18.09.2014:

Pflege

Frauen in der Pflegefalle – Tendenz deutlich steigend

Sie möchten sich auf einen eventuellen Pflegefall in der Familie vorbereiten?
Wissen Sie, woran man eine beginnende Demenz erkennt?
Haben Sie Fragen zu einem Pflegegutachten?


Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich nach aktuellen Prognosen bis ins Jahr 2050 auf rund 4,5 Millionen fast verdoppeln. Darüber hinaus nehmen vor allem Demenzerkrankungen in unserer stark alternden Gesellschaft dramatisch zu. Daran erinnert auch der Welt-Alzheimertag am 21. September. Demenz ist zwar nicht heilbar, aber moderne Therapien können dazu beitragen, dass Betroffene länger selbstständig bleiben. Welche neuen Erkenntnisse gibt es hier? Woran erkennt man eine beginnende Demenz? Auch die Frage der Finanzierung der Pflege- und Behandlungskosten wird die Gesellschaft zunehmend beschäftigen. Wie kann man sich mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vor den Pflegerisiken schützen? Worauf sollten Verbraucher bei der Tarifwahl achten? Welche Leistungen sind wichtig, wenn die Pflege im häuslichen Umfeld erfolgen soll? Welche Bedeutung hat die Begutachtung des Pflegebedürftigen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), und wie kann man sich darauf vorbereiten? Während statistisch gesehen jeder dritte Mann damit rechnen muss, einmal zum Pflegefall zu werden, ist es bei den Frauen nicht zuletzt wegen ihrer um fünf Jahre höheren Lebenserwartung jede Zweite. Warum ist Pflegevorsorge vor allem für Frauen so wichtig und worauf sollten Frauen angesichts ihrer deutlich höheren Risiken dabei achten? Und: Der BGH hat in einem aufsehenerregenden Urteil kürzlich die Unterhaltspflicht der Kinder pflegebedürftiger Eltern bestätigt. Was bedeutet das Urteil in der Praxis?

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen beim Chat zum Thema "Pflege", das aufgrund der demographischen Entwicklung immer mehr Brisanz erhält. Wir freuen uns auf viele Fragen.

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von BRAUSE W.:
Ich bin weiblich und 50 Jahre alt. Lohnt es sich für mich noch, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Es lohnt sich in der Tat noch. Bereits mit einem Beitrag ab 50 Euro im Monat erhalten Sie einen Basisschutz. Mit 60 Euro und mehr erhalten ... [mehr]Es lohnt sich in der Tat noch. Bereits mit einem Beitrag ab 50 Euro im Monat erhalten Sie einen Basisschutz. Mit 60 Euro und mehr erhalten Sie sogar einen guten Pflegeschutz. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von HANS:
Meine an Alzheimer erkrankte Frau verliert zunehmend ihr Zeitgefühl. Sie schläft am Tage meistens, ist dafür in der Nacht wach. Wir wohnen alleine in unserem Haus, ich schließe schon die Türen ab, da ich es nachts nicht immer mitbekomme, wenn sie aufsteht. Ich sorge mich, dass etwas passiert und ich bekomme es nicht mit. Kann ich sie wieder an einen normalen Tagesrhythmus gewöhnen?

Antwort von Bernd Meißnest:
Ja, das kann gelingen. Ihre Frau benötigt eine Tagesstruktur, eine Beschäftigung, damit sie abends erschöpft ist und die Nacht wieder zur Nacht wird. Hier helfen einfache ... [mehr]Ja, das kann gelingen. Ihre Frau benötigt eine Tagesstruktur, eine Beschäftigung, damit sie abends erschöpft ist und die Nacht wieder zur Nacht wird. Hier helfen einfache Tätigkeiten, mit denen Sie gefordert wird, wie etwa Küchen- oder Gartenarbeit. Oftmals macht es Sinn, eine Tagespflege aufzusuchen. Das entlastet dann auch Sie als pflegenden Angehörigen. Eine medikamentöse Therapie mit "schlafanstossenden Effekt" ist nur vorübergehend sinnvoll und ersetzt nicht die Beschäftigung am Tag. Uns würde es ähnlich ergehen, wenn wir am Tage keine Aufgabe haben. Dann findet ein "Dösen" statt und wir sind am Abend ausgeschlafen und machen dann die Nacht zum Tage. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von CLOUD:
Ich möchte für meine Eltern einen ambulanten Hilfsdienst beantragen. Wo kann ich das machen und wie finde ich einen geeigneten Dienst?

Antwort von Andrea Schneider:
Bei der Suche nach geeigneten Leistungserbringern steht in erster Linie die jeweilige Pflegekasse des Pflegebedürftigen beratend zur Seite. Die Pflegekasse tritt auf Antrag mit Leistungen ein, ... [mehr]Bei der Suche nach geeigneten Leistungserbringern steht in erster Linie die jeweilige Pflegekasse des Pflegebedürftigen beratend zur Seite. Die Pflegekasse tritt auf Antrag mit Leistungen ein, wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) die Voraussetzungen einer Pflegestufe bestätigt. Von daher empfehlen wir, falls noch nicht geschehen, einen Antrag auf Pflegeleistungen zu stellen. Entsprechend der zuerkannten Pflegestufe zahlt die Pflegekasse bei Fehlen einer privaten Pflegeperson bestimmte Leistungsbeträge zu den Kosten einer Pflegefachkraft. Zugelassene Pflegedienste in Ihrer Nähe können Sie über den Pflegelotsen - eine Verlinkung gibt es beispielsweise unter www.kkh.de. - im Internet gesucht werden. Wird der zur Verfügung stehende Sachleistungsbetrag nicht vollständig ausgeschöpft und pflegt zusätzlich eine private Pflegeperson, etwa ein Angehöriger, kann ein anteiliges Pflegegeld im Rahmen einer Kombinationsleistung gewährt werden. [weniger]

Christine Sowinski
Christine Sowinski,
Krankenschwester, Diplom-Psychologin, Pflegeexpertin, Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Frage von VERA:
Meine Mutter erwartet, dass ich sie im Pflegefall aufnehme und mich um sie kümmere, schließlich hätte sie mich auch großgezogen und für mich auf viel verzichtet. Da ich aber beruflich sehr eingespannt bin, wird mir das nicht möglich sein. Wie bringe ich ihr das möglichst schonend bei?

Antwort von Christine Sowinski:
Das ist für alle eine sehr schwierige Situation. Überlegen Sie sich vorher, wie weit Sie gehen wollen, um ihre Mutter zu unterstützen. Gibt der Betroffene seine ... [mehr]Das ist für alle eine sehr schwierige Situation. Überlegen Sie sich vorher, wie weit Sie gehen wollen, um ihre Mutter zu unterstützen. Gibt der Betroffene seine Wohnung auf, um bei einem Kind zu wohnen, ist das auch für ihn oft eine demütigende Situation. Deshalb wollen die wenigsten älteren Menschen zu ihren Kindern ziehen. Schonend ist meist, es offen und direkt zu sagen und nicht falsche Hoffnungen zu wecken. Versuchen Sie, sich nicht emotional erpressen zu lassen. Sagen Sie etwa: "Mutter, du kannst nicht bei mir einziehen, aber ich unterstütze Dich dabei, geeignete Hilfen, etwa eine neue Wohnform zu finden. Ich lasse Dich nicht im Stich." Lassen Sie Ihrer Mutter Zeit, diese Enttäuschung zu verarbeiten. Rechtfertigen Sie sich nicht. Sie haben sich selbst und Ihren Angehörigen gegenüber auch eine Verpflichtung. Vielleicht sagt Ihre Mutter eines Tages: "Gut, dass ich jetzt unabhängig von Dir leben kann." Nähe entsteht oft durch Distanz. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von NONO:
Ich bin 51 Jahre alt. Mit welchen monatlichen Kosten muss ich rechnen, wenn ich jetzt noch eine vernünftige Pflegezusatzversicherung abschließen will, die auch den Demenzfall absichert?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Eine Basisabsicherung beginnt bereits ab etwa 50 Euro im Monat, besser wäre ein höherer Betrag von beispielsweise 80 Euro monatlich. Damit erhalten Sie eine gute Absicherung. ... [mehr]Eine Basisabsicherung beginnt bereits ab etwa 50 Euro im Monat, besser wäre ein höherer Betrag von beispielsweise 80 Euro monatlich. Damit erhalten Sie eine gute Absicherung. Je früher eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger sind die Beiträge. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von THOMAS:
Wir haben für unseren dementen Vater eine Pflegestufe beantragt. wie können wir uns auf das Gutachten vorbereiten?

