01.14 habe ich erneut einen Termin beim Orthopäden. Was kann ich ihm sagen, worauf er achten soll? Ist eine MRT nötig? Gibt es andere Behandlungsmöglichkeiten als die bisherigen? Was empfehlen Sie mir?

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Zur weiteren Klärung und Behandlung empfehle ich folgende Maßnahmen: MRT der Lendenwirbelsäule, gegebenenfalls CT des Sacrums, gegebenenfalls Behandlung bei einem Osteopathen, Infiltrationen in Facettgelenke und/oder ... [mehr]Zur weiteren Klärung und Behandlung empfehle ich folgende Maßnahmen: MRT der Lendenwirbelsäule, gegebenenfalls CT des Sacrums, gegebenenfalls Behandlung bei einem Osteopathen, Infiltrationen in Facettgelenke und/oder das rechte Iliosakralgelenk. [weniger]

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von SIEBENGESTEIN:
Laut MRT habe ich einen Massenprolabs und eine hochgradige Wirbelsäulenkanalverengung. Ich kann mich gut bewegen, nur es kribbelt mir in den Beinen. Ich bekomme Krankengymnastik. Außerdem knackt es im Rücken immer dann, wenn beim Laufen das rechte Bein nach hinten geht. Mir wurde gesagt, man könne nichts dagegen machen. Ich mag kaum noch laufen, es tut zwar nicht weh, aber ich höre es bis in den Kopf knacken. Ist es vielleicht das Iliosakral-Gelenk?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Bei einer Spinalkanaleinengung und Massenbandscheibenvorfall wäre die geeignete Therapie bei Vorhandensein von entsprechenden Symptomen die operative Therapie. Wenn die neuralen Strukturen Schaden nehmen, wird die operative ... [mehr]Bei einer Spinalkanaleinengung und Massenbandscheibenvorfall wäre die geeignete Therapie bei Vorhandensein von entsprechenden Symptomen die operative Therapie. Wenn die neuralen Strukturen Schaden nehmen, wird die operative Therapie auch keinen Effekt bringen. Das Knacken deutet eher auf eine Instabilität hin, die etwa mit einer Funktionsaufnahme der LWS und Spiral-CT untersucht werden müsste. Dabei kann man zusammen mit den Ergebnissen der neurologischen und orthopädischen Untersuchungen feststellen, welche Probleme vorhanden sind und ob die Iliosakralgelenke auch für die Symptomatik verantwortlich beziehungsweise mitverantwortlich sind. [weniger]

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von CHRIS H.:
Seit Oktober 2002 Schmerzen beim Sitzen in der Leistengegend und rechtsseitig im Unterbauch und Ziehen in den rechten Oberschenkel. Orthopäden/Urologen/Gynokologen/Chirurgen und Internisten wurden konsultiert, ohne Ergebnis. Hyaluronsäurespritzen wurden im Oktober 2012 verabreicht. Können Sie mir weiterhelfen?

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Wenn Hyaloronsäure gespritzt wurde, gehe ich davon aus, dass das Hüftgelenk versorgt wurde. Die Beschwerden könnten auch vom ISG kommen. Um die Hüfte und das ISG ... [mehr]Wenn Hyaloronsäure gespritzt wurde, gehe ich davon aus, dass das Hüftgelenk versorgt wurde. Die Beschwerden könnten auch vom ISG kommen. Um die Hüfte und das ISG als Ursache auseinander dividieren zu können, würde ich - natürlich ohne weitere Kenntnis der vorhandenen Bilder und des Untersuchungsbefundes - diese unabhängig voneinander mit einem Betäubungsmittel anspritzen und dann schauen, ob und in welchem Ausmaß eine Schmerzlinderung eintritt. Wenn dies nichts hilft, kommen auch die Facettgelenke der oberen Lendenwirbelsäule als Schmerzursache in Frage. Letztlich ist die Frage ohne weitere Kenntnisse über Bilder und Befund leider nicht zu beantworten. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von MANNE:
Seit 4 Jahren leidet mein Mann unter plötzlich auftretenden, extrem starken Schmerzen im linken Bein, zwischen Wade und Fußgelenk. Es wird alles taub, er kann dann kaum noch gehen. Nach einer Arzt-Odyssee einigten sich die Experten auf Mononeuropathie. Seither nimmt er Epileptika, die den Nervenschmerz unterdrücken. Klappt mal mehr, mal weniger. Kann auf Dauer aber keine Lösung sein. Kann bei ihm dieses Iliosakral-Gelenk betroffen sein? Wohin kann er sich wenden?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Schmerzen, die vom Kreuzdarmbeingelenk ausgehen, können sich durchaus als Schmerzfeld am äußeren Unterschenkel widerspiegeln. In der Regel gehen diese Beschwerden aber lediglich mit einem Kribbeln, ähnlich ... [mehr]Schmerzen, die vom Kreuzdarmbeingelenk ausgehen, können sich durchaus als Schmerzfeld am äußeren Unterschenkel widerspiegeln. In der Regel gehen diese Beschwerden aber lediglich mit einem Kribbeln, ähnlich wie beim "Ameisenlaufen", einher. Eine regelrechte Taubheit am Bein tritt nicht auf. Eine Ursache ausgehend vom Kreuzdarmbeingelenk scheint daher eher unwahrscheinlich. Eine abschließende Beurteilung dieses speziellen Falles aus der Ferne ist jedoch leider nicht möglich. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von HINZE:
Starke Rücken- und Leistenschmerzen links. Habe im Juni 2013 bei einem Fahrradunfall den fünften Nackenwirbel gebrochen. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Ich rate Ihnen zu einer Vorstellung beim Orthopäden. Es sollte auf jeden Fall eine weiterführende Diagnostik erfolgen. Abhängig vom Ergebnis der Untersuchungen kann man dann die ... [mehr]Ich rate Ihnen zu einer Vorstellung beim Orthopäden. Es sollte auf jeden Fall eine weiterführende Diagnostik erfolgen. Abhängig vom Ergebnis der Untersuchungen kann man dann die Therapieoptionen besprechen. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von AF:
Ich hatte 30 Jahre lang diese Schmerzen. ohne Hoffnung auf Besserung. Nach 20 Jahren absolvierte ich eine Feldenkrais-Ausbildung und jetzt nach weiteren zehn Jahren bin ich praktisch schmerzfrei, unter anderem habe ich zusätzlich eine Zahnstörfeldbeseitigung, eine Entgiftung und vor allem eine Klopf-Akupressur absolviert. Kann so etwas auch anderen Patienten helfen?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Natürlich können diese Maßnahmen auch bei anderen Patienten die Beschwerden unter Umständen lindern. In Ihrem Fall werden aber funktionelle Störungen des Kreuzdarmbeingelenkes im Vordergrund gestanden haben. ... [mehr]Natürlich können diese Maßnahmen auch bei anderen Patienten die Beschwerden unter Umständen lindern. In Ihrem Fall werden aber funktionelle Störungen des Kreuzdarmbeingelenkes im Vordergrund gestanden haben. Strukturelle Störungen sprechen im allgemeinen weniger gut auf diese Art von Therapie an. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von TARA:
Are you doing DIANA surgery at St Josefs Hospital now? I have had surgery at the Spine centre there, and have now SIJD, needing surgery. I did not think it was possible to have surgery at your hospital.

