25.09.2014:

Herzrhythmusstörung

Schnelle Hilfe fürs Herz – Symptome richtig erkennen

Leiden Sie unter Herzrhythmusstörungen und haben Angst, das Herz könnte einmal stehen bleiben?
Gab es in Ihrer Familie bereits eine plötzlichen Herztod und Sie wollen vorsorgen, damit Ihnen das nicht auch passiert?
Glauben Sie, Ihr Herz ist krank, Sie sind sich aber nicht sicher, ob eventuell andere Krankheitsbilder dahinter stecken?


Ist das Herz krank, kommt die richtige Behandlung häufig zu spät – weil die Symptome nicht richtig gedeutet werden. Wertvolle Zeit geht verloren, wenn man ein „Stolpern“ oder verstärktes Klopfen des Herzens nicht als Anzeichen möglicherweise gefährlichen Herzrhythmusstörungen erkennt. Oft werden Schmerzen in den Armen oder im oberen Bauchbereich auch nicht als Zeichen eines Herzinfarkts wahrgenommen. Ein stiller Killer ist der Bluthochdruck: Oft jahrelang unbemerkt, verursacht er plötzlich schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wie kann dem Herzen geholfen werden, welche Symptome erfordern ein schnelles Handeln und was lässt sich vorbeugend gegen Rhythmusstörungen, Infarkt & Co. tun?

Chat-Protokoll

Moderator:
Wir heißen Sie herzlich willkommen beim Chat zum Thema „Herzrhythmusstörung“. Wir freuen uns auf Ihre Fragen! Los geht’s…

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von WILHELM BLUM:
Mein Hausarzt hat bei mir kürzlich leichte Herzrhythmusstörungen festgestellt. Können die sich auch noch verschlimmern, und wenn ja, kann man vorbeugen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Eine Überprüfung ist in Ihrem Fall erforderlich, da sich die Rhythmusstörungen verschlimmern können. Dagegen hilft eine gute Blutdruckeinstellung, wichtig ist ein normaler Kalium- und Magnesiumhaushalt. Sie ... [mehr]Eine Überprüfung ist in Ihrem Fall erforderlich, da sich die Rhythmusstörungen verschlimmern können. Dagegen hilft eine gute Blutdruckeinstellung, wichtig ist ein normaler Kalium- und Magnesiumhaushalt. Sie sollten sich regelmäßig beim Hausarzt kontrollieren lassen, etwa durch ein 24-Stunden-EKG. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von ELKE:
Bei mir wurde ein leicht unregelmäßiger Herzschlag festgestellt. Letztens war ich auf einer Magnetschmuckparty meiner Freundin und die Verkäuferin meinte, dass Magnetschmuck hier helfen kann. Stimmt das wirklich?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Nach Ihrer Beschreibung liegt vermutlich eine harmlose Störung vor. Trotzdem sollte man versuchen, mittels EKG die Art der Stolperer genauer zu identifizieren. Magnetschmuck als Therapie ist ... [mehr]Nach Ihrer Beschreibung liegt vermutlich eine harmlose Störung vor. Trotzdem sollte man versuchen, mittels EKG die Art der Stolperer genauer zu identifizieren. Magnetschmuck als Therapie ist natürlich kein standardisiertes Heilverfahren. Trotzdem können Sie es probieren. Ansonsten kämen auch Weißdornpräparate oder Magnesium infrage. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von CLAUDIA_H:
Ich bin sehr sportlich, muss jetzt aber häufig beim Joggen pausieren, weil mein Herz anfängt zu rasen. Mein Arzt sprach von einer Katheterablation als Lösung, aber davor habe ich Angst. Was raten Sie mir?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Bitte halten Sie zuerst Rücksprache mit Ihrem Kardiologen. Danach sollte die Entscheidung daüber fallen, ob eine Ablation notwendig ist.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von BASKET:
Ich habe seit einiger Zeit Herzstolpern, als ob mein Herz aus dem Takt geraten ist. Manchmal mehrmals am Tag, dann wieder etliche Tage nicht. Ist das gefährlich?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Man müsste feststellen, um welche Art von Herzstolpern es sich handelt. Das geht nur mit einem EKG oder einem Langzeit-EKG bzw. Belastungs-EKG. Wenn Sie ein jüngerer ... [mehr]Man müsste feststellen, um welche Art von Herzstolpern es sich handelt. Das geht nur mit einem EKG oder einem Langzeit-EKG bzw. Belastungs-EKG. Wenn Sie ein jüngerer Mensch unter 40 sind und keine besonderen Risikofaktoren aufweisen, dürfte es sich um eher harmlose Störungen handeln. Oft hilft dann sogar mehr Sport. Medikamentös könnte man an Magnesium und Weißdorn denken. Bitte halten Sie hierzu Rücksprache mit Ihrem Arzt. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von SUE BAYER:
Ich frage mich immer wieder, wie macht sich eigentlich ein Herzinfarkt bemerkbar und wie würde ich Ihn als erstes bemerken?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Manche Menschen merken nichts - sie haben einen sogenannten stillen Herzinfarkt. Sonst sind typische Symptome eine Angina pectoris (Enge in der Brust), Schmerzen im linken Arm ... [mehr]Manche Menschen merken nichts - sie haben einen sogenannten stillen Herzinfarkt. Sonst sind typische Symptome eine Angina pectoris (Enge in der Brust), Schmerzen im linken Arm oder im Oberbauch, die in den Halsbereich ausstrahlen. Man fühlt sich schwach und schwitzt. Betroffene stehen wie unter Schock, werden blass und können einen Kreislaufzusammenbruch haben. Ein Herzinfarkt beginnt mit Brustschmerzen und Luftnot bei Belastung. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von CLAUDIA:
Vor kurzem ist meine geliebte Mutti überraschend gestorben. Seither klagt Vater über Herzschmerzen, Atemnot. Der Arzt hat ein Broken-Heart-Syndrom festgestellt. Kann mein Vater daran sterben? Und wie kann ich ihm helfen?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Das hört sich bedenklich an. Sie sollten mit Ihrem Vater einen Kardiologen zur weiteren Abklärung aufsuchen!