Antwort von Andrea Schneider:
Es ist hilfreich, ein Pflegetagebuch zu führen. Darin beschreiben Sie den Bedarf Ihres Vaters bei der täglichen Grundpflege. Jedes Detail ist wichtig, auch wenn es für ... [mehr]Es ist hilfreich, ein Pflegetagebuch zu führen. Darin beschreiben Sie den Bedarf Ihres Vaters bei der täglichen Grundpflege. Jedes Detail ist wichtig, auch wenn es für Sie selbstverständlich ist und bei der Begutachtung nicht erwähnt würde. Schamgefühle sind verständlich und nachvollziehbar, helfen Ihnen aber nicht, wenn der Gutachter im Hausbesuch den echten Bedarf nicht erkennen kann beziehungsweise dieser verheimlicht wird. Ein Pflegetagebuch zu führen bedeutet zwar für Sie Aufwand, der sich aber aus unserer Sicht immer lohnt. Bei der Begutachtung wird auch ein Assessment in Bezug auf die dementielle Erkrankung durchgeführt. Eine Empfehlung daraus ist wichtig für die Anerkennung von zusätzlichen Betreuungsleistungen. Daher auch hier meine Empfehlung, den Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf zu dokumentieren. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von URSEL:
Unser Nachbar, bei dem wir hin und wieder nach dem Rechten schauen, pflegt seine Frau daheim. Sie hat Pflegestufe 2. Er ist schon 74 und hat uns kürzlich gestanden, dass er langsam damit überfordert ist. Aber er möchte sie nicht unbedingt in ein Heim geben. Gibt es auch die Möglichkeit einer ambulanten Hilfe?

Antwort von Andrea Schneider:
Bei der Suche nach geeigneten Leistungserbringern steht in erster Linie die jeweilige Pflegekasse des Pflegebedürftigen diesem beratend zur Seite. Entsprechend der zuerkannten Pflegestufe II beteiligt sich ... [mehr]Bei der Suche nach geeigneten Leistungserbringern steht in erster Linie die jeweilige Pflegekasse des Pflegebedürftigen diesem beratend zur Seite. Entsprechend der zuerkannten Pflegestufe II beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten bis zu monatlich 1.100 Euro. Zugelassene Pflegedienste in der Nähe können im Internet gesucht werden. Wird der zur Verfügung stehende Sachleistungsbetrag nicht vollständig ausgeschöpft und pflegt Ihr Nachbar seine Frau weiterhin, wenn auch in geringerem Umfang, kann noch ein anteiliges Pflegegeld im Rahmen einer Kombinationsleistung gewährt werden. Zur weiteren Entlastung Ihres Nachbarn können über die zuständige Pflegekasse auch Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie der Tages- und Nachtpflege beantragt werden. Damit wird einer Überforderung der Pflegeperson entgegengewirkt und die Pflege im ambulanten Bereich weiterhin sichergestellt. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von HAZEL:
Meine Oma, die mich groß gezogen hat, ist an Alzheimer erkrankt und ich pflege sie. Ich mache das auch gerne, nur wird es zunehmend schwieriger mit ihr klar zu kommen. Sie erkennt mich öfters nicht, wird ausfallend und beschimpft mich. Das macht mich total fertig, ich erkenne Omi nicht mehr wieder. Meine Nerven hängen am seidenen Faden und ich weiß nicht mehr weiter. Was raten Sie mir?

Antwort von Bernd Meißnest:
Als pflegende Angehörige rutschen Sie irgendwann in mehrere Funktionen. Sie sind zunächst Enkeltochter, dann übernehmen Sie die formalen rechtlichen Aufgaben im Sinne einer Vorsorgevollmacht und sind ... [mehr]Als pflegende Angehörige rutschen Sie irgendwann in mehrere Funktionen. Sie sind zunächst Enkeltochter, dann übernehmen Sie die formalen rechtlichen Aufgaben im Sinne einer Vorsorgevollmacht und sind für pflegerische und Betreuungsaufgaben zuständig. Ich empfehle Ihnen, bei der von Ihnen beschriebenen Belastung sich Unterstützung von außen zu holen und pflegerische Aufgaben an Pflegekräfte abzugeben. Wenn solche Verkennungen stattfinden, Ihre Oma angespannt reagiert, ist auch eine ärztliche/psychiatrische Untersuchung notwendig. Dabei lässt sich eruieren, ob eine geringe medikamentöse Therapie zur Stabilisierung beitragen könnte. Weitere Entlastungen könnte auch eine Tagespflege bieten. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von GRüN-WEISS:
Was glauben Sie, wird die sogenannte Pflegelücke nach der großen Pflegereform 2015 in Deutschland merklich kleiner werden oder muss man in unverändertem Umfang privat vorsorgen?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Auch nach der Pflegereform wird kein Weg an einer privaten Zusatzabsicherung vorbeiführen. Die demografische Entwicklung setzt jetzt schon finanzielle Grenzen. Diese Grenzen werden in den nächsten ... [mehr]Auch nach der Pflegereform wird kein Weg an einer privaten Zusatzabsicherung vorbeiführen. Die demografische Entwicklung setzt jetzt schon finanzielle Grenzen. Diese Grenzen werden in den nächsten 20 Jahren eher enger als weiter werden. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat ist moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Bei großem Andrang werden zunächst Fragen beantwortet, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von SORROW:
Meine Tante hat eine schwere OP hinter sich und braucht zu Hause jemanden, der sie unterstützt, mobilisiert, gezielt pflegt. Wo kann ich so jemanden finden?

Antwort von Andrea Schneider:
Für die pflegerische Versorgung ist in erster Linie die Pflegekasse Ihrer Tante zuständig. Diese tritt auf Antrag mit Leistungen ein, wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung ... [mehr]Für die pflegerische Versorgung ist in erster Linie die Pflegekasse Ihrer Tante zuständig. Diese tritt auf Antrag mit Leistungen ein, wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) die Voraussetzungen einer Pflegestufe bestätigt. Von daher empfehlen wir Ihrer Tante, einen Antrag auf Pflegeleistungen bei ihrer Pflegekasse zu stellen. Allerdings ist für die Zuerkennung einer Pflegestufe neben einem gewissen täglichen Hilfebedarf eine weitere Voraussetzung, dass der Hilfebedarf dauerhaft - für mindestens sechs Monate - besteht. Seitens der Pflegekasse besteht jedoch auch die Möglichkeit, befristete Leistungszusagen zu erteilen, wenn die weitere Entwicklung des Hilfebedarfes noch nicht absehbar ist. Entsprechend der zuerkannten Pflegestufe zahlt die Pflegekasse bestimmte Leistungsbeträge zu den Kosten einer Pflegefachkraft. Zugelassene Pflegedienste in Ihrer Nähe können Sie im Internet finden. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von ALIBABA:
Angenommen, ich habe eine private Pflegezusatzversicherung, die auch im Demenzfall zahlt. Aber wann genau springt sie ein? Gerade bei der Demenz gibt es ja so viele verschiedene Grade.