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Yes, I perform DIANA surgery at St. Josef's Hospital in Heidelberg. In order to find out whether you need surgery I would ask you to consult ... [mehr]Yes, I perform DIANA surgery at St. Josef's Hospital in Heidelberg. In order to find out whether you need surgery I would ask you to consult at my office: Berlinerstr. 14, 69120 Heidelberg; Phone: 06221-6507352. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von SUSA:
Ich bin 46 Jahre alt, Sekretärin, und leide seit vier Jahren unter unerträglichen Schmerzen aufgrund einer Wirbelgelenksarthrose der Iliosakralgelenke und Lendenwirbel (L5-S1). Sämtliche konservativen Behandlungsmaßnahmen wie Krankengymnastik, Akupunktur, ambulante Reha-Maßnahmen, Feldenkrais, stationäre Krankenhausaufenthalte mit Infitrationen, mehrmalige Verödungen der Facetten-Gelenke mit Hitzesonde blieben erfolglos. Mein jetziger behandelnder Arzt ist der Meinung, dass mein Hauptproblem die Iliosakralgelenke sind. Im April 2012 wurde von ihm eine "Laser"-Facettenverödung durchgeführt. Ich hatte 20 Monate keinerlei Beschwerden und konnte meinen Alltag schmerzfrei gestalten. Leider sind die Schmerzen seit vier Wochen wieder da. Eine nochmalige Laser-Verödung kann von ihm leider nicht mehr durchgeführt werden, da das Krankenhaus, in dem der Eingriff gemacht wird, die Kostenübernahme aus wirtschaftlichen Gründen ablehnt. Mein behandelnder Arzt (Postleitzahl 65582) kennt auch keinen anderen Arzt in unmittelbarer Nähe, der diesen Eingriff als "Laser-Verödung" anbietet. Ich bin zur Zeit ziemlich ratlos und weiß nicht so recht weiter. Wäre das DIANA-Verfahren eine Lösung für mich?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Nachdem Sie nach der Verödung der schmerzleitenden Nervenfasern des Kreuzdarmbeingelenkes für 20 Monate schmerzfrei waren, spricht vieles dafür, dass Ihre hauptsächlichen Beschwerden auch davon herrühren. Sollte ... [mehr]Nachdem Sie nach der Verödung der schmerzleitenden Nervenfasern des Kreuzdarmbeingelenkes für 20 Monate schmerzfrei waren, spricht vieles dafür, dass Ihre hauptsächlichen Beschwerden auch davon herrühren. Sollte eine Computertomografie des Beckens einen „Verschleiß“ des entsprechenden Kreuzdarmbeingelenkes zeigen und die klinische Untersuchung damit in Übereinstimmung zu bringen sein, so wäre bei der von Ihnen geschilderten Vorgeschichte eine Versteifung des Kreuzdarmbeingelenkes sicherlich kurzfristig zu überdenken. Da Sie jedoch auch Veränderungen zwischen dem 5. Lendenwirbelkörper und dem 1. Kreuzbeinwirbelkörper haben, müssen Sie sich im Klaren darüber sein, dass trotz erfolgreicher Operation Restbeschwerden von dort ausgehen können. [weniger]

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von HELMUT.K.:
Ich leide seit sechs Jahren unter Veränderungen des Bewegungssegments LWK5/SWK1. Im Segment LKW3/4zeigt sich eine Einengung des Spinalkanals. Vermutet wird außerdem eine Irritation der Nervenwurzel S1 als Ursache meiner Beschwerden, die sich in Rückenschmerzen, Krämpfen in den Beinen überwiegend nachts äußern. Der Orthopäde schlägt eine Behandlung mit der Multifunktionselektrode vor. Da es dazu unterschiedlichste Meinungen gibt, würde mich Ihre Meinung als Experte interessieren.

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Bei einer Einengung des Spinalkanals werden die konservativen Maßnahmen auf lange Sicht keinen Effekt haben, so dass eine operative Therapie in der Regel unumgänglich ist. Je ... [mehr]Bei einer Einengung des Spinalkanals werden die konservativen Maßnahmen auf lange Sicht keinen Effekt haben, so dass eine operative Therapie in der Regel unumgänglich ist. Je später die operative Therapie durchgeführt wird, desto schlechter sind auch die Ergebnisse, da bei Schäden der Nervenstrukturen die Schäden durch die Operation nicht beseitigt werden können. Es bestehen bei Ihnen auch noch weitere Probleme, die wohl entweder durch die Nervenwurzelreizung der S1 bedingt sind oder Iliosakralgelenksschmerzen sind, die sich genauso anfühlen können, als ob eine Nervenwurzelreizung vorhanden wäre. Ich persönlich halte nicht sehr viel von der Ihnen empfohlenen Methode. [weniger]

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von EDUARD:
Mein Arzt diagnostizierte mir, das meine Schmerzen vom Iliosakralgelenk kommen. Ich habe mittlerweile schon 20 mal Krankengymnastik (manuelle Therapie) bekommen und einige Spritzen. Leider ohne Erfolg. 1. Welche konservative Therapie kommt noch in Frage. 2. Sollte ein MRT gemacht werden? 3. Sollte es auf eine OP hinausgehen, welche Kliniken kommen in Frage? 4. Welche charakteristischen Symptome deuten darauf hin? 5. Ich habe starke Rückenschmerzen schon nach kurzer Wegstrecke, also schon nach 50 Metern.

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Unterstützend kommt in der konservativen Therapie noch die Verordnung einer stützenden Bandage in Frage, die das Gelenk bei Belastungen stützt. Eine MRT kann eine Entzündung im Gelenk ... [mehr]Unterstützend kommt in der konservativen Therapie noch die Verordnung einer stützenden Bandage in Frage, die das Gelenk bei Belastungen stützt. Eine MRT kann eine Entzündung im Gelenk ausschließen und auch erste Anhaltspunkte liefern, zur endgültigen Abklärung vor einer OP ist zusätzlich eine CT notwendig. Über die Internetseite si-diana.de können Sie abhängig von ihrem Wohnort einen Experten für die ISG-Versorgung genannt bekommen. Ganz typisch ist ein Schmerz beim Sitzen in der Gelenkregion, also etwas seitlich von der Rückenmitte. Viele geben auch nächtliche Schmerzen an. Ob Ihre Beschwerden vom ISG kommen oder von den Wirbelgelenken oder von Veränderungen in der Bandscheibe, ist mit den vorhandenen Informationen nicht zu beurteilen. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von DIDI:
Seit geraumer Zeit habe ich starke Schmerzen im unteren Rückenbereich, mit Ausstrahlung in den Oberschenkel bis zur Wade, einhergehend mit Hitzegefühl (Brennen), sodass das Laufen und Stehen äußerst schwierig wird. Beim Orthopäden wurde ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert, der mit Hilfe eines Radiologen gespritzt und dadurch angeblich zum Schrumpfen gebracht werden soll. Könnte es sich hierbei um ein Iliosakralgelenk-Syndrom handeln?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Häufiger als durch das Iliosakralgelenk werden die von Ihnen geschilderten Beschwerden durch einen Bandscheibenvorfall hervorgerufen. Dieser wurde bei Ihnen auch diagnostiziert. Durch gezielte Infiltrationen eines Kortisonpräparates ... [mehr]Häufiger als durch das Iliosakralgelenk werden die von Ihnen geschilderten Beschwerden durch einen Bandscheibenvorfall hervorgerufen. Dieser wurde bei Ihnen auch diagnostiziert. Durch gezielte Infiltrationen eines Kortisonpräparates in Verbindung mit einem örtlichen Betäubungsmittel in den Wirbelkanal sollten die Beschwerden, die durch einen Bandscheibenvorfall verursacht werden, deutlich zu mildern sein. Spricht die von Ihnen geschilderte Therapie allerdings überhaupt nicht an, so sollte man durchaus auch an das Kreuzdarmbeingelenk als Schmerzverursacher denken. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von NEUTRINOS:
Nach einer erfolgreichen endoskopischen Facettengelenksoperation LW3/LW4/LW5/SW1 beidseitig und Verödung der Nervenwurzeln blieb leider der Schmerz im Iliosakralgelenk, der laut MRT diagnostiziert wurde. Ist dieser Schmerz, der bei bestimmten Bewegungen blitzartig und heftig auftritt, mit der DIANA-Methode behandelbar? Es schmerzt auch in der Rückenlage, beim Sitzen und beim Stehen.

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Veränderungen im Iiliosakralgelenk werden in der Regel mit einem Computertomogramm erfasst. Lediglich entzündlich bedingte Veränderungen oder ausgeprägtere Arthrosen sind mit dem MRT zu diagnostizieren. Bevor man ... [mehr]Veränderungen im Iiliosakralgelenk werden in der Regel mit einem Computertomogramm erfasst. Lediglich entzündlich bedingte Veränderungen oder ausgeprägtere Arthrosen sind mit dem MRT zu diagnostizieren. Bevor man allerdings an eine operative Versteifung des Iliosakralgelenkes mit der DIANA-Methode denkt, sollten sämtliche konservativen Behandlungsmaßnahmen in Form von manueller Therapie, Osteopathie, gezielten Injektionen, Orthesenversorgung und gegebenenfalls Denervation sowie Prolotherapie in Betracht gezogen werden. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von HERINGSCHEN:
ich leide schon ein halbes Jahr unter meinem ISG, habe eine sitzende Tätigkeit, und jedesmal, wenn ich aufstehen muss, habe ich wahnsinnige Schmerzen und eine Blockade. Behandelt werde ich mit Lidospritzen und Wärme, Ostheopathie und Physiotherapie, was mir aber bis jetzt noch nicht dauerhaft geholfen hat. Es ist ab und zu zwei bis drei Tage besser, aber nie richtig schmerzfrei. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Ich empfehle Ihnen eine Vorstellung bei einem Kollegen mit Durchführung einer Röntgen- oder CT-gesteuerten Infiltration ins ISG. Desweiteren sollte, falls noch nicht geschehen, eine weiterführende Diagnostik ... [mehr]Ich empfehle Ihnen eine Vorstellung bei einem Kollegen mit Durchführung einer Röntgen- oder CT-gesteuerten Infiltration ins ISG. Desweiteren sollte, falls noch nicht geschehen, eine weiterführende Diagnostik mit MRT-LWS und CT-Becken erfolgen. [weniger]