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von BRIGITTE_I:
Ich leide in größeren Abständen immer wieder unter starken Blutdruckentgleisungen, obwohl ich Medikamente gegen meinen Bluthochdruck nehme. Das macht mir Angst. Was kann ich vorbeugend tun?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Ich empfehle eine 24-Stunden-Blutdruckmessung. Gegebenenfalls muss die Medikation danach durch den Hausarzt angepasst werden. Zusätzlich können 300 - 500 mg Magnesium oral eingenommen werden.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von ULI:
Ich habe seit vielen Jahren Herzrhythmusbeschwerden, war auch beim Arzt und habe kardiologisch alles checken lassen. Eine Kur hat mir nicht geholfen. Die Beschwerden kommen und gehen in unregelmäßigen Abständen, mal mehr, mal weniger stark. Auf jeden Fall nehmen Sie starken Einfluss auf mein Leben, es gibt Tage, da frage ich mich, wie lange ich das noch aushalte. Was kann ich noch dagegen tun?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Konnte man denn die Art der Herzrhythmusstörungen in einem EKG oder Langzeit-Ekg konkret feststellen? Danach würde sich eine möglich Therapie richten. Ist auch Ihre Schilddrüse untersucht ... [mehr]Konnte man denn die Art der Herzrhythmusstörungen in einem EKG oder Langzeit-Ekg konkret feststellen? Danach würde sich eine möglich Therapie richten. Ist auch Ihre Schilddrüse untersucht worden? Manchmal ist eine Schilddrüsenüberfunktion für die Rhythmusstörungen verantwortlich. Meistens werden bei phasenweisen Herzrhythmusstörungen Beta-Blocker verschrieben. Unproblematisch wäre auch Weißdorn. Stabilisierend auf den Herzrhythmus wirkt auch Magnesium, zum Beispiel in Form von Magnesiumorotat. Auch sogenannte "Phytosedativa" können sinnvoll sein, vor allem wenn bei Ihnen Nervosität eine Rolle spielt. Dazu können zum Beispiel Präparate mit Passionsblume eingenommen werden. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von ULLI:
Was versteht man unter einer Katheterablation?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Dabei handelt es sich um eine elektrophysiologische Beseitigung von Herzrhythmusstörungen.