Antwort von Athanasios Almbanis:
Demenz wird in der Regel durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) anhand eines 13-Punkte-Katalogs festgestellt beziehungsweise eingestuft. Man spricht hier von der Einschränkung der Alltagskompetenz. ... [mehr]Demenz wird in der Regel durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) anhand eines 13-Punkte-Katalogs festgestellt beziehungsweise eingestuft. Man spricht hier von der Einschränkung der Alltagskompetenz. Es gibt Tarife und Gesellschaften, die bereits ab zwei Kriterien Demenzleistungen beinhalten. Es gibt aber auch Tarife, die erst ab drei Kriterien Demenzleistungen vorsehen. Der Gestzgeber sieht Pflegegeldleistungen ab zwei Kriterien vor. Darüber hinaus gibt es auch Tarife, die zwar eine Demenzleitung vorsehen, aber erst ab der Pflegestufe 1. Bei diesen Tarifen ist die klassische Demenz als Pflegestufe 0 nicht enthalten. Sie sollten Ihren Vertrag entsprechend prüfen. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von MARBURGER:
Gegen Demenz und Alzheimer ist ja anscheinend im wahrsten Sinne des Wortes noch kein Kraut gewachsen. Kann man den Verlauf der Krankheit trotzdem hinauszögern und was empfehlen Sie?

Antwort von Bernd Meißnest:
Es ist richtig, ein Mittel zur Heilung gibt es nicht. Die sogenannten Antidementiva können in der Frühphase den Prozess hinauszögern, haben allerdings auch Nebenwirkungen und sind ... [mehr]Es ist richtig, ein Mittel zur Heilung gibt es nicht. Die sogenannten Antidementiva können in der Frühphase den Prozess hinauszögern, haben allerdings auch Nebenwirkungen und sind zudem sehr teuer. Für die auf dem Markt frei verfügbaren Präparate wie etwa Gingko gibt es keine sicheren Ergebnisse, dass sie wirken. Hier empfehle ich, das das Geld lieber in Beschäftigung und in Aktivität zu investieren. Die wichtigste Prävention bei gestellter Diagnose ist die gute medizinische Begleitung der körperlichen Erkrankungen. Der Diabetes oder der Blutdruck beispielsweise müssen gut eingestellt sein. Zudem hilft Aktivität und Stärkung der noch vorhandenen Fähigkeiten. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von WELTMEISTER:
Wenn ich Geld aus einer privaten Pflegezusatzversicherung bekomme: kann ich damit machen, was ich will, oder gibt es da Beschränkungen durch die Versicherung?

Antwort von Athanasios Almbanis:
In der Regel stehen die Pflegegelder aus der privaten Pflegezusatzversicherung zur freien Verfügung beziehungsweise sie sind nicht zweckgebunden. Das gilt aber nicht für jedes Produkt. Sie ... [mehr]In der Regel stehen die Pflegegelder aus der privaten Pflegezusatzversicherung zur freien Verfügung beziehungsweise sie sind nicht zweckgebunden. Das gilt aber nicht für jedes Produkt. Sie sollten sich auf jeden Fall für ein Produkt entscheiden, dass die versicherte Leistung ohne Zweckbindung ausbezahlt. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von BARBARA B.:
Mein Vater ist 84 Jahre alt und hat die Pflegestufe II erhalten. Er fährt aber noch Auto. Wäre das ein Grund, ihm die Pfegestufe II zu streichen, es ist ja eigentlich gegensätzlich?

Antwort von Andrea Schneider:
Das Vorliegen der Pflegestufe II steht der Fähigkeit, im Alter von 84 Jahren noch Auto fahren zu können, grundsätzlich nicht entgegen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung ... [mehr]Das Vorliegen der Pflegestufe II steht der Fähigkeit, im Alter von 84 Jahren noch Auto fahren zu können, grundsätzlich nicht entgegen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) hat bei der Beurteilung der Pflegebedürftigkeit den Hilfebedarf im grundpflegerischen und hauswirtschaftlichen Bereich zu beurteilen. Auch wenn Ihr Vater aufgrund diverser Einschränkungen Hilfestellungen etwa beim Waschen, den Toilettengängen oder im Rahmen der Mobilität im Umfang einer Schwerpflegebedürftigkeit - Pflegestufe II - benötigt, so kann er dennoch die Fähigkeit besitzen, sicher und verantwortungsvoll Auto zu fahren. Allerdings sollte dies im Interesse aller regelmäßig überprüft werden, um eine Eigen- und/oder Fremdgefährdung auszuschließen. [weniger]

Christine Sowinski
Christine Sowinski,
Krankenschwester, Diplom-Psychologin, Pflegeexpertin, Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Frage von MAIKäFER:
Mein dementkranker Opa lebt bei uns im Haushalt. Er vergisst öfter, sich anzuziehen, oder erkennt uns nicht. Meine Kinder sind von seinem Verhalten sehr irritiert, die Große geht auf Abstand. Schadet es den Kindern, wenn sie mit der fortschreitenden Krankheit ihres Ur-Opas konfrontiert werden?

Antwort von Christine Sowinski:
Krankheiten gehören zum Leben. Für Kinder ist es schlimmer, wenn es vertuscht oder verheimlicht wird. Das macht mehr Angst. Es gibt auch Bücher, die in kindgerechter ... [mehr]Krankheiten gehören zum Leben. Für Kinder ist es schlimmer, wenn es vertuscht oder verheimlicht wird. Das macht mehr Angst. Es gibt auch Bücher, die in kindgerechter Weise die Demenz beschreiben. Erklären Sie, dass es sich um eine Krankheit handelt. Ziehen Sie Infomaterial etwa von den Alzheimergesellschaften zu Hilfe. Die Demenz berührt erst spät die gefühlsmäßige Ansprechbarkeit des Menschen. Der Betroffene spürt ihre Liebe und Unterstützung, kann Freude über alltägliche Dinge empfinden. Kinder orientieren sich an ihren Eltern. Sie sind das Modell, wie man mit Krankheiten und Schicksalsschlägen umgeht. Lassen Sie den Kindern Zeit, sich daran zu gewöhnen. Zwingen Sie sie zu nichts. Die Auseinandersetzung mit unserer eigenen Verletzbarkeit und Sterblichkeit bedeutet auch für Kinder und Jugendliche einen großen Einschnitt im Leben, der sie aber reifer macht. Vertrauen Sie auf die Kreativität Ihrer Kinder. Sie können oft besser als Erwachsene Kontakt zu Menschen mit Demenz herstellen. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von PETRA:
Meine Mutter hat Demenz, aber in letzter Zeit haben wir das Gefühl, dass es schlimmer wird. Sie lebt immer öfter in ihrer eigenen Welt, wartet auf Freundinnen, die schon lange gestorben sind, fragt nach uns, obwohl wir neben ihr sitzen. Können wir etwas tun, damit es ihr wieder ein bisschen besser geht?

Antwort von Bernd Meißnest:
So wie Sie den Zustand Ihrer Mutter beschreiben, ist sie in ihrer biographischen Welt. Sie dort auch abzuholen, ist eine große Herausforderung. Gut für Ihre Mutter ... [mehr]So wie Sie den Zustand Ihrer Mutter beschreiben, ist sie in ihrer biographischen Welt. Sie dort auch abzuholen, ist eine große Herausforderung. Gut für Ihre Mutter ist, wenn sie viel aus dieser Welt berichten kann, das Gefühl erlebt, da hört jemand zu. Erfolgreich ist es auch, Ihre Mutter in praktische Tätigkeiten einzubeziehen - Essen zubereiten oder leichte Gartenarbeit. Tätigsein für andere hebt die eigene Stimmung und gibt das Gefühl des Gebrauchtwerdens. 30 Prozent der Demenzerkrankten haben vor allem zu Beginn der Erkrankung depressive Symptome, unter anderem weil sie ihre Defizite erleben. Manchmal hilft hier eine antidepressive Therapie. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von BASKETS:
Muss man beim Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung Gesundheitsfragen beantworten?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Es sind in der Tat Gesundheitsfragen zu beantworten. Je nach Anbieter fallen diese unterschiedlich aus.

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von BERGER WERNER:
Mein alte Mutter kommt vom Pflegeheim nun zu uns nach Hause. Behält sie die Pflegestufe oder auf was muss ich mich jetzt einstellen?