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von TOM01687:
Seit einem Jahr plagen mich LWS-Schmerzen, ein Ziehen in der Wade linksseitig und ein schlimmes Brennen am rechten Gesäß, extrem nach langem Sitzen. MRT von LWS uns ISG sind unauffällig, Neurologe, Orthopäde stellen nichts fest, Darm und Nieren wurde auch untersucht. Behandelt wird das Ganze durch 2x100 mg Tilidin u 3 x 300mg Gabapentin. Haben Sie eine Idee, woran das liegen könnte beziehungsweise welche Untersuchung noch durchgeführt werden könnte?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Ihre Wirbelsäule muss von einem Experten der Wirbelsäule untersucht werden. Dabei sollten sowohl kernspintomografische Untersuchungen der LWS, Funktionsaufnahmen der Wirbelsäule als auch Spiral-CT der Iliosakralgelenke in ... [mehr]Ihre Wirbelsäule muss von einem Experten der Wirbelsäule untersucht werden. Dabei sollten sowohl kernspintomografische Untersuchungen der LWS, Funktionsaufnahmen der Wirbelsäule als auch Spiral-CT der Iliosakralgelenke in einem Millimeter Schichtdicke durchgeführt werde,n um die Probleme richtig zu diagostizieren. Erst dann können adäquate Therapien eingeleitet werden. Das Problem wird entweder an der Instabilität der Wirbelsäule oder an Problemen wie einer Arthrose der Iliosakralgelenke liegen. Eine Liste der Ärzte, die sich damit gut auskennen, finden Sie unter www.si-diana.de. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von MONI:
Ich bin 60 Jahre alt.Seit 1,5 Jahren habe ich Schmerzen im Iliosakralgelenk. Es hat allerdings ein Jahr gedauert, bis die Diagnose - gestützt durch eine MRT und CT - auf Arthrose im ISG-Gelenz beidseitig lautete. Mehrmaliges Spritzen in die Gelenke mit Cortison half maximal sechs Wochen. Der erste Orthopäde meinte nur, dass man damit leben müsse und zeigte mir lediglich eine Dehnübung jeweils rechts und links. Danach machte ich mich im Internet schlau und erfuhr, dass es eine Methode gibt "Ablation der Nerven im ISG mittels Radiowellen". Mein neuer Orthopäde überwies mich zum Gespräch zur St.Brigida-Klinik in Simmerrath (Eifel). Vor zwei Wochen hatte ich den stationären Aufenthalt, bei dem der sehr schmerzhafte Eingriff gemacht wurde. Jetzt geht es mir zu 90 Prozent besser. Leider sollen die abgetöteten Nerven sich in ein bis drei Jahren wieder neu bilden, die Ablation ist also keine finale Lösung. Ich habe auch von DIANA gelesen. Habe das in der Klinik erwähnt. Aber man meinte, das ist erst dann die Lösung, wenn nichts anderes mehr geht. Was raten Sie mir? Wäre DIANA das Mittel der Wahl, wenn mein Problem wieder einsetzt? Oder gibt es noch weitere effektive Therapien? Sollte man in der jetzt beschwerdefreien Zeit manuelle Therapie machen? Ich bin aus dem PLZ-Gebiet 5, wo wäre eine DIANA-Klinik in der Nähe?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Nach Ihrer Schilderung sind die konservativen Therapiemaßnahmen aufgrund der vom Iliosakralgelenk ausgehenden Beschwerden nahezu ausgeschöpft. Erfreulich ist jedoch, dass die Radiofrequenzablation eine so deutliche Beschwerdelinderung gebracht ... [mehr]Nach Ihrer Schilderung sind die konservativen Therapiemaßnahmen aufgrund der vom Iliosakralgelenk ausgehenden Beschwerden nahezu ausgeschöpft. Erfreulich ist jedoch, dass die Radiofrequenzablation eine so deutliche Beschwerdelinderung gebracht hat. Leider ist es häufig so - wie Sie bereits selbst geschrieben haben -, dass eine Verödung der schmerzleitenden Nervenfasern nicht auf Dauer anhält. Sollten die Beschwerden in ähnlichem oder sogar noch verstärktem Maße wieder zurückkommen, so kann über eine Versteifung des schmerzhafteren Kreuzdarmbeingelenkes nach der DIANA-Methode nachgedacht werden. Im beschwerdefreien Intervall würde ich Ihnen nicht unbedingt eine manuelle Therapie empfehlen. Eine Liste der Ihnen am nächsten gelegenen Ärzte erhalten Sie im Internet unter www.si-diana.de [weniger]

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von FLUOROSTAR:
Ich bin 27 und ich leide im LWS-Bereich seit einem Jahr an Schmerzen. Die Schmerzen sind wie ein Schmerzgürtel um das Becken herum. Bisherige Untersuchungen: Rheuma: MRT von Becken, leichte Entzündung im ISG beobachtet, obwohl keine Entzündung im Blut festgestellt wurde und die Szintigraphie danach und HLA-B27 negativ waren. Ortho und Neurochirurgie: MRT LWS ist in Ordnung kein BV, kein Bruch und ohne Verschleiß. Behandlung: Tramadol, Ketoprofen, Ortolon täglich, damit ich weiterarbeiten kann. Was können Sie mir empfehlen?

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Zur Unterscheidung, ob die Schmerzen von den ISG oder von den kleinen Wirbelgelenken kommen, kann mit einem Lokalanästhetikum - also einem Mittel zur Betäubung wie beim ... [mehr]Zur Unterscheidung, ob die Schmerzen von den ISG oder von den kleinen Wirbelgelenken kommen, kann mit einem Lokalanästhetikum - also einem Mittel zur Betäubung wie beim Zahnarzt - kontrolliert in diese Gelenke gespritzt werden. Auf diese Weise kann man herausfinden, welches der Gelenke Sie ärgert. Im Anschluss sind therapeutische Spritzen zur Schmerztherapie möglich, zur erweiterten Schmerztherapie kann man auch eine thermische Verödung der schmerzleitenden Nerven der Gelenke durchführen. Die letzte Therapiemöglichkeit ist immer eine operative Versorgung. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von FRöHLICH:
Können Rückenschmerzen durch eine manuelle Therapie behoben werden oder bleibt ein geringer Teil an Schmerzen bestehen?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Diese Frage ist sehr allgemein gestellt. Natürlich sind viele Schmerzsyndrome, die von der Wirbelsäule ausgehen, funktioneller Natur und daher sehr gut mit manueller Therapie zu behandeln. ... [mehr]Diese Frage ist sehr allgemein gestellt. Natürlich sind viele Schmerzsyndrome, die von der Wirbelsäule ausgehen, funktioneller Natur und daher sehr gut mit manueller Therapie zu behandeln. Auch strukturelle Schäden können durch einen geschickten Manualtherapeuten oder eine Therapeutin äußerst suffizient behandelt werden. In diesem Fall ist eine dauerhafte Schmerzfreiheit jedoch äußerst selten. Die Patienten klagen in der Regel über immer wiederkehrende Schmerzzustände unterschiedlicher Ausprägung und Dauer. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von SABSI:
Was weist darauf hin, dass Rückenschmerzen die Folge einer Störung oder Blockade im Iliosakral-Gelenk sind? Wie kann der Orthopäde das feststellen? Und was kann man dagegen tun?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Durch eine gezielte körperliche Untersuchung mit spezifischen Tests bekommt Ihr Orthopäde erste Hinweise auf ein mögliches ISG-Syndrom. Zur weiteren Verifizierung kann eine Röntgen- oder CT-gestützte Infiltration ... [mehr]Durch eine gezielte körperliche Untersuchung mit spezifischen Tests bekommt Ihr Orthopäde erste Hinweise auf ein mögliches ISG-Syndrom. Zur weiteren Verifizierung kann eine Röntgen- oder CT-gestützte Infiltration ins ISG durchgeführt werden. Sollte es hierunter zu einer vorübergehenden Besserung kommen, spricht dies für eine Störung am ISG. In der Regel bekommt man diese Probleme mit konservativen, also nichtoperativen Methoden in den Griff, dazu zählt beispielsweise Krankengymnastik. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von FRAU H.A.:
Ich habe seit vielen Wochen heftige Schmerzen in der Leistengegend, so dass ich beim Laufen, bei vielen Bewegungen und in der Nacht mitunter starke Beschwerden habe. Inzwischen wurde die Hüfte geröngt und ein MRT erstellt, dort wurde nichts erhebliches festgestellt. Danach sind Blutwerte ermittelt worden, mit dem Ergebnis HLA-B27 positiv und erhöhte Rheumawerte, eventuell könnte ein Morbus Bechterew vorliegen. Wo kommen die Schmerzen nach Ihrer Ansicht her? Ich bin 55 Jahre alt.