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat ist moderiert: Die Fragen werden an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl entweder alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Wir bitten um Verständnis dafür, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von BLUE:
Was sind die Gefahren eines zu hohen Blutdrucks?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Zu den Gefahren zählt der Schlaganfall, er kann achtmal häufiger als sonst auftreten. Zu Herzinfarkt oder Herzschwäche kann es fünfmal häufiiger kommen. Doppelt so häufig als ... [mehr]Zu den Gefahren zählt der Schlaganfall, er kann achtmal häufiger als sonst auftreten. Zu Herzinfarkt oder Herzschwäche kann es fünfmal häufiiger kommen. Doppelt so häufig als bei Menschen mit normalem Blutdruck tritt eine gestörte Durchblutung in den Beinen auf. Weitere Risiken sind Arteriosklerose, Nierenschwäche, Kopfschmerzen, Luftnot oder Leistungsschwäche. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von NICK:
Wie machen sich Herzrhythmusstörungen bemerkbar?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Sie können sich z.B. durch Schwindel, Herzrasen oder Herzstolpern bemerkbar machen.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von MüLLER:
Ich leide immer wieder wochenlang unter einem starken Blähbauch und das ist so schlimm, dass es mir zeitweise auf der linken Brusthälfte sticht, als würde der aufgeblähte Bauch auf das Herz drücken. Kann das sein?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
In der Tat. Man nennt das ein Römheld-Syndrom. Wichtig wäre dabei eine bekömmliche Kost - Vorsicht bei grobem Getreide, Rohkost, Gebratenem... Tischen Sie kleinere Portionen, bekömmlich ... [mehr]In der Tat. Man nennt das ein Römheld-Syndrom. Wichtig wäre dabei eine bekömmliche Kost - Vorsicht bei grobem Getreide, Rohkost, Gebratenem... Tischen Sie kleinere Portionen, bekömmlich zubereitet ("kochen, dämpfen, dünsten") auf. Ratsam sind ein frühes Abendessen und möglichst viel Bewegung. Hilfreich sind oft pflanzliche Mittel, die die Verdauungskraft stärken, zum Beispiel Amara-Tropfen. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
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Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von RöSCHEN:
In meiner Familie gibt es einige Fälle von Herzrhythmusbeschwerden (Oma, Vater, Tante,...) Jetzt mache ich mir Gedanken, ob das erblich bedingt ist und es mich auch treffen kann.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Vererbte Herzrhythmusstörungen sind eher selten. Dennoch sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen, z.B. ein EKG, ein Belastungs-EKG, ein 24-Stunden-EKG oder eine Echokardiographie machen ... [mehr]Vererbte Herzrhythmusstörungen sind eher selten. Dennoch sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen, z.B. ein EKG, ein Belastungs-EKG, ein 24-Stunden-EKG oder eine Echokardiographie machen lassen. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von WALTRAUD S.:
Ab und an merke ich, dass mein Herz stolpert. Ist das gefährlich?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Wenn diese Belastung zunimmt, rate ich dringend dazu, einen Arzt zu konsultieren.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
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Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von FRAUMITHERZ:
Welche Medikamente gibt es gegen Bluthochdruck? Kann ich ergänzend noch andere, natürliche Mittel einnehmen, die helfen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Die deutsche Hochdruckliga empfiehlt: Diuretika (Harntribende Medikamente), Beta-Blocker, Calciumantagonisten, ACE-Hemmer und Sartane. Andere blutdrucksenkende Medikamente können auch eingesetzt werden. Kombinationsbehandlungen sind möglich und oft sinnvoll. Ratsam ... [mehr]Die deutsche Hochdruckliga empfiehlt: Diuretika (Harntribende Medikamente), Beta-Blocker, Calciumantagonisten, ACE-Hemmer und Sartane. Andere blutdrucksenkende Medikamente können auch eingesetzt werden. Kombinationsbehandlungen sind möglich und oft sinnvoll. Ratsam sind eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung und sportliche Aktivitäten. Magnesium ist ebenso von Vorteil. Bitte nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir bekommen im Sekundentakt Fragen, da es viele Teilnehmer am Chat gibt. Jeder Nutzer hat eine Antwort verdient – wir können dies allerdings leider nicht in jedem Fall realisieren. Daher suchen wir Fragen heraus, von denen wir glauben, dass sie für die meisten von Interesse sind.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von KLAUS-BERNHARD B.:
Mein Vater und beide meiner Großväter sind in jungen Jahren am Herzinfarkt verstorben. Nun frage ich mich (männlich, 51 Jahre, Raucher mit etwas Übergewicht) ob ich auch gefährdet bin. Kann man das feststellen?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Ich würde Sie in der Tat als gefährdet ansehen. Am wichtigsten ist es, Risikofaktoren zu erkennen und abzustellen. Zwei haben Sie schon genannt: Rauchen und Übergewicht. ... [mehr]Ich würde Sie in der Tat als gefährdet ansehen. Am wichtigsten ist es, Risikofaktoren zu erkennen und abzustellen. Zwei haben Sie schon genannt: Rauchen und Übergewicht. Beides sollten Sie unbedingt optimieren. Des Weiteren sollten wichtige Laborwerte kontrolliert werden, z.B.: Blutfette, Diabetes, Vitamin D, Homocystein. Unbedingt ist auf einen normalen Blutdruck zu achten. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
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Frage von VENDETTA:
wie macht sich ein Herzinfarkt bemerkbar und ist er schmerzhaft?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Ein Herzinfarkt muss nicht immer schmerzhaft sein. Er kann sich auch beispielsweise durch Luftnot äußern.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
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Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von ERNST-F:
Mein Hausarzt sprach von Magnesium als mögliches Mittel gegen Bluthochdruck. Können Sie mir sagen, ob ich das nehmen soll?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Magnesium hat einen positiven, blutdrucksenkenden Effekt. 300 - 500 mg Magnesium senken den Blutdruck um ungefähr 10 mmHg. Besonders bei Grenzwerthypertonie oder Hypertonie Grad I hilft ... [mehr]Magnesium hat einen positiven, blutdrucksenkenden Effekt. 300 - 500 mg Magnesium senken den Blutdruck um ungefähr 10 mmHg. Besonders bei Grenzwerthypertonie oder Hypertonie Grad I hilft es gut. Magnesium ist auch mit den anderen Bluthochdruckmitteln kombinierbar. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
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Frage von APPLEPIE:
Bei mir steht demnächst eine Stent-OP an und ich wollte mal wissen, wie viel Risiko so eine Operation birgt. Denn ein wenig Angst habe ich schon davor...