Antwort von Andrea Schneider:
Der Wechsel von vollstationärer Pflege zur häuslichen Pflege ist nicht automatisch mit einer erneuten Begutachtung der Pflegebedürftigkeit beziehungsweise dem Entzug der Pflegestufe verbunden. Vielmehr sollten Sie ... [mehr]Der Wechsel von vollstationärer Pflege zur häuslichen Pflege ist nicht automatisch mit einer erneuten Begutachtung der Pflegebedürftigkeit beziehungsweise dem Entzug der Pflegestufe verbunden. Vielmehr sollten Sie sich die Frage stellen, wie die Pflege im häuslichen Umfeld am besten sichergestellt werden kann. Der Leistungsumfang der sozialen Pflegeversicherung ist vielfältig. So kann der ambulante Leistungsanspruch etwa in Form von Pflegegeld - bei vorhandenen privaten Pflegepersonen -, als Pflegesachleistung, also einem Pflegedienst, oder als Kombinationsleistung - Kombination aus Pflegeperson und Pflegedienst - abgerufen werden. Auch sollten Sie sich überlegen, ob im häuslichen Umfeld wohnumfeldverbessernde Maßnahmen wie etwa der Einbau einer ebenerdigen Dusche oder die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln wie einem Pflegebett erforderlich ist. Auch hierfür hält die Pflegekasse Leistungen bereit. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von HANSDAMPF:
Kann man einer dementiellen Erkrankung vorbeugen?

Antwort von Bernd Meißnest:
Das höchste Risiko, eine Demenzerkrankung zu bekommen, ist das Alter. Gut belegt ist mittlerweile, dass eine stabile, gute Körperkonstitution mit die wichtigste Präventionsmaßnahme ist. Der bestehende ... [mehr]Das höchste Risiko, eine Demenzerkrankung zu bekommen, ist das Alter. Gut belegt ist mittlerweile, dass eine stabile, gute Körperkonstitution mit die wichtigste Präventionsmaßnahme ist. Der bestehende Bluthochdruck oder der Diabetes beispielsweise sollten gut eingestellt sein. Gute Prävention bedeutet auch, differenziert zu leben, sich zu fordern, zu lesen, sich geistig zu betätigen. Gerade nach dem Eintritt in den Ruhestand geht es darum: Was kann ich tun, wie werde ich von anderen gebraucht? Medikamentöse präventive Maßnahmen gibt es nicht. Alles was auf dem Markt angeboten wird, ist wissenschaftlich leider nicht nachgewiesen. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von DARIUS:
Lohnt es sich, verschiedene Pflegezusatztarife miteinander zu kombinieren? Was empfehlen Sie mir diesbezüglich?

Antwort von Athanasios Almbanis:
So pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Wenn es darum geht, einen alten Tarif mit einem neuen Tarif zu kombinieren, um "alte Leistungen" durch zeitgemäße ... [mehr]So pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Wenn es darum geht, einen alten Tarif mit einem neuen Tarif zu kombinieren, um "alte Leistungen" durch zeitgemäße zu ergänzen, spricht vom Grundsatz her nichts dagegen. Damit könnte die eigene Pflegeabsicherung auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass alte Tarife vom Leistungsinhalt von den heutigen sehr weit entfernt sind. In einem solchen Fall muss sehr genau geprüft werden, wie damit verfahren werden kann. Nicht sinnvoll ist die Zusammenstellung unterschiedlicher Einzelleistungen wie etwa der Demenzleistung, stationäre oder ambulante Absicherung oder Assistance-Leistungen über verschiedene Tarife oder gar Versicherungsunternehmen. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von JOE:
Gibt es im Internet ein Informations-/Bewertungsportal für Pflegeheime, damit ich diese untereinander vergleichen kann? Oder ist es besser, sich vor Ort ein Bild zu machen?

Antwort von Andrea Schneider:
Im Rahmen von jährlichen Qualitätsprüfungen, welche der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) in Pflegeheimen durchführt, wird eine Einschätzung der Versorgungsqualität - eine Stichprobenprüfung unter den Pflegebedürftigen ... [mehr]Im Rahmen von jährlichen Qualitätsprüfungen, welche der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) in Pflegeheimen durchführt, wird eine Einschätzung der Versorgungsqualität - eine Stichprobenprüfung unter den Pflegebedürftigen - sowie die Prüfung der Pflegeplanung, Organisation und Dokumentation vorgenommen. Das Prüfergebnis wird in transparenter Form mit Hilfe von Noten veröffentlicht. Diese Pflegenoten sind unter anderem in Suchportalen wie dem Pflegelotsen abgebildet. Die Pflegebedürftigen beziehungsweise deren Angehörige können sich so ein Bild über die Einrichtung machen. Allerdings ersetzt dies nicht den persönlichen Eindruck, den man durch einen Besuch der in Betracht kommenden Pflegeeinrichtung erhält. Die Pflegenoten sind daher ein guter Anhaltspunkt und können für eine Vorauswahl hilfreich sein. Um letztlich die Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung zu treffen, ist jedoch ein persönlicher Besuch empfehlenswert. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von BIENCHEN:
Ich bin weiblich, 45 Jahre alt. Lohnt es sich für mich überhaupt noch, über Pflege-Bahr privat vorzusorgen? Der Staat gibt ja Zuschüsse, aber was am Ende herauskommt, ist ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein...

Antwort von Athanasios Almbanis:
Ab einem Eintrittsalter von 35 und älter lohnt sich eine Pflegebahr-Absicherung nicht mehr. "Der Hebel" der Beitragsförderung von fünf Euro ist dann zu gering. Meine Empfehlung ... [mehr]Ab einem Eintrittsalter von 35 und älter lohnt sich eine Pflegebahr-Absicherung nicht mehr. "Der Hebel" der Beitragsförderung von fünf Euro ist dann zu gering. Meine Empfehlung für Sie wäre der Abschluss eines ungeförderten Tarifs. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von CHRIS:
Auf welcher Basis wird die Diagnose "Demenz" gestellt, welche Anzeichen müssen da vorliegen?

Antwort von Bernd Meißnest:
Die Diagnose der Demenz sollte von einem Facharzt für Psychiatrie, Neurologie oder Geriatrie gestellt werden. Grundvoraussetzung für die Diagnosestellung sind zahlreiche Untersuchungen. Hierzu gehört die umfassende ... [mehr]Die Diagnose der Demenz sollte von einem Facharzt für Psychiatrie, Neurologie oder Geriatrie gestellt werden. Grundvoraussetzung für die Diagnosestellung sind zahlreiche Untersuchungen. Hierzu gehört die umfassende Erfassung der Vorgeschichte, Befragung des Betroffenen, der Angehörigen, des Umfeldes. Abfragung der Vorerkrankungen, der aktuellen Medikamente. Eine ärztliche körperliche Untersuchung, Kontrolle der Laborwerte, eine Computertomographie des Kopfes sowie eine neuropsychologische Testuntersuchung schließen sich an. Mit dieser Diagnostik gelingt die Erfassung körperlicher Ursachen einer Demenz. Parallel dazu ist die Erfassung des Unterstützungsbedarfs angezeigt. Welche Hilfen benötigt die Person, um in ihren vier Wänden weiterleben zu können? Pflegeeinstufung und Vorsorgevollmacht sind zu klären. Zeichen einer beginnenden Demenz sind: Störung der Orientierung, Vergesslichkeit, Einschränkungen im Alltag und sozialer Rückzug. [weniger]

Christine Sowinski
Christine Sowinski,
Krankenschwester, Diplom-Psychologin, Pflegeexpertin, Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Frage von IRMA:
Mein Mann ist vor vielen Jahren gestorben, seither lebe ich allein. Mit zunehmendem Alter fällt mir das Alleinsein aber immer schwerer. Jetzt habe ich von Senioren-WGs gelesen und möchte selbst eine gründen. Gibt es hier besondere Vorschriften?