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Nach Ihren Angaben könnte es sich um ein Iliosakralgelenksproblem handeln, möglicherweise infolge eines Morbus Bechterew. Zur weiteren Klärung müsste eine körperliche Untersuchung mit Bezug auf das ... [mehr]Nach Ihren Angaben könnte es sich um ein Iliosakralgelenksproblem handeln, möglicherweise infolge eines Morbus Bechterew. Zur weiteren Klärung müsste eine körperliche Untersuchung mit Bezug auf das Iliosakralgelenk erfolgen; außerdem sollte eine CT des Kreuzbeins mit Darstellung des Iliosakralgelenks durchgeführt werden, hierbei kann man unter Umständen sehen, ob bei Ihnen ein Morbus Bechterew vorliegt. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von ANDY :
Seit sechs Jahren habe ich Probleme beim Gehen und Schmerzen im Iliosakral-Gelenk. Übungen haben bisher nicht geholfen. Kann ein Chiropraktiker eine Alternative sein? Was kann ich selber noch tun, Übungen beispielsweise?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Da Sie seit sechs Jahren Beschwerden im Bereich des Kreuzdarmbeingelenkes haben, sollte zunächst eine gründliche Abklärung der Schmerzursache durch einen auf diesem Gebiet erfahrenen Orthopäden oder ... [mehr]Da Sie seit sechs Jahren Beschwerden im Bereich des Kreuzdarmbeingelenkes haben, sollte zunächst eine gründliche Abklärung der Schmerzursache durch einen auf diesem Gebiet erfahrenen Orthopäden oder Neurochirurgen erfolgen. Therapeutisch kann die Chirotherapie bei immer wiederkehrenden Funktionsstörungen („Blockierungen“) des Kreuzdarmbeingelenkes sehr hilfreich sein. Bei Dauerschmerzen sind jedoch eher eine längerfristige spezifische manuelle Therapie, Osteopathie, das Tragen von Orthesen sowie gezielte Einspritzungen in und um das Gelenk angezeigt. Sollte das nicht mehr helfen, so müsste man über invasivere Methoden nachdenken. Um sich Übungen zeigen zu lassen, die Sie selbst täglich durchführen können, sollten Sie sich an einen versierten Manualtherapeuten beziehungsweise Osteopathen wenden. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von BABSI:
Habe nach der Entfernung einer Stenose L3/4 u.L4/5 noch starke Schmerzen. OP war im September 2013. Ist das normal, und käme für mich ein Implantat in Frage?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Ich würde Ihnen empfehlen, sich nochmals bei Ihrem Operateur vorzustellen. Eventuell benötigen Sie noch etwas Zeit bis zur vollständigen Heilung, da die Wirbelsäulen-Operation bei Ihnen noch ... [mehr]Ich würde Ihnen empfehlen, sich nochmals bei Ihrem Operateur vorzustellen. Eventuell benötigen Sie noch etwas Zeit bis zur vollständigen Heilung, da die Wirbelsäulen-Operation bei Ihnen noch nicht allzu lange her ist. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von TIFFY:
Hatte eine DIANA-Operation im Juli 2013. Mittlerweile geht es mir nach meinem Eindruck schlechter als zuvor. Der Dübel ist nicht zufriedenstellend mit Knochenmark verwachsen, ich habe zusätzliche Beschwerden und starke Schmerzen im Bereich des Lendenwirbelsäule und des Beckens. Zusätzlich beginnen die selben Schmerzen nun im rechten Bereich des Iliosakralgelenks mit Schmerzausstrahlung in Leiste und Bein. Wäre es sinnvoll, das Implantat wieder zu entfernen?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Eine alleinige Entfernung des Implantates ist nicht sinnvoll, da das Implantat selbst eigentlich keine Schmerzen hervorrufen kann. Wie bei allen Versteifungen von Gelenken des menschlichen Körpers ... [mehr]Eine alleinige Entfernung des Implantates ist nicht sinnvoll, da das Implantat selbst eigentlich keine Schmerzen hervorrufen kann. Wie bei allen Versteifungen von Gelenken des menschlichen Körpers kann auch beim DIANA-Verfahren eine sogenannte Pseudarthrose, also eine Nichtvereinigung der zu versteifenden Knochenflächen, auftreten. Dies ist häufig bedingt durch einen herabgesetzten Knochenstoffwechsel oder eine zu frühe Mobilisation des Patienten. Man läuft quasi der knöchernen Heilung hinterher und verliert am Ende den Wettlauf. In einem solchen Fall hilft nur eine erneute Operation unter wiederholter Anfrischung der Knochenflächen von Kreuzbein- und Darmbein, Anlagerung von ausreichend Knochenmaterial und Einsetzen einer neuen, unter Umständen etwas größeren DIANA-Schraube. Im Idealfall sollte vor der Operation eine Untersuchung des Knochenstoffwechsels erfolgen sowie gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie prä-, intra- sowie postoperativ eingeleitet werden. [weniger]

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von SCHLARAFF:
Mein Rückenproblem entspricht genau den im Vorbericht genannten Problemen. Als ehemaliger Hürdenläufer hab ich seit Jahren heftige Schmerzen im Bereich des Iliosakralgelenks. Bisher konnte ich mit ausgesuchten Übungen dem Ganzen begegnen. Nun im Alter von über 70 und nach einem heftigen Sturz seitlich aufs Becken vor zwei Jahren nützt auch diszipliniertes Üben nicht mehr. Die Schmerzen sind ununterbrochen - ab und zu "mittel", ab und zu kaum auszuhalten. Wie lange ist man als Patient nach einer DIANA-OP "außer Gefecht"?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Bei einer DIANA Operation müssen Sie mit einem stationären Auftenthalt von etwa fünf Tagen rechnen. Dabei sind die Iliosakralgelenkschmerzen in der Regel beseitigt. Sie werden nach ... [mehr]Bei einer DIANA Operation müssen Sie mit einem stationären Auftenthalt von etwa fünf Tagen rechnen. Dabei sind die Iliosakralgelenkschmerzen in der Regel beseitigt. Sie werden nach einer solchen OP Wundschmerzen über etwa 2 Wochen haben, die erträglich sein werden, allerdings sind Schmerzmedikamente nötig. Für etwa zwei Monate muss die operierte Seite um etwa 50 Prozent entlastet werden. In dieser Zeit müssen Sie zur Entlastung Gehstöcke benutzen. [weniger]

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von KüSTE:
Ich hatte schon öfter Probleme mit dem Iliosakral-Gelenk, auch wurde eine Entzündung in dem Bereich festgestellt (bei einer Reha-Maßnahme). Können "Verschiebungen" des ISG auch zu einseitigen Problemen im Knie (Innenseite, laut MRT angeblich Entzündungserscheinung an Sehne) oder auf gleicher Seite im Fuß (Innenseite vom Knöchel in Fußsohle ziehend) führen? Bei beiden mal Ruhe, mal wochenlange Beschwerden, oder nur kurzzeitige Beschwerden.

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Sicher können Veränderungen im ISG durch Schonhaltung beim Gehen auch Kettenreaktionen mit Schmerzen in Knie und Füßen auslösen. Andersherum sollte auch die Fußform beziehungsweise die Fußstellung ... [mehr]Sicher können Veränderungen im ISG durch Schonhaltung beim Gehen auch Kettenreaktionen mit Schmerzen in Knie und Füßen auslösen. Andersherum sollte auch die Fußform beziehungsweise die Fußstellung überprüft werden, ob hier nicht die Ursache liegt. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat zum Thema "Rücken" ist moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Alle Fragen können beim heutigen Chat leider nicht beantwortet werden. Viele Informationen zum Thema Rückenbeschwerden erhalten Sie auf den Webseiten www.si-diana.de, www.patientenforum-isg.de und www.simeg-international.de.

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von WINDRAD:
Ich bin 62 Jahre alt. Die Beschwerden im Iliosakralgelenk/rechte Seite wurden mit Injektionen, seit 2005 mit manueller Therapie und Rehasport (Geräte, Wirbelsäulengymnastik, Pilates/Tiefenmuskulatur) behandelt. Hinzu kam ein Nachlassen der Muskelkräfte vor etwa 15 Jahren. Inzwischen sind die Schmerzen chronisch, mal stärker oder schwächer und strahlen aus. Die Notwendigkeit einer speziellen Untersuchung des ISG wurde vom Hausarzt verneint. Wo und wie kann der Zustand des ISG fachlich beurteilt werden? Anfang März habe ich einen Termin bei einem Orthopäden vereinbart.