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Ich kann Sie beruhigen, das Risiko bei einer solchen Operation ist statistisch gering - es beträgt weniger als fünf Prozent.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
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Frage von MATHILDA:
Ich habe Angst um meinen Partner, der schon lange Raucher ist - wie kann ich ihn überzeugen, dass er von der Zigarette loskommen muss, damit er keine Herzbeschwerden bekommt?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Raucher haben statistisch signifikant mehr Herzkreislauferkrankungen. Sie haben häufiger hohen Blutdruck. Circa fünfmal häufiger bekommen sie auch Lungenkrebs. Das Raucherbein kennt auch jeder.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von SUSANNE_U:
Ich habe gehört, dass man bei Herzrhythmusstörungen Magnesiumorotat einnehmen soll. Stimmt das und was bringt es?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Das könnte man in der Tat machen. Magensiumorotat stabilisiert den Herzrhythmus, druckentlastet das Herz, verbessert im weitesten Sinn die "Energie" am Herzen. Allerdings sollte man immer ... [mehr]Das könnte man in der Tat machen. Magensiumorotat stabilisiert den Herzrhythmus, druckentlastet das Herz, verbessert im weitesten Sinn die "Energie" am Herzen. Allerdings sollte man immer feststellen, um welche Art Rhythmusstörungen es sich handelt. Das geht nur mit dem EKG, gegebenenfalls mit einem Langzeit-EKG. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von LUNA:
Meine Oma hat die letzte Zeit nachts öfter Herzrasen. Sie steigert sich auch richtig rein in Ihre Panik und traut sich die letzte Zeit fast nicht mehr ins Bett, da sie alleine wohnt. Womit kann man das Herzrasen verhindern oder lindern?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Sie sollte unbedingt einen Kardiologen aufsuchen und sich von ihm untersuchen sowie beraten lassen.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
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Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von KLAUS-DIETER:
Vor kurzem ist meine geliebte Schwester überraschend verstorben und ihr Mann kommt nicht drüber weg und klagt über Herzschmerzen, Atemnot. Nun spricht man von einem Broken-Heart-Syndrom. Ist das tödlich und kann ich meinem Schwager helfen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Dabei handelt es sich um eine akute, durch emotionalen oder physischen Stress hervorgerufene, reversible Linksherzerkrankung. Die Prognose bei der Behandlung ist gut. Unter Umständen kann eine ... [mehr]Dabei handelt es sich um eine akute, durch emotionalen oder physischen Stress hervorgerufene, reversible Linksherzerkrankung. Die Prognose bei der Behandlung ist gut. Unter Umständen kann eine Betablockertherapie hilfreich sein. Ich rate zu einer regelmäßigen Kontrolle beim Hausarzt. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von WERNER B.:
Sind Herzerkrankungen erblich und wenn ja, welche?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Es sind erbliche Stoffwechselerkrankungen mit Herzbeteiligung bekannt. Ihr Hausarzt kann Ihnen mehr dazu sagen.