Antwort von Christine Sowinski:
Das ist für jedes Bundesland unterschiedlich geregelt. Hilfreich ist es, sich mit Unterstützung oder alleine im Internet zu informieren. Eine gute Übersicht erhalten Sie beispielsweise auf ... [mehr]Das ist für jedes Bundesland unterschiedlich geregelt. Hilfreich ist es, sich mit Unterstützung oder alleine im Internet zu informieren. Eine gute Übersicht erhalten Sie beispielsweise auf der Webseite www.wg-qualitaet.de. Dort sind auch die Regelungen in den einzelnen Bundesländern aufgeführt. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von MALI:
Ich bin mit dem Heim, in dem meine Oma untergekommen ist, absolut nicht zufrieden. Anfangs war alles toll, aber mittlerweile fallen mir immer öfter Sachen auf, die ich nicht in Ordnung finde. Kann ich meine Oma auch in einem anderen Heim unterbringen?

Antwort von Andrea Schneider:
Selbstverständlich können Sie das. Der Wechsel zwischen Pflegeheimen stellt kein Problem dar. Teilen Sie der zuständigen Pflegekasse in diesem Fall das Aus- und Einzugsdatum sowie die ... [mehr]Selbstverständlich können Sie das. Der Wechsel zwischen Pflegeheimen stellt kein Problem dar. Teilen Sie der zuständigen Pflegekasse in diesem Fall das Aus- und Einzugsdatum sowie die Adresse der neuen Einrichtung mit, damit die Leistungen der vollstationären Pflege den richtigen Leistungserbringern zugeführt werden können. Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Ihrer Nähe finden Sie im Internet. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von LILA:
Ich bin nicht mehr die Jüngste und habe mich schon mal über Pflegeheime und betreutes Wohnen informiert. Dabei sind mir die sehr hohen Preise bei den Pflegeheimen aufgefallen. Wenn ich jetzt pflegebedürftig werde, kann ich mir ein Heim nicht leisten. Wie kann man das finanzieren?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Es kommt auf Ihr Alter an. Bei einem Eintrittsalter beispielsweise von 65 müssten Sie für einen guten Pflegezusatz-Schutz ca. 100 Euro einplanen. Eine ansatzweise Kostendeckung über ... [mehr]Es kommt auf Ihr Alter an. Bei einem Eintrittsalter beispielsweise von 65 müssten Sie für einen guten Pflegezusatz-Schutz ca. 100 Euro einplanen. Eine ansatzweise Kostendeckung über alle Pflegestufen - ambulant oder stationär - kann dann unter Umständen über die staatliche Zuwendung in Kombination mit einer privaten Pflegezusatzversicherung erreicht werden. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von SHINY:
Bei unserem Vater wurde Alzheimer diagnostiziert. Worauf müssen wir uns jetzt einstellen beziehungsweise was haben wir jetzt zu beachten?

Antwort von Bernd Meißnest:
Die Diagnose bedeutet, dass Ihr Vater eine nicht heilbare, chronisch voranschreitende Erkrankung hat, bei der die Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit langsam steigen wird. Hier ist es empfehlenswert, ... [mehr]Die Diagnose bedeutet, dass Ihr Vater eine nicht heilbare, chronisch voranschreitende Erkrankung hat, bei der die Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit langsam steigen wird. Hier ist es empfehlenswert, sich frühzeitig über die Möglichkeiten der Betreuung und Pflege zu informieren. Besteht bereits eine Pflegestufe? Gibt es eine Vorsorgevollmacht? Ist Ihr Vater tagsüber gut gefordert, so dass er seine Ressourcen nutzen kann? Aktivität ist wichtig und gut, allerdings in einem geordneten Ablauf. Tägliche Wechsel der Angebote verwirren Ihren Vater eher. Sie sollten darauf achten, dass körperliche Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck gut behandelt sind. Eine schlechte Einstellung dieser Erkrankungen können zu einem raschen Voranschreiten der Demenz führen. [weniger]

Christine Sowinski
Christine Sowinski,
Krankenschwester, Diplom-Psychologin, Pflegeexpertin, Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Frage von C. A.:
Meine Mutter liegt nach einer schweren Darm-OP im Krankenhaus. Nach einem Gespräch mit dem Arzt stellte sich heraus, dass sie nicht mehr in ihre Wohnung zurück kann. Nun muss ein Heim gefunden werden. Worauf muss ich da achten?

Antwort von Christine Sowinski:
Fragen Sie Ihre Mutter, sofern das geht, was ihr dabei wichtig ist. Soll es in der Nähe der früheren Wohnung sein, soll es in Ihrer Nähe ... [mehr]Fragen Sie Ihre Mutter, sofern das geht, was ihr dabei wichtig ist. Soll es in der Nähe der früheren Wohnung sein, soll es in Ihrer Nähe sein, kennt sie schon ein Haus, das sie bevorzugt. Soll es ein bestimmte Träger sein, wie etwa die Caritas, Diakonie, AW0? Oft sind diese Gespräche sehr schwierig. Die Betroffene weint sehr viel und befindet sich in einer Art "Schockzustand". Eine erfolgreiche Methode ist, dass sich die Angehörigen einen Fragenkatalog erarbeiten, die Heime persönlich besuchen. Wichtig ist, dass Sie sich unterschiedliche Häuser ansehen, um einen Kontrasteffekt zu haben. Erfahrungen zeigen, dass sich Angehörige sehr schnell ein Bild davon verschaffen können, welches Haus am besten zu der eigenen Situation passt. Achten Sie dabei auf Ihr "Bauchgefühl": Wie ist der Gesamteindruck, geht man freundlich mit Ihnen und den dort lebenden Menschen um? Natürlich gibt es Checklisten im Internet und die Noten zu den einzelnen Häusern, aber am allerbesten ist Ihre Einschätzung. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von BRIGITTE:
Meine Schwiegermutter, eigentlich noch relativ fit, aber teilweise sehr vergesslich, verlässt das Haus und lässt die Türe offen, vergisst die Herdplatte auszuschalten, verlegt ihren Schlüssel und findet ihn nicht mehr. Jetzt wollen mein Mann und ich in Urlaub fahren, haben aber Angst, sie alleine im Haus zu lassen. Ich habe von einer Kurzzeitpflege gelesen, können wir diese in Anspruch nehmen?

Antwort von Andrea Schneider:
Sofern Ihrer Schwiegermutter bereits mindestens die Pflegestufe I zuerkannt wurde, besteht Anspruch auf Leistungen der Kurzzeitpflege von bis zu maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr und einem ... [mehr]Sofern Ihrer Schwiegermutter bereits mindestens die Pflegestufe I zuerkannt wurde, besteht Anspruch auf Leistungen der Kurzzeitpflege von bis zu maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr und einem Betrag von maximal 1.550 Euro. Damit die Pflegekasse die Leistungsvoraussetzungen prüfen kann, ist ein entsprechender Antrag bei der Pflegekasse zu stellen. Zugelassene Kurzzeitpflegeeinrichtungen in Ihrer Nähe können beispielsweise über den Pflegelotsen - Verlinkung beispielsweise unter www.kkh.de - im Internet gesucht werden. Die Abrechnung erfolgt durch die Einrichtung direkt mit der Pflegekasse. Berücksichtigungsfähige Kosten sind die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie notwendige Leistungen der medizinischen Behandlungspflege. Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten gehören nicht zu den berücksichtigungsfähigen Aufwendungen und sind vom Pflegebedürftigen selbst zu tragen. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von NORDLICHT:
2015 soll ja die große Pflegereform kommen. Was kann man davon erwarten beziehungsweise was wird sich vor allem ändern?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Trotz Reformen wird sich nichts an der unzulänglichen Finanzierung der Pflege ändern. Aktuell wird über die Neudefinition der Pflege diskutiert und gesprochen. Es wird auch eine ... [mehr]Trotz Reformen wird sich nichts an der unzulänglichen Finanzierung der Pflege ändern. Aktuell wird über die Neudefinition der Pflege diskutiert und gesprochen. Es wird auch eine kleine Aufstockung in den Pflegegeld- und Sachleistungen sowie den Kosten in den Pflegeheimen geben. Alles in allem zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber aus finanzieller Sicht absolut nicht ausreichend. Die demografische Entwicklung wird dieses Problem in den nächsten 20 Jahren enorm verschärfen. Die staatliche Lösung ist und bleibt nur eine Teilkaskolösung. Je früher sich jemand für eine private Pflegezusatz-Versicherung entscheidet, desto günstiger sind die Beiträge beziehungsweise desto höher werden die zu erwartenden Leistungen ausfallen. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von SALLY:
Unsere Oma vergisst in letzter Zeit einiges, lässt zum Beispiel die Wohnungstüre offenstehen und streitet hinterher ab, dass sie es war, verlegt Dinge und schimpft, weil sie sie nicht mehr am gewohnten Platz findet. Sind das schon Anzeichen für eine Demenz oder ist das altersbedingte Vergesslichkeit?