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Der Gang zum Orthopäden ist sicherlich der richtige Weg. Dieser kann neben einer zielgerichteten Diagnostik auch eine entsprechende Therapie einleiten. Der Facharzt für Allgemeinmedizin ist bei ... [mehr]Der Gang zum Orthopäden ist sicherlich der richtige Weg. Dieser kann neben einer zielgerichteten Diagnostik auch eine entsprechende Therapie einleiten. Der Facharzt für Allgemeinmedizin ist bei diesem speziellen Problem sicherlich nicht der richtige Ansprechpartner. Durch spezielle Untersuchungstechniken, Röntgen, einem CT des Beckens und einem MRT der Lendenwirbelsäule sowie zielgerichtete Injektionen des Kreuzdarmbeingelenkes kann der versierte Facharzt dem Problem auf den Grund gehen. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von PURZEL:
Mit dem Iliosakralgelenk habe ich hin und wieder Probleme gehabt. Erst wieder vor einer Woche. Der Schmerz schoss morgens plötzlich ein, gerade aufrichten und laufen war Fehlanzeige. Orthopädische Behandlung mit Spritze und DicloKD75 über drei Tage,Schmerzen nach wie vor vorhanden, dann Ibuflam 400, im Gehen weniger Schmerzen, im Sitzen stärkere Schmerzen, derzeit rechte Seite bis zur Hüfte verhärtet und schmerzhaft. Frage: kann es sich um eine Entzündung handeln, die sich ausgebreitet hat?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Ich denke nicht, dass es sich um eine Entzündung handelt, würde aber die begonnene Therapie mit Krankengymnastik unterstützen. Manualtherapie mit Traktionsbehandlung am ISG könnte hier sicherlich ... [mehr]Ich denke nicht, dass es sich um eine Entzündung handelt, würde aber die begonnene Therapie mit Krankengymnastik unterstützen. Manualtherapie mit Traktionsbehandlung am ISG könnte hier sicherlich hilfreich sein. Geben Sie der Therapie bitte auch etwas Zeit. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von SPOOKY:
Ich wohne in den Niederlanden, wird da auch die DIANA-Technik angewandt und wenn dann wo?

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
In den Niederlanden haben wir leider keinen Kollegen, der DIANA anwendet. In Kleve am Niederrhein gibt es Herrn Dr. Bürgel, der DIANA durchführt. Sie können sich ... [mehr]In den Niederlanden haben wir leider keinen Kollegen, der DIANA anwendet. In Kleve am Niederrhein gibt es Herrn Dr. Bürgel, der DIANA durchführt. Sie können sich auch auf folgender Webseite informieren: www.patientenforum-isg.de. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von ALBERTINE123:
Wie kann ich feststellen, ob ich zum Kreis der Betroffenen gehöre? Seit rund vier Jahren leide ich an den beschriebenen extrem starken Schmerzen. Wie stelle ich fest, ob das Illiosakralgelenk entzündet ist? Zur Zeit nehme ich regelmäßig Schmerztabletten wie folgt: morgens und abends regelmäßig je ein 0xycodon-NCI AL 10 mg Retardtablette und nach Bedarf bis zu dreimal je 1 Oxygesic Akut 5 mg mit unterschiedlichem Erfolg. Ich bin ziemlich verzweifelt. Können Sie mir raten oder helfen? Ich bin 78 Jahre alt.

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
In Ihrem Alter kann es natürlich viele Ursachen von Rückenschmerzen aufgrund möglicher degenerativer Veränderungen an der Wirbelsäule geben. Auch das Kreuzdarmbeingelenk könnte hierfür mitverantwortlich sein. ... [mehr]In Ihrem Alter kann es natürlich viele Ursachen von Rückenschmerzen aufgrund möglicher degenerativer Veränderungen an der Wirbelsäule geben. Auch das Kreuzdarmbeingelenk könnte hierfür mitverantwortlich sein. Um herauszufinden, von wo die Schmerzen am ehesten ihren Ursprung nehmen, sollte zunächst eine gründliche Untersuchung Ihrer Wirbelsäule durch einen Orthopäden oder Neurochirurgen erfolgen. Ergänzende Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen, ein MRT der Wirbelsäule, gegebenenfalls ergänzt durch ein Computertomogramm, können weitere Hinweise liefern. Durch nachfolgende gezielte lokale Einspritzungen an die Wirbelgelenke, die Nerven oder in den Wirbelkanal selbst kann man zum einen herausfinden, wie man den Schmerzen eventuell begegnen kann, zum anderen, von welcher Struktur der meiste Schmerz ausgeht. Ob dies letztlich das Kreuzdarmbeingelenk sein wird, bleibt abzuwarten. [weniger]

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von BIRHEXE:
Ich habe ein Problem mit dem Iliosakralgelenk, und zwar habe ich seit etwa zwei Jahren immer Schmerzen, die über meinen Beckenknochen an der rechten Seite ziehen, aber auch in das Bein runter. Vor ein paar Wochen hat ein Orthopäde das Problem festgestellt. Auch nach sechsmaliger Pysiotherapie spüre ich nur eine leichte Besserung. Aus Erfahrung weiß ich aber, das der Schmerz in Kürze geballt wiederkommt.Was kann ich auf Dauer gegen meine Schmerzen tun. Ich bin auch Fibromyalgiepatientin und nehme ohnehin bereits starke Schmerzmittel.

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Sie könnten sich das ISG zur Schmerztherapie anspritzen lassen, auch eine Denervation kommt zur Schmerztherapie in Frage. Eine Orthese für das ISG zur Stabilisation kann bei ... [mehr]Sie könnten sich das ISG zur Schmerztherapie anspritzen lassen, auch eine Denervation kommt zur Schmerztherapie in Frage. Eine Orthese für das ISG zur Stabilisation kann bei vielen Patienten eine Linderung herbeiführen. Bei ausbleibender Besserung bleibt letztendlich die operative Versorgung, hier können Sie sich unter www.si-diana.de informieren. [weniger]

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von MATTI:
Ich bin in Behandlung in der Schmerztherapie wegen chronischer Schmerzen im Iliosakralgelenk und das schon seit vielen Jahren. Zur Theraphie war ich schon vier Wochen in der Tagesklinik, zur Kur, bekomme häufig Rezepte zur Physiotherapie, nutze das TENS-Gerät, Ostheopathie und verschiedene Gesundheitssportkurse. Starke Schmerzen, vor allem nachts, schränken meine Lebensqualität ernsthaft ein. Einnahme: Palexia, abgebrochen, Celebrex 200 mg Stoßtherapie. Gibt es eine wirksamere Behandlung?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Ihre Wirbelsäule muss von einem Wirbelsäulen-Experten untersucht werden. Dabei sollten sowohl kernspintomographische Untersuchungen der LWS, Funktionsaufnahmen der Wirbelsäule als auch ein Spiral-CT der Iliosakralgelenke in einem ... [mehr]Ihre Wirbelsäule muss von einem Wirbelsäulen-Experten untersucht werden. Dabei sollten sowohl kernspintomographische Untersuchungen der LWS, Funktionsaufnahmen der Wirbelsäule als auch ein Spiral-CT der Iliosakralgelenke in einem Millimeter Schichtdicke durchgeführt werden, um die Probleme richtig zu diagnostizieren. Erst dann können adäquate Therapien eingeleitet werden. Wenn alle anderen nichtoperativen Methoden durchgeführt wurden und sie trotzdem kein Ergebnis gebracht haben, käme die OP-Methode nach DIANA in Frage. Bei einer DIANA-Operation müssen Sie mit einem stationären Aufenthalt von etwa fünf Tagen rechnen. Danach sind die Iliosakralgelenkschmerzen in der Regel beseitigt. Sie werden nach der OP Wundschmerzen über etwa zwei Wochen haben, die erträglich sein werden, Schmerzmedikamente sind dennoch nötig. Für etwa zwei Monate muss die operierte Seite um etwa 50 Prozent entlastet werden. Eine Liste der Ärzte, die sich mit der OP gut auskennen, finden Sie unter www.si-diana.de. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von NERAM:
Ich, weiblich, 70 Jahre alt, leide unter Schmerzen in der rechten Gesäßhälfte beim Sitzen, mitunter ausstrahlend in den rechten Oberschenkel und ins Steißbein. Seit einem Jahr, nach etlichen anderen Schmerzmedikamenten, nehme ich zweimal täglich eine Tablette Tilidin ret. 100mg/8mg, trotzdem bin ich nicht schmerzfrei. Habe bisher zwei Orthopäden konsultiert und eine Behandlung beim Osteopathen hinter mir. Was kann ich tun?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Die von Ihnen beschriebenen Beschwerden könnten ihren Ursprung durchaus im Kreuzdarmbeingelenk haben. An Ihrer Stelle würde ich Ihren behandelnden Orthopäden direkt darauf ansprechen, ob eine entsprechende ... [mehr]Die von Ihnen beschriebenen Beschwerden könnten ihren Ursprung durchaus im Kreuzdarmbeingelenk haben. An Ihrer Stelle würde ich Ihren behandelnden Orthopäden direkt darauf ansprechen, ob eine entsprechende Diagnostik in Form eines Computertomogrammes der Kreuzdarmbeingelenke - gegebenenfalls gleich in Verbindung mit einer lokalen Einspritzung in das rechte Kreuzdarmbeingelenk - seiner Meinung nach eine sinnvolle diagnostische Möglichkeit darstellt. Zusätzlich könnte Ihnen Ihr Arzt eine manuelle Therapie für das Kreuzdarmbeingelenk verordnen, um zu sehen, inwieweit Ihre Beschwerden darauf ansprechen. [weniger]