Dr. med. Rainer Matejka
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Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von RUNNER:
Ich bin leidenschaftlicher Jogger und Radfahrer. Nachdem ich jetzt schon öfter, auch während des Trainings, Herzstolpern hatte, habe ich es checken lassen und es wurde festgestellt, dass ich leichte Herzrhythmusstörungen habe. Muss ich jetzt mein Training aufgeben?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Man müsste schon wissen, welche Form von Rhythmusstörungen es sind. Vermutlich aber kein Vorhofflimmern. Sie müssen den Sport vermutlich nicht aufgeben, eventuell in der Intensität aber ... [mehr]Man müsste schon wissen, welche Form von Rhythmusstörungen es sind. Vermutlich aber kein Vorhofflimmern. Sie müssen den Sport vermutlich nicht aufgeben, eventuell in der Intensität aber reduzieren. Auf jeden Fall sollten Sie dabei auf eine ausreichende Mineralienversorgung achten, zu Beispiel mittels der heute verbreiteten Basenpulver. Hilfreich ist in vielen Fällen auch Magnesium. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
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Frage von KAWUMM:
Ab wann wird ein hoher Blutdruck gefährlich?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Hoher Blutdruck beginnt ab 140/90 mmHg. Je höher die Blutdruckwerte sind und je länger der hohe Blutdruck bestehen, desto gefährlicher wird es. Folgen sind Herzinfarkt ... [mehr]Hoher Blutdruck beginnt ab 140/90 mmHg. Je höher die Blutdruckwerte sind und je länger der hohe Blutdruck bestehen, desto gefährlicher wird es. Folgen sind Herzinfarkt (er tritt dreimal häufiger auf) oder auch Schlaganfall (er tritt achtmal häufiger auf). Bitte lassen Sie unbedingt den hohen Blutdruck kontrollieren und behandeln. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von MILAN:
Hin und wieder spüre ich einen stechenden Schmerz in der linken Brusthälfte. Dieser hält meist aber nur kurz an und tagelang spüre ich dann wieder nichts bis er plötzlich wieder auftritt. Kann das schon ein Anzeichen für einen Herzinfarkt sein?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Das muss nicht unbedingt sein, ist aber auch nicht auszuschließen. Bitte suchen Sie notfalls einen Kardiologen auf!

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
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Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von SUSANNE:
Seit kurzem werde ich wach aufgrund starkem Herzklopfen und dann habe ich Angst, ich lebe alleine. Was ist das und wo kommt das auf einmal her?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Ich würde Ihnen raten, diese Beschwerden bei Ihrem Hausarzt untersuchen zu lassen. Er wird dann sicherlich weitere Untersuchungen wie z.B. EKG, Belastungs-EKG. 24-Stunden-EKG und Herzultraschall überlegen. ... [mehr]Ich würde Ihnen raten, diese Beschwerden bei Ihrem Hausarzt untersuchen zu lassen. Er wird dann sicherlich weitere Untersuchungen wie z.B. EKG, Belastungs-EKG. 24-Stunden-EKG und Herzultraschall überlegen. Bitte auch die Schilddrüse überprüfen lassen. Eine Magnesiumgabe kann auch helfen. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von BäRLI:
Nach einer Langzeit-Blutdruckmessung hat mein Arzt einen etwas erhöhten Blutdruck bei mir festgestellt und mir auch sofort Tabletten verschrieben. Kann ich meinen Blutdruck auch ohne Tabletten in den Griff bekommen? Mein Arzt meinte nein, das wäre das einzige, das hilft.

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Falls Sie rauchen, bitte dies unbedingt einstellen. Bei Übergewicht, bitte das Gewicht normalisieren. Zusätzlich empfehle ich moderaten Sport. Sinnvoll unbedingt auch: vegetative Entspannung. "Ruhe heilt". Homöopathisch ... [mehr]Falls Sie rauchen, bitte dies unbedingt einstellen. Bei Übergewicht, bitte das Gewicht normalisieren. Zusätzlich empfehle ich moderaten Sport. Sinnvoll unbedingt auch: vegetative Entspannung. "Ruhe heilt". Homöopathisch kann man es mit Rauwolfia versuchen. Auch Magnesium, z.B. in Form von Magnesiumorotat, kann den Blutdruck regulieren helfen. Bitte dazu aber Rücksprache mit dem Arzt halten. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von KATHI:
Können Herzrhythmussbeschwerden auch psychisch bedingt sein? Bisher ging es mir prima, aber die letzte Zeit stehe ich total unter Stress, Probleme mit der pubertierenden Tochter, hohe Anforderungen im Beruf... Die letzte Zeit habe ich immer öfter Herzstolpern oder Herzrasen, hin und wieder sticht es im Brustbereich.