Antwort von Bernd Meißnest:
Jeder wird im Alter etwas vergesslich, das ist zunächst normal. Normal ist auch, dass wir uns im Alter "Eselsbrücken" bauen, um Dinge wieder besser zu ... [mehr]Jeder wird im Alter etwas vergesslich, das ist zunächst normal. Normal ist auch, dass wir uns im Alter "Eselsbrücken" bauen, um Dinge wieder besser zu erinnern. Wenn dies gelingt und Korrekturen möglich sind, sprechen wir nicht von einem demenziellen Prozess. Sobald aber die Korrekturen nicht mehr möglich sind, Dinge verlegt werden und sich an völlig abwegigen Orten wiederfinden, dann kann eine Demenz vorliegen, die dann medizinisch durch eine fundierte Diagnostik verifiziert werden sollte. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von HARALD:
Ich höre immer öfter in meinem Umfeld, dass Bekannte für die Pflege ihrer Eltern eine günstige Pflegekraft, meistens eine Polin, engagieren. Ich überlege das auch, für den Fall, das meine Eltern mal auf Hilfe angewiesen sind. Wohin kann ich mich da wenden und kann ich sicher sein, dass alles mit rechten Dingen zugeht?

Antwort von Andrea Schneider:
Die Agenturen in Deutschland vermitteln in der Regel nur den Kontakt zu den Entsendefirmen im Ausland. Mit der Pflege selbst hat die Vermittlungsagentur nichts zu tun. ... [mehr]Die Agenturen in Deutschland vermitteln in der Regel nur den Kontakt zu den Entsendefirmen im Ausland. Mit der Pflege selbst hat die Vermittlungsagentur nichts zu tun. Ebenso wenig die Pflegekassen, da für den Fall der selbst sichergestellten Pflege - hier durch eine ausländische Pflegekraft - lediglich Pflegegeld entsprechend der jeweiligen Pflegestufe gezahlt werden kann. Dass die Pflege dennoch ausreichend sichergestellt ist, wird im Rahmen von vorgeschriebenen Beratungseinsätzen quartalsweise oder halbjährlich überprüft. Die ausländischen Pflegekräfte unterliegen keinen Qualitätsanforderungen beziehungsweise -überprüfungen, wie es bei in Deutschland zugelassenen Pflegediensten der Fall ist. Da die Agenturen teilweise nur eine sehr unzureichende Rechtsaufklärung betreiben, sollten Sie sich daher im Vorfeld genau über die aktuelle Rechtslage - Arbeitgeberverhältnis, Anmeldung zur Sozialversicherung, Steuern - erkundigen. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von KLAUS S.:
Sollen Demenzkranke eigentlich von ihrer eigenen Diagnose erfahren?

Antwort von Bernd Meißnest:
Ja, auf jeden Fall. Die Frage ist allerdings, wie die Diagnose erläutert wird. Meist wissen die betroffenen Personen schon früh um ihre Defizite, spüren, dass etwas ... [mehr]Ja, auf jeden Fall. Die Frage ist allerdings, wie die Diagnose erläutert wird. Meist wissen die betroffenen Personen schon früh um ihre Defizite, spüren, dass etwas nicht stimmt. Zunächst gehen sie darüber hinweg, vermeiden schwierige Situationen, ziehen sich aus sozialen Kontakten zurück. Oftmals ist es eine Erleichterung, wenn die Betroffenen konkret erfahren, was sie haben. Wichtig ist es, die Diagnose nicht nur mit den entsprechenden Defiziten zu erläutern, sondern vor allem auch die Ressourcen anzuführen. Also das, was die Person noch kann. Die Diagnose sollte im Beisein der Angehörigen durch den Arzt mitgeteilt werden. [weniger]

Christine Sowinski
Christine Sowinski,
Krankenschwester, Diplom-Psychologin, Pflegeexpertin, Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Frage von H.B.:
Mein Vater, der nie in ein Heim wollte, ist durch einen Schlaganfall pflegebedürftig geworden. Ich kann das leider nicht selbst machen. Nun suche ich ein Heim, in dem er sich auch wohlfühlt. Er soll nicht das Gefühl haben, dass ich ihn loswerden will.

Antwort von Christine Sowinski:
Wenn ein Familienmitglied in ein Heim einzieht, bricht das oft allen Beteiligten das Herz. Es ist besser, die Trauer darüber zuzulassen. Oft dauert es eine Weile, ... [mehr]Wenn ein Familienmitglied in ein Heim einzieht, bricht das oft allen Beteiligten das Herz. Es ist besser, die Trauer darüber zuzulassen. Oft dauert es eine Weile, bis der pflegebedürftige Mensch das Gefühl los wird, er wird abgeschoben. Das hängt davon ab, wie die Angehörigen sich weiter um ihn kümmern. Lassen Sie Ihrem Vater Zeit, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. In der Regel suchen ja die Angehörigen das Heim aus. Eine erfolgreiche Methode ist, dass sich die Angehörigen einen Fragenkatalog erarbeiten, die Heime persönlich besuchen. Wichtig ist, dass Sie sich unterschiedliche Häuser ansehen, um einen Kontrasteffekt zu haben. Erfahrungen zeigen, dass sich Angehörige sehr schnell ein Bild davon verschaffen können, welches Haus am besten zu der eigenen Situation passt. Achten Sie dabei auf Ihr "Bauchgefühl": Wie ist der Gesamteindruck, geht man freundlich mit Ihnen und den dort lebenden Menschen um? [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von MARION W.:
Kann ich verhindern, dass meine Kinder später eventuell für meine Pflege zahlen müssen? Ich möchte ihnen nicht auf der Tasche liegen.

Antwort von Athanasios Almbanis:
Sie müssten in der Tat eine private Pflegezusatz-Versicherung abschließen. Eine andere Lösung gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Je früher Sie damit beginnen, desto günstiger ist ... [mehr]Sie müssten in der Tat eine private Pflegezusatz-Versicherung abschließen. Eine andere Lösung gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Je früher Sie damit beginnen, desto günstiger ist der Beitrag beziehungsweise desto höher ist die Leistung. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von NORA:
Unser pflegebedürftiger Vater wurde vom Medizinischen Dienst der Krankenkasse nur in die Pflegestufe 1 eingestuft, aber wir sind der Meinung, dass er mindestens die 2 bekommen müsste. Können wir der Einstufung widersprechen?

Antwort von Andrea Schneider:
Sofern Sie mit der zuerkannten Pflegestufe nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides bei der zuständigen Pflegekasse schriftlich oder ... [mehr]Sofern Sie mit der zuerkannten Pflegestufe nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides bei der zuständigen Pflegekasse schriftlich oder zur Niederschrift Widerspruch einzulegen. Dazu sollten Sie Ihren Widerspruch beispielsweise mit Hilfe eines Pflegetagebuches näher begründen und aufzeigen, in welchen Punkten Sie mit den Feststellungen des MDK nicht einverstanden sind und wie sich die Pflegesituation beziehungsweise der tatsächliche Hilfebedarf Ihres Erachtens darstellt. Je detaillierter ein Widerspruch begründet ist, umso besser kann ihn der MDK mit seinem Erstgutachten vergleichen und auf Abweichungen eingehen. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von MARIS:
Gibt es für den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung eine Altersbeschränkung?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Je nach Unternehmen gibt es Höchsteintrittsalter. Das kann bereits ab einem Eintrittsalter von 65 und älter sein. Der sogenannte Pflegebahrtarif hat keine Altersbeschränkung.