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von SäLZER:
Meine aktuellen Beschwerden sind im linken Bein, Schmerzen im Gesäß und Oberschenkel, durch Druckempfindlichkeit große Probleme beim Sitzen und Liegen (Stehen und Gehen ist ok). Andauerndes Kribbeln und Nervenzucken im Wadenbein, von außen sichtbar, andauerndes Kribbeln und taube Stellen im Fuß, besonders bei drei Zehen. Vor etwa drei Jahren Operation: Stenose im Lendenbereich, generelle starke Schmerzen wurden behoben, Druckempfindlichkeit, Kribbeln und taube Stellen sind geblieben. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Die Wirbelsäule muss erneut klinisch mit Kernspintomographie, Funktionsaufnahmen der LWS und der Iliosakralgelenke mit Spiral-CT in Dünnschichttechnik (1mm) von einem Wirbelsäulenexperten untersucht werden. Eine Liste der ... [mehr]Die Wirbelsäule muss erneut klinisch mit Kernspintomographie, Funktionsaufnahmen der LWS und der Iliosakralgelenke mit Spiral-CT in Dünnschichttechnik (1mm) von einem Wirbelsäulenexperten untersucht werden. Eine Liste der Ärzte, die sich damit gut auskennen, finden Sie unter www.si-diana.de. [weniger]

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von FRANZI:
Meine Schmerzen sind im Ischias-Bereich, mehr rechts, aber auch links, im Beckenbereich mit Ausstrahlung auf beide Beine. Die Schmerzen beginnen zwei Tage vor Regelbeginn, meist beim Sitzen, und dauern sechs bis acht Wochen. Nur ein Chiropraktiker/Osteopath konnte bisher helfen und Linderung für etwa zwei Wochen bringen. Habe mich schon röntgen lassen und ein MRI durchführen lassen - ohne Befund. CT mit Kontrast ist geplant. Was könnte es sein?

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Sind sie gynäkologisch abgeklärt? Zysten in den Eierstöcken sowie eine Endometriose können auch ähnliche Beschwerden verursachen. Auch eine ISG-Dysfunktion, also eine Funktionsstörung der Kreuzdarmbein-Gelenke, könnte die ... [mehr]Sind sie gynäkologisch abgeklärt? Zysten in den Eierstöcken sowie eine Endometriose können auch ähnliche Beschwerden verursachen. Auch eine ISG-Dysfunktion, also eine Funktionsstörung der Kreuzdarmbein-Gelenke, könnte die Beschwerden erklären, hier sollte ein entsprechend geschulter orthopädischer Kollege die Bilder diesbezüglich anschauen. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von WILLY:
Muss ich nach einer solche Operation Opiate einnehmen? Ich vertrage die nämlich nicht. Darf ich nach der Operation "Drei-Gang-Laufen"? Wenn ich den Fuß nicht belasten darf, geht es nicht. Meine Arme, Schultern und Knie halten es nicht aus.

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Nach der Operation müssen nicht prinzipiell Opiate eingenommen werden. Es gibt auch andere Mittel und Wege, um den postoperativen Schmerz, der nur für wenige Tage anhält, ... [mehr]Nach der Operation müssen nicht prinzipiell Opiate eingenommen werden. Es gibt auch andere Mittel und Wege, um den postoperativen Schmerz, der nur für wenige Tage anhält, für den Patienten erträglich zu machen. Nach der Operation ist eine Teilbelastung des operierten Beines mit 20 Kilogramm Körpergewicht über einen Zeitraum von acht Wochen zu empfehlen. Sollte es hierfür Kontraindikationen geben, so sollte man seine täglichen Aktivitäten auf ein Mindestmaß begrenzen und viel liegen, um die knöcherne Heilung nicht zu gefährden. Ein von Ihnen geschilderter Drei-Punkte-Gang unter völliger Entlastung des operierten Beines ist nicht erforderlich. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von GITTA:
Bin 78 Jahre alt, Diagnose Entzündung im Iliosakralgelenk, im März 2013 abgeklärt. Zusatzdiagnose: Versteifung der Lendenwirbelsäule. Schmerzen gehen in die rechte Leiste, bis in die Fußhöhlung des rechten Beines. Beim Bücken bewegt sich das Gelenk hörbar. Das Becken ist schief, rechtes Bein um 2 Zentimeter verkürzt. Therapien: manuelle Physiotherapie, Absatzerhöhung um zwei Zentimeter. Medikation: bei Bedarf Dolormin extra, 100 mg. Gibt es andere Therapien beziehungsweise ist eine Operation möglich?

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Nach Ihrer Beschreibung könnte es sich sehr wohl um ein chronisches Iliosakralgelenksproblem handeln. Zur weiteren Behandlung empfiehlt sich eine manuelle Therapie für das Iliosakralgelenk sowie Infiltrationen. ... [mehr]Nach Ihrer Beschreibung könnte es sich sehr wohl um ein chronisches Iliosakralgelenksproblem handeln. Zur weiteren Behandlung empfiehlt sich eine manuelle Therapie für das Iliosakralgelenk sowie Infiltrationen. Sollten diese Maßnahmen keine Linderung bringen, so käme unter Umständen eine Operation in Betracht. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von 280CT:
Mein Wohnort ist in 26340 Zetel/Niedersachsen: Wo finde ich den nächsten Facharzt bzw. die nächste Klinik zum Thema Iliosakral-Gelenk?

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Sie könnten sich an Herrn Dr. Volker Fuchs wenden: Ameos Klinikum St. Salvator Halberstadt Gleimstr. 5, 38820 Halberstadt Tel: 03941-64-2712

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von BIRGIT:
Mein Arzt ist der Meinung, nicht das Iliosakralgelenk sei der Hauptgrund meiner Schmerzen, sondern LW4/5 ohne jegliche Bandscheiben. Ich habe kaum je Schmerzen beim Gehen, starke Schmerzen jedoch beim Liegen und Aufstehen. Wie kann ich sicher sein, dass es hauptsächlich das ISG ist, bevor an mir eine sogennannte Stabilisierung, was ja nichts anderes als eine Versteifung ist, gemacht wird?

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Das Iliosakralgelenk sollte mit wenig Lokalanästhetikum gezielt unter Röntgen oder CT angespritzt werden. Wenn Sie dann deutlich schmerzgelindert sind, dann ist das ISG Ursache. Wenn jedoch ... [mehr]Das Iliosakralgelenk sollte mit wenig Lokalanästhetikum gezielt unter Röntgen oder CT angespritzt werden. Wenn Sie dann deutlich schmerzgelindert sind, dann ist das ISG Ursache. Wenn jedoch eine Instabilität der Wirbelsäule vorliegt bei völlig aufgehobener Bandscheibe, haben die meisten Patienten Beschwerden, wenn sie sich nachts drehen oder wenn sie sich aus der Vorbeuge aufrichten. [weniger]

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von WALTRAUT:
Ich bin 50,arbeite hauptsächlich im Stehen.Vor drei Jahren bekam ich die Diagnose, dass an der Lendenwirbelsäule ein bis Bandscheiben nicht mehr vorhanden wären, Nervenkanalverengung. Behandlung: Krankengymnastik, Nervenkanalspritzen, Tens-Gerät, Reha-Sport, Schmerzmittel. Trotzdem Kribbeln im linken Bein, Schmerzen im Lendenbereich, Leiste, Unterbauch, Nacken und Schulter, Blasenprobleme. Trotz täglicher Gymnastik kann ich viele Arbeiten nicht mehr ausführen oder habe danach starke Schmerzen. Was kann ich tun? Können Sie mir helfen?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Bei einer Spinalkanaleinengung werden die konservativen Maßnahmen auf lange Sicht keinen Effekt haben, so dass eine operative Therapie in der Regel unumgänglich ist. Je später die ... [mehr]Bei einer Spinalkanaleinengung werden die konservativen Maßnahmen auf lange Sicht keinen Effekt haben, so dass eine operative Therapie in der Regel unumgänglich ist. Je später die operative Therapie durchgeführt wird, desto schlechter sind auch die Ergebnisse, da bei Schäden der Nervenstrukturen die Schäden durch die Operation nicht beseitigt werden können. Ihre Wirbelsäule muss von einem Wirbelsäulen-Experten untersucht werden. Dabei sollten sowohl kernspintomografische Untersuchungen der LWS, Funktionsaufnahmen der Wirbelsäule als auch ein Spiral-CT der Iliosakralgelenke in 1mm Schichtdicke durchgeführt werden, um die Probleme richtig zu diagnostizieren. Erst dann können adäquate Therapien eingeleitet werden. Eine Liste von den Ärzten, die sich damit gut auskennen, finden Sie unter www.si-diana.de. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von LINA:
Ist zur genauen Diagnostik einer Iliosakralgelenks-Arthrose ein MR-Befund oder ein CT-Befund aussagekräftiger? Sind knorpelaufbauende Medikamente hilfreich und wenn ja, welche?