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Ja, es ist möglich, dass psychische Ursachen hinter den Rhythmusstörungen stecken. Sollte das nicht der Fall sein, ist es wichtig, die Hintergründe kardiologisch abklären zu lassen.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
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Frage von BRAUSE_LOTTE:
Ich bin sehr sportlich, muss jetzt aber häufig beim Joggen
pausieren, weil mein Herz anfängt zu rasen. Könnte eine Katheterablation eine Lösung sein?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Sie sollten zunächst bitte einen Termin bei einem Kardiologen vereinbaren. Eine Katheterablation sehe ich in der Abklärungsschiene weit hinten. Bitte lassen Sie erst die üblichen EKG- ... [mehr]Sie sollten zunächst bitte einen Termin bei einem Kardiologen vereinbaren. Eine Katheterablation sehe ich in der Abklärungsschiene weit hinten. Bitte lassen Sie erst die üblichen EKG- und 24-Stunden-EKG-Kontrollen machen. Auch ein Belastungs-EKG ist ratsam. Möglicherweise hilft eine Magnesiumtherapie. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von ILSE-WERNER:
Ich mache immer wieder Kneipp-Kuren und nun sagte meine Freundin, dass ich aufpassen müsse, weil ich an Bluthochdruck leide und 55 Jahre alt bin. Ist das richtig?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Das würde ich nicht unbedingt so sehen. Letztendlich dient ja die Kneipp-Kur dazu, auch das vegetative Nervensystem zu stärken und ist damit anzuraten. Die Art der ... [mehr]Das würde ich nicht unbedingt so sehen. Letztendlich dient ja die Kneipp-Kur dazu, auch das vegetative Nervensystem zu stärken und ist damit anzuraten. Die Art der Anwendung sollte aufgrund des bestehenden Bluthochdrucks natürlich durch den Kurarzt festgelegt werden. Nach meinen Erfahrungen leiden immer mehr Menschen in den letzten Jahren aufgrund innerer Unruhe und Anspannung an Bluthochdruck. Insofern wäre Kneipp - verbunden mit der Ordnungstherapie von Kneipp (Bewegung, Entspannung etc.) - also durchaus sinnvoll. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von HEINZ:
Aus heiterem Himmel habe ich immer wieder ganz plötzlich Herzrasen, neulich ist mir das am Steuer auf der Autobahn passiert. Das macht mir richtig angst, was könnte das sein? Stehe ich kurz vor einem Herzinfarkt?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Diese Symptome sollten Sie unbedingt beim Hausarzt abklären lassen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ein EKG (Elektrokardiogramm) und ein 24-Stunden-EKG. Es können Herzrhythmusstörungen sein. Sie sollten ... [mehr]Diese Symptome sollten Sie unbedingt beim Hausarzt abklären lassen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ein EKG (Elektrokardiogramm) und ein 24-Stunden-EKG. Es können Herzrhythmusstörungen sein. Sie sollten auch den Blutzucker und die Schilddrüse kontrollieren lassen. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von LEON:
In meiner Familie sind Herzprobleme erblich bedingt. Wie kann ich mein persönliches Risiko senken?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Nicht rauchen, nur wenig Alkohol trinken, mediterrane Kost zu sich nehmen und Übergewicht vermeiden. Ich rat dazu, sich jeden Tag mindestens 30 Minuten lang zu bewegen. ... [mehr]Nicht rauchen, nur wenig Alkohol trinken, mediterrane Kost zu sich nehmen und Übergewicht vermeiden. Ich rat dazu, sich jeden Tag mindestens 30 Minuten lang zu bewegen. Potenzielle Risikofaktoren sollten Sie kontrollieren lassen und gegebenenfalls optimieren. Dazu zählen: Bluthochdruck, Blutfette, Blutzucker, Vitamin D, Homocystein. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von BARBARA:
An was kann ich feststellen, ob ich schon einen stillen Herzinfarkt hatte?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Bitte lassen Sie ein EKG und ein Herzecho beim Kardiologen machen!