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von TOM:
Gibt es Medikamente, die ein Fortschreiten der Demenz verhindern oder verlangsamen können?

Antwort von Bernd Meißnest:
Die aktuell auf dem Markt verfügbaren Medikamente können maximal den Prozess hinauszögern, aber nicht verhindern. Frei verfügbare Mittel wie etwa Gingko haben kaum einen Effekt. Eine ... [mehr]Die aktuell auf dem Markt verfügbaren Medikamente können maximal den Prozess hinauszögern, aber nicht verhindern. Frei verfügbare Mittel wie etwa Gingko haben kaum einen Effekt. Eine eindeutige Wirkung konnte bis heute nicht nachgewiesen werden. Die Gruppe der Antidementiva werden gerade zu Beginn der Erkrankung eingesetzt, sind aber auch keine Garantie. Ihr Einsatz ist allerdings auch mit Nebenwirkungen verbunden und teuer. Die Gabe im fortgeschrittenen Stadium macht keine Sinn mehr. Das wichtigste Mittel, die Entwicklung hinauszuzögern, ist eine gute körperliche Konstitution, und dass körperliche Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck gut eingestellt sind. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von KIRI:
Bei meiner Mutter, die nach einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt, zeichnet sich ab, dass sie, wenn sie entlassen wird, auf Hilfe angewiesen ist. Die Pflegestufe wurde schon beantragt. Ich würde meine Mutter gerne selbst daheim pflegen. Welche Leistungen stehen mir zu?

Antwort von Andrea Schneider:
Der Leistungsumfang der sozialen Pflegeversicherung ist vielfältig. Nach Zuerkennung einer Pflegestufe stehen Ihnen im Rahmen der häuslichen Pflege beispielsweise folgende Leistungen zur Verfügung: Zahlung von Pflegegeld, ... [mehr]Der Leistungsumfang der sozialen Pflegeversicherung ist vielfältig. Nach Zuerkennung einer Pflegestufe stehen Ihnen im Rahmen der häuslichen Pflege beispielsweise folgende Leistungen zur Verfügung: Zahlung von Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kombinationsleistungen, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Pflegehilfsmittel, Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen, Tages-/Nachtpflege. Dies ist nur ein Auszug aus dem Leistungsportfolio der Pflegeversicherung. Abhängig von der jeweiligen Pflegesituation und dem Hilfebedarf sollten die in Anspruch genommenen Leistungen so eingesetzt werden, dass dem Pflegebedürftigen damit die bestmögliche Versorgung geboten und gleichzeitig die Pflegeperson nicht überfordert wird. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von HANS:
Sind Zahlungen aus einer Pflegezusatzversicherung grundsätzlich an die vom Medizinischen Dienst der Kassen festgestellte Pflegestufe gekoppelt oder kann man sich in der privaten Pflegevorsorge auch davon unabhängig machen?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Es kommt auf das Produkt an. Es gibt sogenannte Pflege-Renten-Tarife, welche sich nach den sogenannten ADL (Aktivitäten des täglichen Lebens) richten. Diese Tarife beziehungsweise Leistungen sind ... [mehr]Es kommt auf das Produkt an. Es gibt sogenannte Pflege-Renten-Tarife, welche sich nach den sogenannten ADL (Aktivitäten des täglichen Lebens) richten. Diese Tarife beziehungsweise Leistungen sind in der Einstufung unabhängig vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Ein solcher Tarif kosten aber fast doppelt so viel wie ein Pflege-Tagegeld-Tarif und kommt nicht an das Leistungsniveau und die Flexibilität eines Tagegeld-Tarifs heran.Die Mehrzahl der Pflegetagegeld-Anbieter richten sich aber nach der Einstufung durch den MDK. Aktuell ist nicht ersichtlich, ob MDK oder ADL besser oder schlechter einstufen. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von MALIKA:
Mein Vater pflegt unsere an Alzheimer erkrankte Mutter zu Hause, und es fällt ihm zunehmend schwerer. In ein Pflegeheim möchte er sie nicht abschieben. Wir Kinder wohnen leider alle zu weit weg, um ihn zu unterstützen. Kann er über die Krankenkasse Unterstützung in Anspruch nehmen?

Antwort von Andrea Schneider:
Für die pflegerische Versorgung ist in erster Linie die Pflegekasse des pflegebedürftigen Menschen zuständig. Die Pflegekasse tritt auf Antrag mit Leistungen ein, wenn der Medizinische Dienst ... [mehr]Für die pflegerische Versorgung ist in erster Linie die Pflegekasse des pflegebedürftigen Menschen zuständig. Die Pflegekasse tritt auf Antrag mit Leistungen ein, wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) die Voraussetzungen einer Pflegestufe bestätigt. Von daher empfehlen wir Ihnen einen Antrag auf Pflegeleistungen bei der Pflegekasse Ihrer Mutter zu stellen. Auch wenn der Hilfebedarf noch nicht den Umfang der Pflegestufe I erreicht, kann Ihre Mutter aufgrund der Demenzerkrankung in die sogenannte Pflegestufe 0 eingestuft werden. Auch in der Pflegestufe 0 können monatliche Geld- und/oder Sachleistungen, Pflegehilfsmittel und Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bezogen werden, die Ihrem Vater dabei helfen, die Pflege im häuslichen Bereich weiterhin sicherstellen zu können. Zusätzlich können Leistungen der Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden, um Ihren Vater zu entlasten. [weniger]

Christine Sowinski
Christine Sowinski,
Krankenschwester, Diplom-Psychologin, Pflegeexpertin, Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Frage von TINE:
Ich pflege meinen schwer an Demenz erkrankten Vater und es kostet mich viel Kraft. Kraft, die mir in meiner eigenen Familie wieder fehlt. Aber ich möchte ihn auch nicht in ein Heim bringen. Mein Mann setzt mich jetzt zusätzlich unter Druck, indem er mir Vorwürfe macht, ich würde die Familie vernachlässigen. Was soll ich nur tun?

Antwort von Christine Sowinski:
Wichtig ist, dass sich alle in der Familie oder auch enge Freunde an einen Tisch setzen und gemeinsam überlegen, wer den Vater in welcher Weise unterstützen ... [mehr]Wichtig ist, dass sich alle in der Familie oder auch enge Freunde an einen Tisch setzen und gemeinsam überlegen, wer den Vater in welcher Weise unterstützen kann. Gerade am Anfang geht es darum, Informationen einzuholen, welche Leistungen etwa der Pflegeversicherung beantragt werden können. Kontaktieren Sie die Pflegekasse Ihres Vaters. Auf keinen Fall sollten Sie dies alleine "stemmen". Beziehen dabei Ihren Mann mit ein. Männer werden bei solchen Situationen oft unterschätzt. Dass Ihr Mann darauf achtet, das die Familie nicht zu kurz kommt, ist langfristig gesehen auch ein Gewinn in dieser Situation. Wir haben zur gemeinsamen Unterstützung eines Familienmitgliedes, der Hilfe und Pflege braucht, ein Formblatt als Kopiervorlage entwickelt. Dort kann man täglich eintragen, wer was macht was. Pflegesituationen, die gut bewältigt wurden, waren sozusagen Gruppenarbeiten. Für einen Einzelnen ist es viel zu schwer. Auch die Leistungsfähigkeit von ambulanten Diensten wird oft unterschätzt. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von RONJA:
Unter welchen Umständen kann man eine Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen?