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Die Untersuchung der Wahl für das Ilioskralgelenk ist die CT. Aus meiner Sicht sind knorpelaufbauende Medikamente für das Iliosakralgelenk nicht hilfreich.

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von PETRA S.:
Ich leide seit Jahren unter unregelmäßigen Schmerzen im rechten Bein, meist vom Iliosakralgelenk ausgehend. Diese haben sich nach Bandscheibenvorfällen (L3/L4,L5/S1,L4/L5 ) im September 2013 verstärkt. Mehrfache Injektionen unter Bildwandler haben nur kurz beziehungsweise kaum geholfen. Auch treten seit kurzem vermehrt Schmerzen der Halswirbelsäule auf, teilweise mit leichten Blockaden. Manuelle Therapie, Osteopathie, Rückenschule, Physiotherapie sowie Sport im Fitnessstudio führen kaum zur Besserung. Welche Behandlungsmöglichkeiten sehen Sie?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
So wie Sie Ihre Beschwerden beschreiben, klingt dies nach einem komplexen Beschwerdebild, das unter ambulanten Bedingungen nicht mehr führbar ist. In diesem Fall rate ich Ihnen ... [mehr]So wie Sie Ihre Beschwerden beschreiben, klingt dies nach einem komplexen Beschwerdebild, das unter ambulanten Bedingungen nicht mehr führbar ist. In diesem Fall rate ich Ihnen zu einer stationär konservativen Therapiemaßnahme in einem orthopädischen/wirbelsäulenchirurgischen Zentrum. Hierbei sollte nach dem Hauptverursacher Ihrer Beschwerdesymptomatik geforscht werden. Sollte es sich herausstellen, dass es sich hierbei um das Kreuzdarmbeingelenk handelt, so kommt unter Umständen eine Operation für Sie in Frage. [weniger]

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von ATZE:
Seit längerer Zeit habe ich starke Rückenschmerzen. Habe viele Schmerzmittel bekommen.U.a. Matamizoltropfen, Infusionen auch mit Kortison und nach einem MRT Targin. Alles ohne Wirkung. Der Neurochirurg hat zwischen die Wirbel gespritzt. Es liegt ein Bandscheibenvorfall vor (zwischen dem 3. und 4. und zwischen dem 4. und 5. Wirbel). Das rechte Bein von der Beuge über den Oberschenkel bis zum Knie sind bei Belastung (Stehen und Laufen) sehr schmerzhaft. Einreibungen mit Voltaren z.B. sind ohne Wirkung geblieben. Radfahren und Schwimmen sind erträglich. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Leider ist Ihre Zeitangabe eher ungenau, jeder definiert "länger" anders. Wenn das schon mehr als einige Monate so geht, sollten Sie eventuell eine Operation in Betracht ... [mehr]Leider ist Ihre Zeitangabe eher ungenau, jeder definiert "länger" anders. Wenn das schon mehr als einige Monate so geht, sollten Sie eventuell eine Operation in Betracht ziehen, abhängig davon, ob sie ausreichend Krankengymnastik erhalten haben. Wenn die Spritze vom Neurochirurgen gut geholfen hat, könnte man diese wiederholen, aber letztlich hört sich Ihre Krankengeschichte nach einem therapieresistenten Bandscheibenvorfall an, der dann entfernt werden muss. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von MUEKE-1961:
Am Iliosakralgelenk operiert wurde ich im Januar 2013 und bin sehr zufrieden. Meine Frage wäre, da ich ab und an doch noch, wenn ich länger stehe, Rückenschmerzen bekomme, ob es etwas mit der neuen Beweglichkeit zu tun hat? Ob sich mein ganzer Körper erst an die neue Statik gewöhnen muss? Oder ob es doch was anderes sein kann?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Freut mich, dass Sie so zufrieden sind. Die noch bestehenden Restbeschwerden können natürlich von der LWS kommen. Hier empfehle ich eine Vorstellung beim Orthopäden, um gegebenenfalls ... [mehr]Freut mich, dass Sie so zufrieden sind. Die noch bestehenden Restbeschwerden können natürlich von der LWS kommen. Hier empfehle ich eine Vorstellung beim Orthopäden, um gegebenenfalls mit Physiotherapie zu beginnen. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von DREAMER307:
Inwieweit ist man nach der DIANA-OP in der Bewegung eingeschränkt? Kann ich meinen Beruf als Kfz-Mechatroniker-Meister noch ausüben? Wird nur eine oder werden gleich beide Seiten operiert? Oder wird dies anhand des Zustandes des Iliosakralgelenks entschieden? Wer trägt die Kosten dieser Operation? Wie ist es um den Grad der Behinderung gestellt, da es sich ja um eine Fixation handelt?

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Da die Beweglichkeit des Kreuzdarmbeingelenks nur wenige Grad beträgt, ist die Beweglichkeit der Wirbelsäule subjektiv nach erfolgreicher DIANA-Operation nicht eingeschränkt. Sollten Sie keine weiteren degenerativen Veränderungen ... [mehr]Da die Beweglichkeit des Kreuzdarmbeingelenks nur wenige Grad beträgt, ist die Beweglichkeit der Wirbelsäule subjektiv nach erfolgreicher DIANA-Operation nicht eingeschränkt. Sollten Sie keine weiteren degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule haben, die natürlich ebenso wie das Kreuzdarmbeingelenk Mitverursacher der Beschwerden sein können, so können Sie zuversichtlich sein, dass Sie Ihre Arbeit als Kfz-Mechatroniker nach erfolgreicher Knochenheilung wieder ausüben können. Da die Patienten nach der Operation die operierte Seite für acht Wochen nur teilbelasten können und an Unterarmgehstützen gehen müssen, macht es keinen Sinn, die Operation beidseits durchzuführen. In der Regel nehmen die Beschwerden auf der Gegenseite nach der Operation des beschwerdeführenden Gelenkes auch ab. Dies ist bedingt durch die Verminderung der Beweglichkeit des Beckenrings in seiner Gesamtheit. Die Kosten der Operation werden vollumfänglich von den Krankenkassen übernommen. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von POTTI:
Habe ISG-Beschwerden rechts seit 2002. Zeitgleich Darm-OP, zuvor vermutlich Unterversorgung des Beines mit Nährstoffen. Eingeschränkte Rotation. Wechselnd starke Ischias-Schmerzen, teils bis in den Fuß. Taubheit der Fußsohle, Mißempfindungen im Bein. Längeres Sitzen wegen Schmerzen nicht möglich. Daher starke Beeinträchtigung bei der Teilnahme am täglichen Leben. Physiotherapie und Akupunktur sprechen nur vorübergehend an. Fitness-Übungen helfen mir bei der Erhaltung meiner Beweglichkeit. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Ich empfehle die Durchführung einer MRT der LWS zum Ausschluß einer Enge im Rückenmarkskanal. Falls dies nicht der Fall ist, gegebenfalls eine Testinfiltration des ISG unter ... [mehr]Ich empfehle die Durchführung einer MRT der LWS zum Ausschluß einer Enge im Rückenmarkskanal. Falls dies nicht der Fall ist, gegebenfalls eine Testinfiltration des ISG unter Röntgenkontrolle. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von LINKSSEITIG:
Ich habe seit vielen Jahren linksseitige Schmerzen, die in Arm und Bein ziehen, insbesondere auch ständige Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, die bislang weder orthopädisch noch neurologisch diagnostiziert werden konnten. Ich würde daher gerne abklären lassen, ob es sich bei meinem Problem um eine Erkrankung des Iliosakral-Gelenks handelt. Bitte teilen Sie mir mit, wo ich eine entsprechende Untersuchung möglichst in Nähe meines Wohnortes, 26316 Varel/Niedersachsen, durchführen lassen kann.

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Sie könnten sich an Dr. Volker Fuchs wenden: Ameos Klinikum Halberstadt, Gleimstr. 5, 38820 Halberstadt, Telefon 03941-64-2712.