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von DANIEL:
Vor einem halbem Jahr wurde mir ein Stent gelegt nach einem Herzinfarkt. Von der Zigarette bin ich mittlerweile los gekommen, jetzt möchte ich verstärkt Sport betreiben, habe aber keine Lust, dies in einer Gruppe oder Sportstudio zu tun. Welche Sportarten können sie mir empfehlen? Reizen würde mich, mit dem Joggen anzufangen

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Dynamische Sportarten sind gut, dazu zählen Radfahren, Joggen oder Schwimmen. Vorher sollten Sie aber zu einer Kontrolle, etwa durch ein Belastungs-EKG, zu Ihrem Hausarzt gehen.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von GOLDIE:
Mein Mann hat nach einem Herzinfakrt einen Stent bekommen. Er ist Mitte 40. Muss der Stent irgendwann mal erneuert werden?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Es kann schon sein, daß ein Stent im Laufe der zeit "zu" geht. Das will man u.a. durch Blutverdünner verhindern. Selbst wenn ein Stent zu ist, ... [mehr]Es kann schon sein, daß ein Stent im Laufe der zeit "zu" geht. Das will man u.a. durch Blutverdünner verhindern. Selbst wenn ein Stent zu ist, muß dies nicht unbedingt dramatisch sein. Im Laufe der Zeit kann das Herz auch mitunter natürliche Bypässe ausbilden. Vor allem moderater Sport fördert die Ausbildung solcher natürlicher Bypässe. Man würde somit weitergehende Maßnahmen bei Ihrem Mann immer auch vom subjektiven Befinden abhängig machen. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von ANJA:
Mein Hausarzt hat bei mir leichte Herzrhythmusstörungen festgestellt, meinte aber, dies sei nicht weiter schlimm. Kann sich das verschlimmern, und wenn ja, wie kann ich dem vorbeugen?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Sobald sich die Symptome verschlimmern, sollten Sie unbedingt einen Facharzt aufsuchen!