Antwort von Andrea Schneider:
Sofern mindestens Pflegestufe I zuerkannt wurde, besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Kurzzeitpflege von bis zu 28 Tagen pro Kalenderjahr und einem Betrag von maximal 1.550 Euro. ... [mehr]Sofern mindestens Pflegestufe I zuerkannt wurde, besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Kurzzeitpflege von bis zu 28 Tagen pro Kalenderjahr und einem Betrag von maximal 1.550 Euro. Kurzzeitpflegeeinrichtungen in Ihrer Nähe finden Sie etwa über den Pflegelotsen. Weitere Voraussetzung ist, dass die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden kann. Dies gilt etwa für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen oder in sonstigen Situationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist, etwa wegen Urlaub oder Krankheit der Pflegeperson. Auf Antrag prüft die Pflegekasse, ob es sich um eine zugelassene Kurzzeitpflegeeinrichtung handelt. Berücksichtigungsfähige Kosten sind die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie notwendige Leistungen der medizinischen Behandlungspflege. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von HEIDELBERGER:
Eine Tante von mir leidet an Alzheimer, ich bekomme mit, dass das für ihre Familie eine große psychische, aber vor allem auch finanzielle Belastung ist. Nun möchte ich gerne, dass meine eigenen Eltern gerade für diesen Fall der Demenz vorsorgen. Welche Möglichkeiten gibt es?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Ich empfehle Ihnen den Abschluss eine Pflegezusatz-Versicherung, welche alle Pflegestufen beinhaltet, also Pflegestufe 0, 1, 2 und 3. Die Pflegestufe 0 steht für die klassische Demenz.

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von KARL P.:
Meine Mutter hat Demenz und ich bin beunruhigt, da man immer wieder von Senioren liest, die sich verlaufen und nicht mehr zurückfinden und ähnliches. Andererseits möchte ich sie nicht zu sehr einengen. Wie verhalte ich mich richtig?

Antwort von Bernd Meißnest:
Das "Verlaufen" bei Demenzerkrankten Menschen passiert. In der Regel laufen sie nicht weg, sondern begeben sich auf einen Weg der Suche. Das beste Mittel gegen "Weglaufen" ... [mehr]Das "Verlaufen" bei Demenzerkrankten Menschen passiert. In der Regel laufen sie nicht weg, sondern begeben sich auf einen Weg der Suche. Das beste Mittel gegen "Weglaufen" ist Beschäftigung und Teilhabe am Alltag. Verschlossene Türen, Einsperren oder gar Fixierungen durch Medikamente oder manuelle Maßnahmen sind nicht hilfreich und ändern das Bedürfnis nicht. Im Vergleich zu der hohen Zahl an Demenzerkrankten in Deutschland ist die Zahl der "verloren gegangenen" Demenzkranken verschwindend gering. Hilfreich für Ihre Mutter wäre beispielsweise eine Integration in eine Tagespflege. [weniger]

Athanasios Almbanis
Athanasios Almbanis,
Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Frage von INBITAI13:
In welchem Alter ist es empfehlenswert eine Pflegeversicherung abzuschließen? Ich bin 63 Jahre alt. Was kann man absichern und wie hoch sind die monatlichen Beiträge?

Antwort von Athanasios Almbanis:
Bei Ihremm Eintrittsalter ist es noch sinnvoll. Ab einem Eintrittsalter von 75 oder noch älter müsste der Kosten-Nutzen-Faktor abgewägt werden. Bei diesem Alter hängt das auch ... [mehr]Bei Ihremm Eintrittsalter ist es noch sinnvoll. Ab einem Eintrittsalter von 75 oder noch älter müsste der Kosten-Nutzen-Faktor abgewägt werden. Bei diesem Alter hängt das auch mit der statistischen Lebenserwartung zusammen. Abgesichert werden sollte auf jeden Fall die Pflegestufe 0 - klassische Demenz - sowie die Pflegestufen 1 bis 3. Beachten Sie, dass in den jeweiligen Pflegestufen die Leistungen zur freien Verfügung stehen und nicht zweckgebunden sind. Damit ist zum Beispiel auch die Laienpflege abgesichert. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass für die stationäre Pflege keine medizinische Notwendigkeit bestehen muss. Ausschließlich Sie persönlich und nicht Ihr Gesundheitszustand sollte dafür ausschlaggebend sein. Für eine vernünftige Pflegeabsicherung müssten Sie bei Ihrem Eintrittsalter mit etwa 100 Euro Monatsbeitrag rechnen. [weniger]

Bernd Meißnest
Bernd Meißnest,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie. Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.

Frage von ELSE:
Meine ältere Schwester sieht immer dünner und abgemagerter aus. Sie ist dement. Gibt es da einen Zusammenhang? Ich mache mir wirklich Sorgen.

Antwort von Bernd Meißnest:
Je dementer die Erkrankten werden, desto mehr schwindet auch das Gefühl nach Hunger und Durst. Die erkrankten Menschen "vergessen" schlicht das Essen, ernähren sich einseitig. Dennoch ... [mehr]Je dementer die Erkrankten werden, desto mehr schwindet auch das Gefühl nach Hunger und Durst. Die erkrankten Menschen "vergessen" schlicht das Essen, ernähren sich einseitig. Dennoch ist es wichtig, bei diesen beschriebenen körperlichen Veränderungen den Hausarzt zu konsultieren, um auch körperliche Erkrankungen auszuschließen. Je dementer die Personen, umso seltener werden sie allerdings vom Arzt gesehen. Der Hauptgrund ist vor allem, dass sie selbst Schmerzen, Gewichtsabnahme, Krankheitssymptome nicht mehr ausreichend wahrnehmen. Die Forderung müsste dann eigentlich sein: je dementer, desto häufiger sollte eine ärztliche Untersuchung stattfinden. [weniger]

Andrea Schneider
Andrea Schneider,
Referatsleiterin der Pflegekasse bei der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, Hannover. Expertin für Unterstützungsleistungen im Pflegefall.

Frage von NELE:
Mein Mann, pflegebedürftig, und ich besitzen eine Eigentumswohnung, in der ich ihn pflege. Wir haben keine Kinder und möchten auch gerne in der Wohnung bleiben. Für den Fall, dass ich auch pflegebedürftig werde, kann ich mich da absichern, dass für uns beide die Pflege in der eigenen Wohnung gewährleistet ist?

Antwort von Andrea Schneider:
Der Leistungsumfang der sozialen Pflegeversicherung ist vielfältig. Auch wenn in Zukunft keine privaten Pflegepersonen mehr vorhanden sein sollten, da Sie als bisherige Pflegeperson selbst auf Hilfe ... [mehr]Der Leistungsumfang der sozialen Pflegeversicherung ist vielfältig. Auch wenn in Zukunft keine privaten Pflegepersonen mehr vorhanden sein sollten, da Sie als bisherige Pflegeperson selbst auf Hilfe angewiesen sind, kann etwa durch Einbindung eines professionellen Pflegedienstes die häusliche Pflege weiterhin sichergestellt werden. Entsprechend der zuerkannten Pflegestufe werden dann monatliche Sachleistungsbeträge an den Pflegedienst gezahlt, für die grundpflegerische, hauswirtschaftliche oder betreuende Tätigkeiten erbracht werden. Aber auch Zuschüsse der Pflegekasse zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen wie etwa zum Einbau einer ebenerdigen Dusche, zum Einbau von Türverbreiterungen und vielem mehr können den Verbleib in den eigenen vier Wänden möglichst lange gewährleisten. Zusätzlich ist eine finanzielle Absicherung durch eine Pflegezusatzversicherung empfehlenswert. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, das Thema "Pflege" bewegt die Bundesbürger, wir danken Ihnen für die rege Teilnahme an unserem Chat! Leider konnten wir nicht alle Fragen beantworten, wir hoffen aber, dass Sie Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche beantwortet vorgefunden haben. Wir verabschieden uns für heute von Ihnen und wünschen Ihnen noch einen angenehmen Abend.