Dr. med. Ulrike Laupichler
Dr. med. Ulrike Laupichler,
Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von GRETUS:
Ich bin bisher dreimal an der Wirbelsäule operiert worden. Im Oktober 2012 Spinalkanal L2/3 L3/4 L4/5. Im Mai 2013 Bandscheibe L3/4. Im Oktober 2013 Bandscheibe L4/5. Ich habe jedoch immer noch sehr starke Schmerzen im Rücken, die nach kurzer Wegstrecke oder etwas stärkerer Belastung ins Becken ausstrahlen. Ich muss mich dann etwas ausruhen, um weiter laufen zu können. Mein Orthopäde diagnostizierte ein Erkrankung des Kreuz-Darmbein-Gelenks und verordnete mir zwölf weitere Krankengymnastik-Einheiten. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Ulrike Laupichler:
Eine Beantwortung dieser Frage ist ohne Untersuchung und Ansehen der Bilder bei doch anscheinend sehr komplexem Krankheitsbild schwierig. Das Kreuz-Darmbein-Gelenk macht sehr diffuse Beschwerden, die zu ... [mehr]Eine Beantwortung dieser Frage ist ohne Untersuchung und Ansehen der Bilder bei doch anscheinend sehr komplexem Krankheitsbild schwierig. Das Kreuz-Darmbein-Gelenk macht sehr diffuse Beschwerden, die zu Ihren Angaben passen könnten. Allerdings ist auch eine Instabilität der Wirbelsäule mit verbliebener Stenose nicht auszuschließen. Krankengymnastik ist sicher immer der erste Schritt, aber auch gezielte Spritzen in das Gelenk können schmerzlindernd wirken und bei der Diagnosefindung helfen. Wenn diese gezielten Spritzen nicht helfen, auch nicht vorübergehend, und auch die Krankengymnastik die Beschwerden nicht lindert, würde ich eine Funktionsmyelographie durchführen lassen, um die Instabilität beziehungsweise Reststenose auszuschließen. Ausserhalb meines Fachgebietes sollte sicherheitshalber eine Gefäßerkrankung ausgeschlossen werden. [weniger]

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von KüNSTLER:
Ich habe immer wieder Rückenschmerzen und man findet die Ursache nicht. Ich möchte aber trotzdem etwas Sport machen, welche Sportarten sind denn besonders rückenfreundlich?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Schwimmen, Walken sind besonders für die Wirbelsäule geeignete Sportarten. Joggen, Tennisspielen sind eher ungeeignete Sportarten bei Wirbelsäulenproblemen. Sehr effektiv sind die täglichen Übungen zu Hause, die ... [mehr]Schwimmen, Walken sind besonders für die Wirbelsäule geeignete Sportarten. Joggen, Tennisspielen sind eher ungeeignete Sportarten bei Wirbelsäulenproblemen. Sehr effektiv sind die täglichen Übungen zu Hause, die zweimal über maximal zehn Minuten durchgeführt werden sollten. [weniger]

Dr. med. Pascal Militzer
Dr. med. Pascal Militzer,
niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Heidelberg. Er operiert dort am St. Josefs-Krankenhaus. Mitglied des Berufsverbandes der deutschen Neurochirurgen (BDNC).

Frage von FEEMAX:
Seit Jahren habe ich Beschwerden im linken Hüftbereich am Übergang zum Becken - durchgängiger Dauerschmerz vorrangig beim Sitzen und Liegen mit Ausstrahlung ins Bein. Wenn ich mich bewege ist der Schmerz gelindert. Sitze ich im Sessel und lege das linke Bein über die Sessellehne, vermindert sich der Schmerz ebenfalls. Trotz einer bisher erheblichen Anzahl medizinischer/orthopädischer Behandlungen trat keine Besserung ein. Hüftgelenk soll trotz Verschleiß nicht daran schuld sein. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Pascal Militzer:
Nach Ihrer Beschreibung könnte es sich um ein chronisches Iliosakralgelenksproblem handeln. Zur weiteren Abklärung müssten Sie sich einmal bei einem Spezialisten vorstellen, der sich damit befaßt. ... [mehr]Nach Ihrer Beschreibung könnte es sich um ein chronisches Iliosakralgelenksproblem handeln. Zur weiteren Abklärung müssten Sie sich einmal bei einem Spezialisten vorstellen, der sich damit befaßt. Sie können sich auf der Webseite www.patientenforum-isg.de informieren. Sie können sich aber auch gerne bei mir in der Praxis in Heidelberg vorstellen: Dr. Pascal Militzer; Berlinerstr. 14; 69120 Heidelberg; Telefon 06221-6507352. [weniger]

Dr. med. Volker Fuchs
Dr. med. Volker Fuchs,
Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Frage von STERNCHEN53:
Seit Anfang Dezember 2013 habe ich Kreuzschmerzen. Es strahlt im rechten Innenoberschenkel aus, der große Zeh ist zudem sehr empfindlich beziehungsweise taub. Im Laufe des Tages gehe ich immer krummer. Bin 1989/1991 an der LWS SW 4/5 operiert worden. Im MRT ist alles unverändert geblieben. Röntgen: Aufbrauch der BSR L3/ 4 mit begleitender Osteochondrose: Formanomalie der Proc spinosi (Größe überdimensioniert). Ich habe ständig Schmerzen, auch nachts. Ich bin ganz verzweifelt.

Antwort von Dr. med. Volker Fuchs:
Nach Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule kann es trotz einer operativen Intervention zu anhaltender Taubheit beziehungsweise bleibenden Lähmungserscheinungen kommen. Mehrfache Operationen führen in manchen Fällen zu schmerzhaften ... [mehr]Nach Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule kann es trotz einer operativen Intervention zu anhaltender Taubheit beziehungsweise bleibenden Lähmungserscheinungen kommen. Mehrfache Operationen führen in manchen Fällen zu schmerzhaften Vernarbungen im Wirbelkanal. Diese Vernarbungen können ähnliche Schmerzen in der Lendenwirbelsäule wie vor der Operation mit Fortleitung der Beschwerden in ein Bein oder beide Beine bedingen. In manchen Fällen kann hier durch mehrfache, unter stationären Bedingungen durchzuführenden Injektionen in den Spinalkanal Abhilfe geschaffen werden. Sollten jedoch alle konservativen Therapiemaßnahmen scheitern, ist eine operative Versteifung des betroffenen Bewegungssegmentes die Therapie der Wahl. [weniger]

Dr. med. Frank Hassel
Dr. med. Frank Hassel,
Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Frage von GOLFER:
Frage zur Atlaswirbeltherapie: Ich habe einen Beckenschiefstand und eine Beinlängendifferenz links von einem Zentimeter. Ich trage seit Jahren links eine Einlage, gleichwohl ziehe ich mein linkes Bein ein wenig nach, leichtes Humpeln also. Ein Freund von mir hatte ähnliche Beschwerden und hat sich vor einem Jahr bei einem Therapeuten einer einmaligen, einstündigen Atlaswirbel-Behandlung unterzogen. Nach seiner Aussage war sofort die Beinlängendifferenz ausgeglichen und er ist seitdem beschwerdefrei. Was empfehlen Sie?

Antwort von Dr. med. Frank Hassel:
Ich denke eine manualtherapeutische Behandlung, hierzu gehört auch die Atlastherapie, kann bei Ihnen sicherlich zu einer Verbesserung der Problematik führen.

Dr. med. Bahram Hashemi
Dr. med. Bahram Hashemi,
Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Frage von GRAF:
Ich leide schon seit über sechs Jahren an Rückenbeschwerden im unteren Rücken, die immer wiederkommen. Ich war bei Ärzten und auch immer wieder beim Physiotherapeuten. Danach war ich immer eine Zeit lang so gut wie beschwerdefrei, aber irgendwann ging das Ganze von vorne los. Was kann ich tun, um endlich beschwerdefrei zu werden?

Antwort von Dr. med. Bahram Hashemi:
Ihre Wirbelsäule muss von einem Experten für Wirbelsäulenerkrankungen untersucht werden. Dabei sollten sowohl kernspintomografische Untersuchungen der LWS, Funktionsaufnahmen der Wirbelsäule als auch eine Spiral-CT der Iliosakralgelenke ... [mehr]Ihre Wirbelsäule muss von einem Experten für Wirbelsäulenerkrankungen untersucht werden. Dabei sollten sowohl kernspintomografische Untersuchungen der LWS, Funktionsaufnahmen der Wirbelsäule als auch eine Spiral-CT der Iliosakralgelenke in einem Millimeter Schichtdicke durchgeführt werden, um die Probleme richtig zu diagnostizieren. Erst dann können adäquate Therapien eingeleitet werden. Eine Liste der Ärzte, die sich damit gut auskennen, finden Sie unter www.si-diana.de. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme am Chat zum Thema "Rücken". Leider konnten wir heute nicht alle Fragen beantworten. Vielleicht haben Sie Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche dennoch beantwortet vorgefunden. Eventuell konnten wir Ihnen auch mit dem Hinweis auf die genannten Webseiten helfen.