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von FRAU WINTER:
Mein Mann leidet immer wieder unter Depressionen und klagt seit neustem über Schmerzen in der Brust. Bilder er sich das nur ein oder kann eine Depression auch aufs Herz schlagen? Er arbeitet derzeit nichts, hat auch keinen Stress.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Die Depression ist ein möglicher Grund, aber die Symptome können auch auf eine Herzerkrankung hinweisen. Die Herzkranzgefäße könnten betroffen sein. Er sollte unbedingt zum Hausarzt ... [mehr]Die Depression ist ein möglicher Grund, aber die Symptome können auch auf eine Herzerkrankung hinweisen. Die Herzkranzgefäße könnten betroffen sein. Er sollte unbedingt zum Hausarzt gehen und die Symptome abklären lassen. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von YUNA:
Meine Oma hat öfters Herzrasen. Vom Arzt hat sie jetzt Tabletten verschrieben bekommen, die sie aber nicht sonderlich gut verträgt. Gibt es eine Homöopathische Alternative?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Das Herzrasen sollte mittels EKG abgeklärt werden. Nur so kann man genau bestimmen, um welche Rhythmusstörung es sich handelt. Welche Tabletten hat Ihre Oma bekommen? Beta-Blocker? ... [mehr]Das Herzrasen sollte mittels EKG abgeklärt werden. Nur so kann man genau bestimmen, um welche Rhythmusstörung es sich handelt. Welche Tabletten hat Ihre Oma bekommen? Beta-Blocker? Pflanzlich homöopathisch könnte man natürlich an Weißdorn denken oder Kombinationen aus Weißdorn und Wurmkraut. Auch der Besenginster stabilisiert den Herzrhythmus. Denkbar wäre auch Magnesium. Entsprechende Maßnahmen sollten aber mit dem Arzt abgesprochen werden. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von WERNER:
Kann vorhofflimmern auch Einbildung sein also von der Psyche kommen? Ich bin 25 Jahre alt 188 cm groß und habe 115 Kilo rauche viel und trinke am wochende alkohol. Oder kommt es daher?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Vorhofflimmern kann auch vom Rauchen und Alkohol kommen. Bitte beides einstellen und ebenfalls das Gewicht reduzieren.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von WI-BA:
Ich habe immer wieder Schmerzen in der linken Brust, sonst geht es mir aber gut. Kann das auch vom Rücken kommen, eine Freundin meinte das kürzlich oder doch vom Herzen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Die Ursache kann im Rücken, aber auch im Herz liegen. Bitte veranlassen Sie eine Kontrolle beim Hausarzt. Ein EKG ist ratsam, auch sollte man die Lunge ... [mehr]Die Ursache kann im Rücken, aber auch im Herz liegen. Bitte veranlassen Sie eine Kontrolle beim Hausarzt. Ein EKG ist ratsam, auch sollte man die Lunge röntgen. Gegebenenfalls ist eine orthopädische Kontrolle vonnöten. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von HAPPY:
Ich habe abends, wenn ich zu Bett gehe, hin und wieder ziemliches Herzrasen. Das ist sehr unangenehm. Was kann ich dagegen tun?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Konnte man die Art des Herzrasens schon einmal bei einem EKG genau feststellen? Bei jüngeren Menschen unter 40 würde ich eher von harmloseren Störungen ausgehen. Gleichwohl ... [mehr]Konnte man die Art des Herzrasens schon einmal bei einem EKG genau feststellen? Bei jüngeren Menschen unter 40 würde ich eher von harmloseren Störungen ausgehen. Gleichwohl wäre ein Belastungs-EKG oder gegebenenfalls ein Langzeit-EKG sinnvoll. Je nachdem kann mehr Sport, die Einnahme von Weißdorn, Magnesium, etwa in Form von Magnesiumorotat, sinnvoll sein. Manchen Menschen helfen auch pflanzliche Mittel gegen innere Unruhe, zu Beispiel Passionsblume zur Nacht. Bei älteren Menschen kann auch eine beginnende Herzschwäche schuld sein. Sie sollte ggf. abgeklärt und dann entsprechend behandelt werden. Bitte sprechen Sie die Empfehlungen mit dem Hausarzt ab. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von GRIMM:
Mein Vater (73) weigert sich, seine blutdrucksenkenden Medikamente zu nehmen. Sein Blutdruck liegt im Schnitt bei 160/90. Können die Tabletten bei diesen Werten gefahrlos weggelassen werden?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Nein. Er sollte zumindest den oberen Blutdruckwert unter 150, besser unter 140 mmHg haben.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von HERZBUBE:
Seit über 10 Jahre habe ich Herzrhythmusstörungen mit 25 Jahren fing das an. Die Ärzte sagen das mein herz gesund ist aber wollen ein Katheterablation machen, bis jetzt habe ich Beta Blocker genommen. aber sie wirken nicht mehr richtig. Die Folge Herzrhythmusstörungen und zwar so schlimm, dass ich nicht mehr Autofahren kann. Was raten Sie mir?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Lassen Sie sich von Ihren Kardiologen beraten. Dabei sollten Sie mit ihm die Möglichkeit einer Katheterablation diskutierten. Die Gabe von Magnesium kann hilfreich sein.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von SILVIA-MB:
Ich lebe alleine und bin seit längerer Zeit Single und damit auch etwas einsam. Manchmal habe ich aus heiterem Himmel Herzklopfen und frage mich, ob das mit der Einsamkeit zusammenhängen kann. Am Wochenende ist es besonders schlimm, da habe ich wenig Abwechslung.

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Ihre Darstellung ist sehr interessant und ich würde Ihnen zustimmen: Auch Einsamkeit kann die Rhythmik des Herzens, das ja mehr ist als nur eine "Pumpe", aus ... [mehr]Ihre Darstellung ist sehr interessant und ich würde Ihnen zustimmen: Auch Einsamkeit kann die Rhythmik des Herzens, das ja mehr ist als nur eine "Pumpe", aus dem Takt bringen. Ich empfehle Ihnen Spaziergänge und Sport, vielleicht auch mal eine Kneipp-Kur. Und auch sonst sollten Sie sinnstiftende Aktivitäten nach Ihren Neigungen entwickeln. Vielleicht ein Ehrenamt? Medikamentös würde ich an ein anthroposophisches Präparat für das Herz denken. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von ANGELIQUE:
Eine Bekannte von mir leidet am Broken-Heart-Syndrom. Was genau ist das und wie wird es ausgelöst?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Dabei handelt es sich um eine akute, durch emotionalen oder physischen Stress ausgelöste Linksherzfehlfunktion. Sie ist relativ selten und hat im Hinblick auf ihre Behandlung eine ... [mehr]Dabei handelt es sich um eine akute, durch emotionalen oder physischen Stress ausgelöste Linksherzfehlfunktion. Sie ist relativ selten und hat im Hinblick auf ihre Behandlung eine gute Prognose. Betablocker können helfen. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme. Leider konnten wir heute nicht alle Fragen beantworten, wir hoffen aber, dass Sie eine Antwort auf Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche vorgefunden haben. Für heute sagen wir bye bye und wünschen einen schönen Abend. Bis zum nächsten Mal.